26

"Alle wünschen sich das" Trump strebt zweite Amtszeit an

US-Präsident Trump ist noch nicht amtsmüde. Der 72-Jährige ist fest entschlossen, 2020 für eine zweite Amtszeit anzutreten. Morgen trifft er sich in Helsinki mit dem russischen Präsidenten Putin.

Von: tagesschau.de

Stand: 15.07.2018

US-Präsident Donald Trump | Bild: picture-alliance/dpa/Jane Barlow

Donald Trump strebt eine zweite Amtszeit als US-Präsident an. Das kündigte der 72-Jährige in einem Interview mit dem britischen TV-Moderator Piers Morgan in der "Mail on Sunday" an. Auf die Frage, ob er 2020 noch einmal zur Präsidentschaftswahl antreten werde, erklärte Trump: "Das ist meine volle Absicht. Es scheint, als wenn sich das alle wünschen."

Trump sagte, er sehe keinen Politiker aus den Reihen der US-Demokraten, der ihn schlagen könne. "Da sehe ich niemanden. Ich kenne sie alle, und ich sehe niemanden." Trump hat seit seiner Vereidigung im Januar 2017 schon mehrfach angedeutet, dass er es nicht bei einer Amtszeit belassen möchte.

Morgan, der sich selbst als einen Freund Trumps bezeichnet, traf den Staatschef zum Interview in der Präsidentenmaschine Air Force One. "Unsere lange währende Freundschaft ist der Grund, weshalb ich der einzige britische TV-Journalist bin, mit dem er spricht."

Golfen vor dem Treffen mit Putin

Trump verbringt das Wochenende gemeinsam mit Ehefrau Melania auf seiner Luxus-Golfanlage im schottischen Turnberry. Zuvor hatte er am zweitägigen NATO-Gipfel in Brüssel teilgenommen und sich anschließend in Großbritannien mit der britischen Premierministerin Theresa May sowie Königin Elizabeth II. getroffen.

Der US-Präsident kommt morgen in Helsinki mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem mit Spannung erwarteten Gipfeltreffen zusammen. Es ist das dritte bilaterale Gespräch der beiden seit Trumps Amtsantritt. Die ersten beiden Treffen fanden am Rande internationaler Konferenzen statt.

Deutsche halten Trump für gefährlicher als Putin

Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa sehen fast zwei Drittel der Deutschen in Trump eine größere Gefahr für den Weltfrieden als in Putin. Der Russe wird demnach im Vergleich zu Trump als sympathischer, kompetenter und auch mächtiger eingestuft. Besonders groß ist der Abstand bei der Frage der Kompetenz: Nur 5 Prozent sehen hier Trump vorne, 56 Prozent Putin, der Rest machte keine Angaben.

Laut der Umfrage sind 64 Prozent der Meinung, von Trump gehe die größere Gefahr für den Weltfrieden aus. Nur 16 Prozent sagen das über Putin. Zwischen den Anhängern der im Bundestag vertretenen Parteien gibt es beim Vergleich der beiden Staatschef keine gravierenden Unterschiede. Selbst die Wähler der Union halten Putin für sympathischer (31 zu 7 Prozent), kompetenter (56 zu 5) und mächtiger (44 zu 29) und Trump für gefährlicher (66 zu 18).


26