11

Pläne für Pumpspeicherkraftwerk Die Chronik - So entwickelte sich der Protest am Osser

Im Februar 2014 wurden Pläne der Firma Vispiron für ein Pumpspeicherkraftwerk am Berg Osser bei Lam bekannt. Ein Aktionsbündnis kämpfte - mit Erfolg - gegen das Projekt. Die Gegner befürchteten eine Zerstörung der einzigartigen Natur.

Stand: 27.07.2015

  • 20. Februar 2014
    Luftaufnahme des Osser im Bayerischen Wald (Landkreis Cham) | Bild: Claus Wietek / BR

    20. Februar 2014

    Pläne zu Pumpspeicherkraftwerk werden bekannt

    Im Bayerischen Wald wird bekannt, dass die Münchner Firma Vispiron eine Machbarkeitsstudie über ein Pumpspeicherkraftwerk am Osser erstellt. Der Osser ist einer der bekanntesten und schönsten Wanderberge der Region - die Bürger aus der Region sind entsetzt. Gerhard Weiherer, Grünen-Kreisrat im Landkreis Cham, schickt einen Fragenkatalog zu dem Projekt an das Landratsamt Cham, erhält aber keine Antwort: Eine Sprecherin des Landratsamts erklärt, dass man zu dem Projekt noch keinerlei Pläne, Anträge oder andere Unterlagen habe.

  • 26. Februar 2014
    Geplante Speicherseen am Osser (Montage) - unteres Becken mit Bäumen | Bild: Vispiron

    26. Februar 2014

    Vispiron bestätigt Pläne

    Das Technologieunternehmen Vispiron bestätigt, das es im Lamer Winkel im Bayerischen Wald und im oberbayerischen Alpenraum nach geeigneten Standorten für den Bau von Pumpspeicherkraftwerken suche. Es gebe aber noch keine konkrete Entscheidung. Das gibt das Münchner Unternehmen erstmals in einer schriftlichen Pressemitteilung bekannt.

  • 10. März 2014

    10. März 2014

    Widerstand gegen Kraftwerk formiert sich

    Im Landkreis Cham formiert sich der Widerstand der Bürger gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Osser. Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz im Landkreis Cham will ein Aktionsbündnis gründen und holt deswegen alle Gegner des Projekts an einen Tisch. Nach einem ersten Treffen von Bürgern und Vertretern verschiedener Verbände steht fest: Gemeinsam soll ein Aktionsbündnis gegründet werden. Beteiligt sind bisher neben der Kreisgruppe des Bund Naturschutz auch die Kreisgruppe des Landesbunds für Vogelschutz, außerdem Bürger aus der betroffenen Gemeinde Lam und aus dem Landkreis.

  • 18. März 2014

    18. März 2014

    Erstmals werden Details bekannt

    Das Unternehmen Vispiron in München gibt in einem Interview mit dem Bayerischen Rundfunk erstmals konkrete Details zu einem geplanten, aber in der Region umstrittenen Pumpspeicherkraftwerk am Berg Osser im Bayerischen Wald bekannt. Das Projekt werde finanziell auf 30 bis 60 Millionen Euro kommen, sagte Geschäftsführer Amir Roughani, je nachdem in welcher genauen Größe man es am Ende realisiere. Bisher stehe aber laut Roughani noch nicht fest, welche Größe und Leistung es genau haben soll und welchen genauen Standort am Osser man wähle.

  • 20. März 2014
    Der Osser | Bild: BR

    20. März 2014

    Offizielle Gründung des Aktionsbündnisses

    In der Bayerwaldgemeinde Lam gründet sich am 20. März offiziell ein Aktionsbündnis gegen das Kraftwerk. Das Bündnis, bei dem auch die Kreisgruppen des Bund Naturschutz und des Landesbunds für Vogelschutz mitmachen, wählt eine Vorstandschaft.

  • 16. April 2014
    Luftaufnahme des Osser im Bayerischen Wald (Landkreis Cham) | Bild: Claus Wietek / BR

    16. April 2014

    Aktionsbündnis nimmt Arbeit auf

    In rund einem Monat können die Gegner 1.500 Unterschriften sammeln. Ein Flugblatt des Bündnisses zeichnet zum Beispiel den möglichen Standort für das Pumpspeicherkraftwerk ein. Als Hauptgründe, warum sie gegen den Bau des Pumpspeicherkraftwerkes sind nennen sie die Zerstörung der einzigartigen Landschaft und die Geruchsbelästigung durch die Industrieanlage. Die Anlage sei alles andere als ein "idyllischer Teich". Sie fürchten auch, dass das Trinkwasser verunreinigt werden könnte.

