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Parteitag in Nürnberg Söder will "mit ganzer Leidenschaft" für Bayern kämpfen

Mit einer umjubelten Rede hat Markus Söder die CSU auf den Landtagswahlkampf 2018 eingeschworen. Er wolle "mit ganzer Kraft, mit ganzer Leidenschaft" für Bayern kämpfen. Fast einstimmig wählten ihn die Delegierten zum Spitzenkandidaten der CSU.

Von: Eva Huber und Stanislaus Kossakowski

Stand: 16.12.2017

ARCHIV - 16.12.2017, Bayern, Nürnberg:  Der damalige  bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) spricht beim CSU-Parteitag. Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Daniel Karmann

Unter tosendem Applaus ist Markus Söder auf dem CSU-Parteitag in Nürnberg zum Spitzenkandidaten für die bayerische Landtagswahl 2018 gekürt worden. Der Wahlleiter, Innenminister Joachim Herrmann, stellte eine "überwiegende Mehrheit bei ganz wenigen Gegenstimmen" fest. Anders als CSU-Chef Horst Seehofer und die stellvertretenden Parteivorsitzenden, die in geheimer Abstimmung gewählt worden waren, wurde Söder durch Akklamation mit Handzeichen bestimmt.

Söder war der einzige Bewerber für die Spitzenkandidatur. Vor anderthalb Wochen hatte die CSU-Landtagsfraktion ihn bereits einstimmig als ihren Wunschkandidaten für die Landtagswahl bestimmt. Auf dem Parteitag schlug Parteichef Seehofer den Delegierten Söder als Spitzenkandidaten vor.

Söder macht Partei Mut

In seiner Bewerbungsrede schwor Söder die Partei auf einen harten Wahlkampf ein. Die CSU müsse prägende Partei in Bayern bleiben, forderte er. Mit Blick auf die AfD machte er seiner Partei Mut: "Es gibt keinen Anlass, an uns zu zweifeln, aber auch keinen, blauäugig zu sein", sagte er und fügte eine Kampfansage hinzu: "Wer glaubt, wir geben auf, wir haben Angst, der wird sich täuschen. Die CSU wird kämpfen.“

"Mit ganzer Kraft"

Söder kündigte an, er werde die Aufgabe mit Mut und Demut angehen: Er könne für die Landtagswahl keine Prozentzahl versprechen. "Aber eins kann ich Euch versprechen: Ich werde mich mit ganzer Kraft, mit ganzer Leidenschaft für dieses Land und die CSU einsetzen.“

Breites Spektrum von CSU-Themen

Der designierte Ministerpräsident, der Seehofer im Frühjahr ablösen soll, ging ausführlich auf soziale Fragen ein und betonte die zentrale Bedeutung des Themas Pflege für die kommende Landtagswahl. In der Pflege seien Menschenwürde und christliche Nächstenliebe besonders wichtig. Auch dafür müsse in der Palliativmedizin und in der Sterbebegleitung Geld da sein.

In seiner Reede sprach er ein breites Spektrum von CSU-Themen an: von der Flüchtlingspolitik über die Leitkultur und die innere Sicherheit bis hin zum ländlichen Raum und Innovationen in der Wirtschaft. Söder hob zudem die Wirtschaftskraft Bayerns im Bund hervor. Der Freistaat sei das "Leistungsherz Deutschlands".


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Maria , Sonntag, 17.Dezember, 11:55 Uhr

20. Söder will "mit ganzer Leidenschaft" für Bayern kämpfen

Für sein Gehalt und später für seine Pension würde ich auch kämpfen, egal für was, egal gegen was.

  • Antwort von Truderinger, Sonntag, 17.Dezember, 12:09 Uhr

    Na dann suchen sie sich was Vernünftiges und tun es!

