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Höchststand Über zehn Millionen Ausländer in Deutschland

10,6 Millionen Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft leben derzeit in Deutschland. Im Jahr 2017 verzeichnete das Statistische Bundesamt wieder einen Anstieg der Zuwachszahl - Hauptgrund ist die Zuwanderung aus EU-Nachbarländern.

Stand: 12.04.2018

Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge in Deggendorf (Bayern), 25.09.2017. | Bild: picture-alliance/dpa/Armin Weigel

In Deutschland leben so viele Ausländer wie nie zuvor. Ihre Anzahl steigt seit 2009 kontinuierlich. Ende 2017 waren es rund 10,6 Millionen Menschen mit ausschließlich ausländischer Staatsangehörigkeit. "Das ist ein Höchststand", hieß es dazu vom Statistischen Bundesamt. Seit 2016 seien 585.000 Personen zugewandert, das sind 5,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Anstieg liegt zwar deutlich über den Zahlen der vorherigen zehn Jahre: Da waren es pro Jahr im Schnitt 388.000. Jedoch lag der Zuwachs 2016 noch bei 13 Prozent.

Die meisten kommen aus der EU

Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung Deutschlands beträgt knapp 13 Prozent. Der Großteil der im Jahr 2017 im Ausländerzentralregister neu erfassten Personen kommt aus der der Europäischen Union: 439.000. Die meisten von ihnen stammen aus den Ländern, die seit 2004 beziehungsweise 2007 zur EU gehören, also beispielsweise Polen (85.000), Rumänien (85.000) und Bulgarien (45.000).

Aus sogenannten Drittstaaten, also Ländern außerhalb der EU, zogen im vergangenen Jahr nur 163.000 Menschen nach Deutschland. 2016 waren es noch 665.000 gewesen. Vor allem die Zahl der Zuwanderer aus Syrien, dem Irak und Afghanistan ist 2017 gesunken. Die deutlich niedrigere Zunahme lässt sich demnach auf die geringe Nettozuwanderung - den Saldo aus Zuzügen und Fortzügen - von Flüchtlingen zurückführen. Aus dem Irak wanderten netto 17.000 Menschen zu - nach 91.000 im Jahr 2016 - und aus Afghanistan 5.000 - nach 119.000 im Vorjahr.

Syrer verlassen offenbar Deutschland

Obwohl sie einen gültigen Aufenthaltsstatus haben, verlassen syrische Flüchtlinge nach Berichten des ARD-Politikmagazins "Panorama" und des Reporterformats "STR_F" (ARD/ZDF) Deutschland und begründen das mit dem erschwerten Familiennachzug. So begleiteten Reporter mehrere Syrer auf dem Weg in die Türkei und sprachen auch mit Schleusern. Einer von ihnen habe angegeben, täglich bis zu 50 Flüchtlinge in die Türkei zurückzubringen, ein anderer habe gesagt, er bringe mehr Flüchtlinge zurück als nach Europa. Laut dem Bericht haben weder das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge noch das Bundesinnenministerium Erkenntnisse über diese Ausreisen Richtung Türkei, weil Ausländer mit gültigem Aufenthaltstitel ins europäische Ausland reisen dürfen und das nicht erfasst wird.


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Anton, Donnerstag, 12.April, 17:16 Uhr

3. Willkomen

Willkommen im Wunderland.Von denen bekommen 50 % Hartz4,alle haben eine Wohnung usw.Wenn die alle weg wären,würde es den deutschen Menschen wieder richtig gut gehen in der Heimat.In Polen und Rumänien bekomme ich als Deutscher keine Sozialleistungen wie hier im deutschen Schlaraffenland.Und ich meine keine Flüchtlinge,sondern nur die EU Wirtschaftsflüchtliinge.

winfried, Donnerstag, 12.April, 17:05 Uhr

2. Ausländer-Zuzug nach DE ... Gut für DE oder nicht ?!

Um diesen Zuzug als "Gewinn" für DE einzustufen ist es erforderlich die "Wertschöpfung" zu bilanzieren; wenn also Mehr ohne staatliche Fremdhilfe ihren Lebensunterhalt bestreiten und Weniger Sozialkosten verursachen..
So lange dies in der Berichterstattung unterbleibt, wird lediglich ein Mengenphänomen beschrieben, und kein qualitatives.

tell, Donnerstag, 12.April, 15:04 Uhr

1.

Und in der Schweiz haben wir mittlerweile um die 30%!!! Ausser der Wirtschaft/Wachstum/Geld/... freut sich niemand daran - vor allem die Natur nicht, da mittlerweile bald das ehemals grüne Mittelland hässlich zubetoniert ist.

  • Antwort von Leonia, Donnerstag, 12.April, 15:59 Uhr

    Und die meisten davon dürften ebenfalls aus der EU stammen und in der Schweiz arbeiten. Diejenigen, die dort nur ihr Wintersport-Challet halten, könnt Ihr getrost ausweisen. Oder?

  • Antwort von Bert Brech, Donnerstag, 12.April, 17:18 Uhr

    Das Umweltverhalten liegt vermutlich in der Nomadenmentalitaet vieler Neusiedler begruendet.
    Der Anblick der verlassenen Rastlpaetze auf deren "Flucht" durch Suedosteuropa haette uns warnen sollen.
    Da muss die "Zivilgesellschaft" der BRD-Flagellanten noch viel "Integrationsarbeit" leisten.

    Hauptsache, einige "unserer" personengeschuetzten Herr_Innen Konsenspolitiker "freuen" sich auf diese "bunte Vielfalt".
    "Ist ja dann nicht mehr so langeweilig".