163

Rastanlage Spessart-Süd Entwarnung nach Sprengstoff-Alarm an der A3

Polizei-Großeinsatz in Unterfranken: Bei einer Kontrolle auf der Rastanlage Spessart-Süd an der A3 ist ein sprengstoffverdächtiges Fahrzeug entdeckt worden. Einsatzkräfte riegelten die Raststätte in der Nähe von Aschaffenburg ab. Später gab die Polizei Entwarnung.

Stand: 01.07.2018

Sprengstoffalarm an der Autobahn-Tankstelle bei Weibersbrunn  | Bild: News5

Wegen des Verdachts auf Sprengstoff in einem Auto ist eine Rastanlage auf der Autobahn 3 bei Aschaffenburg am Abend zeitweise gesperrt worden. Gegen 22.15 Uhr gab die Polizeidirektion Unterfranken auf Twitter Entwarnung - es sei kein Sprengstoff gefunden worden. Zuvor war die Rastanlage Spessart-Süd geräumt und das Gebiet weiträumig abgesperrt worden. Ein Insasse des Autos war festgenommen worden, weil gegen ihn ein europäischer Haftbefehl vorliege, wie die Polizei am Abend mitteilte. Bei einer Kontrolle am Sonntagnachmittag hatte die Polizei das Fahrzeug im Bereich der Rastanlage kontrolliert und festgestellt, dass gegen den Insassen der Haftbefehl vorliegt.

Hinweise auf Sprengstoff

"Wir haben dann auch das Fahrzeug genauer unter die Lupe genommen, dabei haben sich Hinweise ergeben, dass sich in dem Fahrzeug möglicherweise Sprengstoff befinden könnte", sagte Polizeioberkommissar Björn Schmitt. Die drei weiteren Insassen aus dem Fahrzeug wurden am Abend ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen. Warum der Festgenommene international gesucht wird, war unklar.

Zwischenzeitlich konnte nicht ausgeschlossen werden, dass auch die A3 gesperrt werden muss. Der Einsatz lief unter Federführung der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg Hösbach. Sie wurden von Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamts und von Kräften der bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Vor Ort waren vorsorglich auch der Rettungsdienst sowie die örtlichen Feuerwehren mit knapp 70 Einsatzkräften.

Weitere Details zu Ermittlungen

Montagfrüh sind weitere Details zu dem Vorfall bekannt geworden. Bei den vier Personen, die von der Polizei in einem Pkw gestoppt wurden, handelt es sich um Iraner. Einer der vier Männer wurde mit einem Europäischen Haftbefehl gesucht – offensichtlich wegen eines "Staatsschutzdeliktes". Um welche Straftat es sich handelt und in welchem Land der Haftbefehl ausgestellt worden war ist derzeit noch nicht bekannt. Angehörige einer Technischen Sondergruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes hatten das Fahrzeug noch auf der Autobahn durchsucht und anschließend Entwarnung gegeben. Sprengstoff wurde von dem Beamten nicht in dem Auto gefunden. Allerdings wurde das Auto zu weiteren, noch genaueren Untersuchung zu einer Polizeidienststelle abgeschleppt .


163