  • 21. April 2014
    Protest-Wanderung auf den Osser | Bild: Paul Winterstetter

    21. April 2014

    Protestwanderung auf den Osser

    Mehr als 120 Menschen protestieren und wandern an Ostern 2014 gemeinsam auf den Osser. Die Gegner des dort geplanten Pumpspeicherkraftwerks hatten dazu aufgerufen. Das Aktionsbündnis nutzte die Wanderung, um seine Argumente gegen das Projekt direkt in der betroffenen Landschaft aufzuzeigen. So gehöre der Berg nicht nur zu den offiziell 100 schönsten Geotopen in Bayern, sondern sei auch Landschaftsschutzgebiet, teils FFH-Gebiet und Refugium für seltene Tierarten, zum Beispiel Auerhuhn, Bergpieper oder Wanderfalken.

  • 5. Mai 2014

    5. Mai 2014

    Zwischenbilanz der Unterschriftenaktion

    Mehr als 4.000 Unterschriften hat das Aktionsbündnis gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk auf dem Osser im Bayerischen Wald bisher gesammelt. Diese Zwischenbilanz gab ein Sprecher der Initiative bekannt. Das Bündnis will weitersammeln. Pläne, die Unterschriftenlisten nur bis Anfang Mai auszulegen, hat man wieder begraben. Das Bündnis hofft außerdem auf Informationen durch die Betreiberfirma. Bisher seien noch immer keine konkreten Pläne bei den Behörden eingereicht worden.

  • 14. Mai 2014
    Hubert Weiger am Rednerpult bei Landesversammmlung Bund Naturschutz | Bild: Bayerischer Rundfunk

    14. Mai 2014

    Bund Naturschutz-Vorsitzender kündigt Widerstand an

    Der Vorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern Hubert Weiger kündigt "geballten Widerstand" aus der Region und durch den Bund Naturschutz gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk an. "Der sogenannte Investor wird sich warm anziehen müssen", sagt Weiger am Rand einer Naturschutzveranstaltung in Cham. Ein Pumpspeicherkraftwerk würde hier irreparable ökologische Schäden anrichten. Auch Gründe des Trinkwasserschutzes sprechen gegen das Projekt, so Weiger, und die Region Lam sei nicht nur ein Erholungsgebiet, sondern auch eine Region, die sich für den sanften Tourismus entschieden habe.

  • 22. Mai 2014
    Unterschriften-Übergabe in Regensburg | Bild: Thomas Muggenthaler/BR

    22. Mai 2014

    Diözese bekommt Protestunterschriften

    Drei Vertreter des Aktionsbündnisses übergeben Generalvikar Michael Fuchs Ende Mai 5.500 Unterschriften. Die Diözese ist am Osser eine wichtiger Grundstückseigentümer - ohne die Grundstücke der Kirche kann nicht gebaut werden.

  • 2. Juni 2014

    2. Juni 2014

    Regierung will Raumordnungsverfahren

    Die Regierung der Oberpfalz will für ein geplantes Pumpspeicherkraftwerk am Osser im Bayerischen Wald ein Raumordnungsverfahren einleiten. Der beabsichtigte Bau des Kraftwerks "in einem sehr sensiblen Bereich" stelle eine überörtlich bedeutsame Maßnahme dar, teilt die Regierung mit. Konkret wird sich die Regierung der Oberpfalz allerdings erst dann entscheiden, wenn die Betreiberfirma alle notwendigen Projektunterlagen vollständig eingereicht hat.

  • 7. Juni 2014
    Geplante Speicherseen am Osser (Montage) | Bild: Vispiron

    7. Juni 2014

    Firma Vispiron bemüht sich Bedenken zu zerstreuen

    Erstmals hat die Firma Vispiron über ihre Pläne informiert, am Osser ein Pumpspeicherkraftwerk zu bauen. Rund 400 Menschen kamen zu der Veranstaltung in Lam - darunter nicht nur Gegner des Projekts. Vispiron bemühte sich Bedenken zu zerstreuen. Es sei kleiner als bisherige Pumpspeicherkraftwerke und vor allem auch naturverträglich gestaltet, versprachen die Geschäftsführer von Vispiron am Samstag (07.06.14) in Lam.

