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Stuttgart Diesel-Fahrverbote ab Januar

Nach langem Hin und Her ist nun klar: Ab Anfang 2019 dürfen Dieselautos mit Euro-Abgasnorm 4 und darunter nicht mehr ins Stuttgarter Stadtgebiet fahren. Bis zu 190.000 Wagen in der Region könnten davon betroffen sein.

Von: tagesschau.de

Stand: 11.07.2018

Baden-Württemberg, Stuttgart: Eine Stadtbahn und Autos fahren die Heilbronner Straße entlang. | Bild: picture-alliance/dpa

In Stuttgart müssen sich die Besitzer bestimmter Dieselautos auf Fahrverbote vom 1. Januar 2019 an einrichten. Dies gilt für Fahrzeuge der Euro-Abgasnorm 4 und älter, beschloss die grün-schwarze Koalition in Baden-Württemberg. Ein Fahrverbot für jüngere Diesel der Euronorm 5 soll zunächst vermieden werden.

Stuttgart folgt mit dem Verbot Hamburg, wo bereits Einschränkungen für Dieselwagen auf zwei Streckenabschnitten gelten. Die Details der Einigung will die Landesregierung noch am Nachmittag bekanntgeben.

Regierung Kretschmann unter Druck

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte im Februar dieses Jahres entschieden, dass Fahrverbote zur Luftreinhaltung grundsätzlich erlaubt sind, wenn die Verhältnismäßigkeit gewahrt wird. Seither stand die Regierung von Kretschmann unter großem Druck, die hohen Stickoxid-Werte in der Stadt zu senken.

Die CDU-Fraktion hatte mehrere technische Lösungen vorgestellt, die zu einem niedrigeren Stickoxid-Ausstoß in der Stadt beitragen sollen. Dazu gehören ein innovativer Straßenbelag, der die Gase aus der Luft bindet, sowie eine Lärmschutzwand, die sowohl Stickoxide als auch Feinstaube aus der Luft abbauen soll.

In der Region Stuttgart, Böblingen, Esslingen, Göppingen, Ludwigsburg und im Rems-Murr-Kreis sind insgesamt mehr als 530.000 Dieselautos zugelassen. 34 Prozent davon sind mit Euro-5-Norm unterwegs, das entspricht etwa 183.000 Autos. Hinzu kommen noch rund 188.000 Dieselwagen, die mit den Euronormen 1 bis 4 registriert sind. Das entspricht einem Anteil von 35 Prozent aller Dieselautos.


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realist, Mittwoch, 11.Juli, 17:46 Uhr

4. 20000 bis 40000 Tonnen Stickoxyde ...

… werden durch illegale Manipulationen an den Add Blue Abgasreinigungsanlagen von LKW in Deutschland pro Jahr ausgestoßen. So schätzt ein Fachverband! Wann wird der Herr aus Passau in dieser Sache endlich tätig? Lieber Diesel_PKW_Besitzer schikanieren, als das Problem tatsächlich an der richtigen Stelle anzupacken und zu beseitigen. Natürlich alles mit Rückendeckung durch Volljuristen.

Alles nur Schaukampf, Mittwoch, 11.Juli, 17:15 Uhr

3. Übliches Verfahren

Na, wunderbar, liebe Politiker!

Eine Verordnung wird erlassen und damit ist das Problem aus der Welt und man kann sich - wie immer - selbst auf die Schulter klopfen und verkünden, man habe ja etwas gemacht.

Wie das umgesetzt wird oder werden kann, interessiert dann Übliches keinen Politiker mehr.

Egon, Mittwoch, 11.Juli, 16:37 Uhr

2. Kein Problem ......

dann fahre ich halt mit meine E-Auto gespeist aus Atomstrom ins Städtle !

  • Antwort von thorie, Mittwoch, 11.Juli, 21:49 Uhr

    Warum gleich soooo extrem?
    Ein 5ltr Mustang tuts auch.^^

Politi, Mittwoch, 11.Juli, 15:46 Uhr

1. Danke Dobrindt, Danke Scheuer, Danke Ramsauer!

Durch Ihre Unfähigkeit und Untätigkeit und durch Ihre unermüdliche Arbeit zum Wohle der Betrüger-Industrie haben Sie erreicht, was Sie eigentlich nicht wollten:

Dass die Bürger Deurschlands besser vor gesundheitsgefährdendem Dreck in der Luft (auch als Giftstoffe bekannt) geschützt werden, als Sie das wollten!

Endlich werden diese Dreckschleudern aus den Städten geworfen. Leider ohne Kompensation durch die Industrie für die betroffenen Autofahrer - das war aber ja wohl das oberste Ziel Ihres Wirkens. Und leider nur in Teilen Deutschlands

  • Antwort von Nürnberger, Mittwoch, 11.Juli, 18:03 Uhr

    Warum nennen Sie nur CSU-Minister und nicht welche von der SPDoder anderer Parteien, die dieses Amt auch schon hatten? Was hatten die SPD-Herren damals unternommen?

    Vergleichen Sie mal den Schadstoffausstoß von Fahrzeugen der aktuellen Generationen mit denen vor Jahrzehnten. Aufgrund des hohen Schadstoffausstosses kann die Luft damals nicht besser gewesen sein. Damals hat man nicht von gesundheitsgefährdenden Dreck gesprochen.