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Autonomes Fahren Tödlicher Uber-Unfall - Insassin bemerkte Passantin offenbar zu spät

Nach dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto von Uber hat die Polizei Videoaufnahmen von dem Zusammenstoß mit einer Fußgängerin veröffentlicht. Die Aufnahmen scheinen zu belegen, dass sich die Fahrerin auf die Automatikfunktion ihres Wagens verlassen hatte.

Stand: 22.03.2018

ARCHIV - 13.12.2016, USA, San Francisco: Ein selbstfahrendes Auto des Fahrdiesnt-Vermittlers Uber wird getestet. Erstmals ist ein Mensch bei einem Unfall mit einem selbstfahrenden Autos ums Leben gekommen. Ein Roboterwagen des Fahrdienst-Vermittlers Uber erfasste am 19.03.2018 eine Frau, die die Fahrbahn überquerte. (zu dpa «Frau stirbt nach Unfall mit selbstfahrendem Auto von Uber» vom 19.03.2018) Foto: Eric Risberg/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Eric Risberg

Drei Tage nach dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto von Uber im US-Bundesstaat Arizona hat die Polizei Videoaufnahmen von den letzten Sekunden vor dem Zusammenstoß mit einer Fußgängerin veröffentlicht.

Fahrerin hat sich offensichtlich auf Automatikfunktion verlassen

In den am Mittwoch (Ortszeit) von der Polizei von Tempe veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, wie die Insassin des Wagens kurz vor dem Aufprall sichtlich entsetzt den Mund aufreißt. Die Aufnahmen aus dem Inneren des Autos scheinen zu belegen, dass sich die Fahrerin auf die Automatikfunktion ihres Wagens verlassen hatte: Sekundenlang blickt sie nach unten, erst kurz vor dem Zusammenprall schaut sie auf und schnappt entsetzt nach Luft.

Opfer betritt plötzlich die Fahrbahn

Aufnahmen einer Kamera auf dem Amaturenbrett zeigen gleichzeitig, wie die Fußgängerin ihr Fahrrad über die unbeleuchtete Straße schiebt: Scheinbar aus dem Nichts tauchen zuerst ihre Füße im Bild auf, anderthalb Sekunden später wird sie von dem Auto in voller Fahrt getroffen. Die 49-Jährige erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Uber stoppte den Betrieb seiner selbstfahrenden Autos

Der tödliche Unfall fachte die Debatte über die Sicherheit des autonomen Fahrens weiter an. Der US-Fahrdienstvermittler Uber äußerte sich am Montag tief betroffen und stoppte vorübergehend den Betrieb seiner selbstfahrenden Autos für Tests oder Kundenfahrten in Tempe, Pittsburgh, Toronto und San Francisco. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, "vollständig mit den örtlichen Behörden" zu kooperieren, um den Unfall aufzuklären.


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