  • 13. Juni 2014
    Der Osser | Bild: BR / Matthias Eggert

    13. Juni 2014

    Aktionsbündnis kritisiert Vispriron-Infoveranstaltung

    Fast eine Woche danach kritisiert das Aktionsbündnis gegen das Pumpspeicherkraftwerk am Osser die Infoveranstaltung des Investors Vispiron scharf. Dort habe Vispiron mit Fotomontagen und schönen Worten das Projekt verharmlost, so das Aktionsbündnis. Vieles sei bei der Veranstaltung verschwiegen worden, zum Beispiel die Frage, wohin die großen Mengen an Abraum (Erdmasse) kommen sollen, die beim Bau der kilometerlangen Rohrleitung anfallen. Auch der Begriff "Sprengen" sei sorgsam vermieden worden.

  • 2. Juli 2014
    Erwin Molzan (li.), der Vorsitzende des Aktionsbündnisses gegen das Kraftwerk am Osser und Axel Bartelt, Regierungspräsident der Oberpfalz | Bild: Stefan Schaumeier / BR

    2. Juli 2014

    Aktionsbündnis übergibt Unterschriften an Bartelt

    Das Aktionsbündnis gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Osser hat am Mittwoch (02.07.14) in Regensburg ihre bisher gesammelten Unterschriften gegen das Projekt an Regierungspräsident Axel Bartelt übergeben. Rund 6.700 Menschen aus der Region unterschrieben bereits.Der Regierungspräsident der Oberpfalz, Axel Bartelt, sicherte zu, dass man die Unterschriften berücksichtigen werde. Er gab aber auch zu bedenken: "Die Energiewende wird es nicht zum Nulltarif geben."

  • 20. August 2014
    Der am 20. 08.14 gegründete Beirat für das Projekt Pumpspeicherkraftwerk am Osser: Ganz links zu sehen ist Vispiron-Geschäftsführer Amir Roughani (3. von links). Rechts neben Roughani der Beiratsvorsitzende Thomas Zitzl und rechts neben Zitzl der Schirmherr, der Ex-MdB Axel Berg, der auch im Beirat von Vispiron in München sitzt. | Bild: Renate Rossberger / BR

    20. August 2014

    Beirat und Internetseite für mehr Transparenz

    Auf Initiative des Unternehmens Vispiron ist ein sogenannter Beirat für das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Osser gegründet worden. Auch eine Internetseite über das Projekt geht online. Mit der Seite www.pumpspeicherkraftwerk-lam.de sollen sich Bürger über die Hintergründe und den aktuellen Stand der Pläne für das Pumpspeicherkraftwerk am Osser bei Lam informieren können. Die Seite solle ständig auf dem neuesten Stand sein, sagte Vispiron-Geschäftsführer Amir Roughani am Mittwoch (20.08.14) in Lam. Der Beirat soll mehr Transparenz und einen Dialog mit den Bürgern in die Debatte bringen.

  • 21. August 2014
    Axel Bartelt | Bild: picture-alliance/dpa

    21. August 2014

    Raumordnungsverfahren soll bis Mitte 2015 beendet sein

    Bis spätestens Mitte 2015 solle das Raumordnungsverfahren zu dem geplanten Pumpspeicherkraftwerk am Berg Osser abgeschlossen sein, sagte Regierungspräsident Axel Bartelt am Donnerstag (21.08.14) in Regensburg. Dann steht fest, ob das Vorhaben tatsächlich realisiert werden kann. Das Raumordnungsverfahren soll demnächst beginnen. "Wir werden dieses Raumordnungsverfahren sehr sorgfältig, aber auch zügig durchführen. Wir werden alle Belange berücksichtigen, die die Bürger vortragen", sagte Bartelt.

