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Rouhani warnt Trump "Krieg mit Iran ist Mutter aller Kriege"

Der iranische Präsident Rouhani hat im Konflikt mit den USA den Ton verschärft und mit einer Ölblockade gedroht. Dem US-Präsidenten unterstellte er, mit dem Ausstieg aus dem Atomabkommen den Iran vernichten zu wollen.

Von: tagesschau.de

Stand: 22.07.2018

Der iranische Präsident Hassan Rohani spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung. | Bild: dpa-Bildfunk/Vahid Salemi

Irans Präsident Hassan Rouhani hat US-Präsident Donald Trump davor gewarnt, eine gegen die Islamische Republik feindlich gesinnte Politik zu verfolgen. Er unterstellte Trump, mit seinen Sanktionen die Vernichtung des Irans zu beabsichtigen.

"Amerika sollte wissen, dass Frieden mit dem Iran die Mutter aller Frieden ist (...) genauso wie ein Krieg die Mutter aller Kriege wäre", zitierte die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna den Präsidenten. Rouhani äußerte sich dem Bericht nach vor iranischen Diplomaten. Andere iranische Agenturen verbreiteten ähnliche Meldungen.

Zudem drohte Rouhani damit, Ölexport-Routen am Persischen Golf zu blockieren. "Wir haben mehrere Routen (für den weltweiten Ölexport am Persischen Golf) ... und deren Sicherheit haben schon immer nur wir garantiert", erklärte er.

Schon während seines Besuchs Anfang des Monats in der Schweiz und Österreich hatte Rouhani angedeutet, dass der Iran bei amerikanischen Ölsanktionen die Straße von Hormus am Persischen Golf schließen und damit den gesamten Ölexport der Region blockieren könnte.

Rückendeckung durch Chamenei

Rückendeckung erhielt er vom obersten Führer der Irans, Ayatollah Chamenei. Dieser erteilte Forderungen im eigenen Land nach Verhandlungen mit den USA eine klare Absage. "Es wäre ein riesengroßer Fehler zu glauben, dass wir über Verhandlungen mit den USA die Probleme lösen könnten", so Chamenei. Den Amerikanern könne und dürfe man nicht trauen. Der Ausstieg der USA aus dem Wiener Atomabkommen von 2015 zeige, dass nicht mal ihre Unterschrift etwas wert sei.

Teheran hatte sich im Gegenzug für wirtschaftliche Lockerungen und mehr Investitionen ausländischer Unternehmen dazu bereit erklärt, sein Atomprogramm aufzugeben und sich Kontrollen zu unterwerfen. Die Europäer bemühen sich, die Vereinbarung trotz des amerikanischen Drucks am Leben zu halten.


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