  • Antwort von Maria , Sonntag, 17.Dezember, 12:39 Uhr

    In der noch jungen aufstrebenden rechtskonservativen Partei AfD kann man als junger engagierter Mensch noch Karriere mit viel Geld machen. Die AfD wächst und so gibt es in der AfD ständig neue lukrative Posten zu vergeben.

mac, Sonntag, 17.Dezember, 09:35 Uhr

19. söder u. seehofer

Ich bin froh daß ich in Bayern daheim bin da bewegt sich halt was !

  • Antwort von Leonia, Sonntag, 17.Dezember, 09:56 Uhr

    Klar, Söder stellt Seehofer erst mal ein Bein, dass der auf die Fr . . . fällt, hinterher geben sie sich publikumswirksam wieder die Hände und tun so, als ob sie vor Harmonie besoffen wären. Ehrlich gesagt kann man auf diesen Intrigantenstadl eigentlich gut verzichten.
    Was sich hier sonst noch bewegt in Bayern, das bewegt sich nicht aufgrund der Politik, sondern trotz der Politik.

Barbara, Samstag, 16.Dezember, 21:35 Uhr

18. Was waren das noch Zeiten, als Kurfürst Maximilian in Bayern regierte!

Viele bedeutende Bauten und Denkmäler in München und im Dom erinnern noch an diesen großartigen Regenten!

  • Antwort von Cosi , Samstag, 16.Dezember, 22:44 Uhr

    Der Kurfürst war ein harter Haken.Der hat die Hexenverbrennung forciert und hat das Mitbestimmungsrecht der Stände ausgehebelt und
    war 2 x verheitatet
    Na wirklich nicht,den wünsche ich mir nicht.Da sind Söder und Seehofer 1000 mal lieber.

  • Antwort von Hias Graxler, Samstag, 16.Dezember, 23:11 Uhr

    2 x verheiratet? Das hat doch in der CSU Tradition. Mit Moral und Anstand hat man gerade in der CSU nicht mehr viel am Hut.

charivari, Samstag, 16.Dezember, 21:13 Uhr

17.

Armes Bayern!

Evergreen, Samstag, 16.Dezember, 19:05 Uhr

16. Soeder wird allenfalls mit aller Kraft fuer seine Beamten kaempfen

und dabei macht er auch noch Fehler.
Herr Soeder verkuendete am Anfang des Dieselskandals , er werde VW verklagen, da die VW Aktien die er als Finanzminister fuer die Versorgung seiner Beamten haelt wegen des Skandals gefallen sind.
Seine Nachricht hat dazu gefuehrt, dass die Aktie dann gleich nochmal Wert verloren hat.
Damals hab ich angefangen an den Faehigkeiten des Herrn Soeder zu zweifeln.
Er haette wissen muessen, dass nach seine oeffentlichen Aussage die Aktie gleich nochweiter fallen wird.
Das er VW verklagen will haette er nie oeffentlich verkuenden duerfen. Wenn, dann haette er das so unauffaellig wie moeglich
machen muessen.
Das war eine dilattantische Aktion, die weder den Interesse seiner Beamten, noch den wirtschaflichen Interesse des Landes Bayern diehnte.
Hat er vergessen das VW mit seiner Marke Audi auch in Bayern beheimatet ist.

  • Antwort von Münchner, Samstag, 16.Dezember, 20:30 Uhr

    @ Söder müsste doch eigentlich den Herrn Dobrindt verklagen. Ein Mitverantwortlicher für den Dieselskandal.

  • Antwort von Fraglich, Samstag, 16.Dezember, 20:47 Uhr

    Soll jetzt Söder sprich ein Politiker den VW Börsenkurs "schützen"? und schau dir mal den aktuellen VW Kurs an, dann erübrigt sich ihr dilettantischer Kommentar!

  • Antwort von Jo Diesel, Samstag, 16.Dezember, 20:58 Uhr

    Die CSU könnte mal dafür sorgen, dass die Dieselbesitzer eine ordentlich Entschädigung bekommen.
    Aber leider werden die Dieselbesitzer auf tausende von € Verluste sitzen bleiben. Danke Herr Dobrindt. Sie sind der Größte.