  • 22. August 2014

    22. August 2014

    Aktionsbündnis boykottiert Beirat

    Im Streit um das Pumpspeicherkraftwerk will das Aktionsbündnis den neuen Beirat boykottieren. "Wir sind gegen das Projekt und zwar nach wie vor in jeder Form", sagt Vorsitzender Molzan. Der Beirat habe laut Satzung die Aufgabe, das Unternehmen Vispiron beim Bau und Betrieb des Pumpspeicherkraftwerks beratend zu begleiten, sagte Erwin Molzan, der Vorsitzende des Aktionsbündnisses am Donnerstag (21.08.14). Diese Aufgabe könne das Aktionsbündnis nicht erfüllen. Man halte den Beirat für ein "Instrument, das die Bevölkerung umstimmen soll und bei so etwas sind wir nicht dabei".

  • 24. August 2014

    24. August 2014

    "Pumpspeicherkraftwerke nicht mehr nötig"

    Das Aktionsbündnis hat am Sonntag (24.08.14) den Gemeinderat informiert. Pumpspeicherkraftwerke seien für die Energiewende überhaupt nicht mehr nötig, es werde bald bessere Technologien geben, so die Kritiker. Ein Betriebswirt rechnete vor, dass wegen der Firmenstruktur von Vispiron seiner Meinung nach nicht hunderttausende Euro Gewerbesteuer fließen würden, sondern höchstens 2.000 Euro im Jahr. Jetzt will man Vispiron um Antworten bitten, aber auch unabhängige Experten dazu befragen.

  • 25. August 2014

    25. August 2014

    Vispiron: Pumpspeicherkraftwerk wird für 100 Jahre gebaut

    Vispiron hat auf die Vorwürfe prompt geantwortet und alles zurückgewiesen. Geschäftsführer Amir Roughani sagte klar, es bleibe bei den Gewerbesteuersummen, die er versprochen habe. Auch den Vorwurf, schnelles Geld machen zu wollen, weist er zurück: Man wolle das Kraftwerk für eine Lebensdauer von 100 Jahren bauen, so Roughani. Ausgedient hat seiner Meinung nach das Pumpspeicherkraftwerk noch lange nicht: Die Speicherung auf diese Art sei nach wie vor sinnvoll, Batteriespeicher noch lange nicht ausgereift.

  • 6. September 2014
    Wirtschaftsministerin Ilse Aigner im Juni 2014 | Bild: picture-alliance/dpa

    6. September 2014

    Ilse Aigner findet deutliche Worte

    Das Bayerische Wirtschaftsministerium erklärt Pläne für das Pumpspeicherkraftwerk am oberbayerischen Jochberg für beendet. Damit nicht genug: Wirtschaftsministerin Ilse Aigner wendet sich in einem Zeitungsinterview deutlich gegen Pumpspeicherkraftwerke im Allgemeinen: "Die Frage nach einem Neubau von Pumpspeicherkraftwerken stellt sich in Bayern und eigentlich in ganz Deutschland derzeit nicht. Es gibt dafür einfach kein Geschäftsmodell."

  • 14. Oktober 2014
    Der Vorsitzende der Freien Wähler Hubert Aiwanger neben dem wackelnden Parteilogo  | Bild: picture-alliance/dpa; BR

    14. Oktober 2014

    Freie Wähler gegen Pumpspeicher

    Die Landtagsfraktion der Freien Wähler ist gegen das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Osser in Lam (Lkr. Cham). Das "Matterhorn" des Bayerischen Waldes solle nicht dafür geopfert werden. Die Technik der Pumpspeicher konkurriere mit vielen anderen Speichertechniken, die sich teilweise noch in der Entwicklungsphase befänden, sagte Karl Vetter, der Chamer Landtagsabgeordnete der Freien Wähler im BR-Interview. "Kein Mensch weiß, wie hier in 10, 20, 30 Jahren der Markt ausschaut". Es sei unverantwortlich, dafür den Osser zu opfern.

  • 27. November 2014
    Ilse Aigner | Bild: picture-alliance/dpa

    27. November 2014

    Aktionsbündnis übergibt Unterschriften an Aigner

    Aigner wurden bei einem Gesprächstermin am Donnerstag (27.11.14) im Bayerischen Landtag fast 8.000 Unterschriften aus der Region gegen das Projekt überreicht, wie das Aktionsbündnis mitteilte. Die Ministerin habe sich rund eine Stunde Zeit genommen, um die Sorgen und Bedenken der Projektgegner anzuhören. Der Schutz der Natur und die Bewahrung des Ossers als beliebter Wanderberg wurden besprochen. Außerdem ging es um die Ängste der direkten Anwohner, in deren Nähe das Unterbecken gebaut werden würde. "Des is scho gscheid nah dran", habe Aigner entsprechende Fotos kommentiert.

  • 3. Februar 2015
    Am Osser eher nicht - das hier ist der Walchensee, ein See mit Kraftwerk | Bild: Bayerischer Rundfunk

    3. Februar 2015

    Gegner und Befürworter werten Energiedialog als Erfolg

    Das Ergebnis des Energiedialogs ist da - doch Gegner und Befürworter legen die Ergebnisse völlig unterschiedlich aus. Das Aktionsbündnis gegen das geplante Pumpspeicherwerk und Wirtschaftsministerin Ilse Aigner sehen sich bestätigt: Ihrer Meinung nach seien Pumpspeicher nicht wirtschaftlich zu betreiben. Die Befürworter sagen hingegen: Pumpspeicher seien von allen derzeit verfügbaren Stromspeichern die günstigste Lösung und die einzige Möglichkeit, bereits heute bedeutende Strommengen im Gigawattstunden-Bereich zu speichern.

  • 3. Juni 2015

    3. Juni 2015

    Termin für Bürgerentscheid steht fest

    In Lam findet am 26. Juli ein Bürgerentscheid zum umstrittenen Pumpspeicherkraftwerk am Osser, dem Lamer Hausberg, statt. Das hat der Gemeinderat entschieden, der damit die Stimmungslage in der Bevölkerung ausloten will.

  • 16. Juni 2015
    Geplante Speicherseen am Osser (Montage) - unteres Becken mit Bäumen | Bild: Vispiron

    16. Juni 2015

    Gute Wirtschaftlichkeit für Pumpspeicherkraftwerk bescheinigt

    Das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Osser würde der Gemeinde Lam (Lkr. Cham) im Schnitt 1,15 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen im Jahr bringen. Das hat das Wirtschaftsprüfungsinstitut PwC berechnet. Demnach bescheinigt das Wirtschaftsprüfungsinstitut dem Pumpspeicherkraftwerk eine gute Wirtschaftlichkeit, eine Rendite von 13 Prozent und für die Gemeinde Lam insgesamt über 34 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen für den Zeitraum von 30 Jahren. Außerdem entstehen sieben Arbeitsplätze, sechs davon in Lam direkt.

  • 17. Juli 2015

    17. Juli 2015

    Raumordnungsverfahren beginnt

    Bei der Regierung der Oberpfalz hat das Raumordnungsverfahren für das Pumpspeicherkraftwerk am Osser begonnen. Das Verfahren endet mit einer "landesplanerischen Beurteilung", die jedoch noch keine Genehmigung darstellt.

  • 26. Juli 2015
    Kontroverse um geplantes Pumpspeicherkraftwerk auf dem Osser bei Lam | Bild: Renate rossberger/BR; Montage: BR

    26. Juli 2015

    Der Bürgerentscheid

    Klares Votum beim Bürgerentscheid: 85 Prozent der Bevölkerung sind gegen den Bau des Pumpspeichers. Die katholische Kirche als Grundstückseigentümer am Osser kündigt daraufhin an, keine Flächen für den Bau eines solchen Speichers zur Verfügung zu stellen.

  • 27. Juli 2015

    27. Juli 2015

    Investor prüft neue Standorte

    Nach dem Bürgervotum gegen ein geplantes Pumpspeicherwerk im Bayerischen Wald will der Investor Vispiron aus München andere Standorte für ein solches Projekt prüfen. Ungeachtet des klaren Ausgangs beim Bürgerentscheid will das Unternehmen aber dennoch das Raumordnungsverfahren für das Pumpspeicherkraftwerk am Osser weiter laufen lassen und abschließen.

  • 13. August 2015
    Regierung der Oberpfalz  | Bild: picture-alliance/dpa

    13. August 2015

    Regierung stellt Raumordnungsverfahren ein

    Die Gegner des geplanten Pumpspeicherkraftwerks haben endgültig gewonnen: Die Regierung der Oberpfalz stellt das Raumordnungsverfahren ein. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Durchführung eines solchen Verfahrens seien nicht mehr gegeben, teilt die Regierung der Oberpfalz mit.


11