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Technologie Selbstfahrende Autos: Warum Sie auch in Zukunft noch ein guter Fahrer sein müssen

Auch im Zeitalter von selbstfahrenden Autos muss man noch Autofahren können – und sogar möglicherweise sogar besser als bisher. Doch wie kann man verhindern, dass die Fahrfähigkeiten verkümmern?

Von: Christian Schiffer

Stand: 18.06.2018

Fahrer ohne Hände am Lenkrad | Bild: picture-alliance/dpa

Es klingt wie ein Traum: Füße hochlegen, auf dem Handy Candy Crush starten und sich von seinem Roboter-Auto schön entspannt in den Adria-Urlaub kutschieren lassen. In der Tat macht die Technologie rasante Fortschritte, in vielen Ländern werden selbstfahrende Autos bereits getestet. Der Grad der Fahr-Autonomie wird dabei in fünf Stufen eingeteilt: Autos auf Stufe 1 können mit ein bisschen Fahrassistenz dienen, Fahrzeuge auf Stufe 5 wären demnach völlig autonom unterwegs.

Der Fahrer muss trotzdem immer mal wieder ran

Viel spricht dafür, dass wir auf unseren Straßen erst einmal nur selbstfahrende Autos der Stufen zwei oder drei fahren werden, sprich: Autos, die sich weitgehend autonom durch den Verkehr bewegen und bei denen der Fahrer auch schon die Hände vom Lenkrad nehmen darf. Allerdings wird der Fahrer hier trotzdem immer wieder mal selbst ranmüssen, etwa wenn die Witterungsverhältnisse so schlecht sind, dass die Sensoren ein autonomes Fahren nicht mehr ermöglichen.  Und hier fangen die Probleme dann an.

Fahrtüchtigkeit zwingend notwendig

Denn Wissenschaftler an der Uni Salzburg gehen davon aus, dass sich die Fahrfähigkeiten von Autofahrern verschlechtern werden, weil sie zu selten trainiert werden. Menschen, die lange kein Auto gesteuert haben und sich dann plötzlich durch den Stadtverkehr schlängeln müssen, dürften dieses Phänomen kennen. Und die Forscher gehen sogar noch weiter: In einer Welt, in der Autos meistens von alleine fahren, aber eben nicht immer, muss die Fahrtüchtigkeit sogar höher sein, als heute.

Üben, üben, üben

Um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen, machen die Wissenschaftler einige Vorschläge und orientieren sich dabei am Flugverkehr. Auch hier übernimmt der Autopilot einen Großteil der Arbeit, dennoch müssen Piloten regelmäßig ihr Flugkönnen testen und eine gewisse Anzahl an Meilen manuell fliegen. Die Forscher könnten sich vorstellen, dass analog dazu auch Autofahrer dazu motiviert werden, immer wieder Nachtfahrten und Regenfahrten zu trainieren.

Fahrlehrer werden nicht arbeitslos

Ebenso schlagen die Forscher vor, die Situation, bei der der Fahrer das Steuer übernehmen muss, gezielt zu trainieren. Fahrlehrer dürfte also wohl auch noch im Zeitalter der selbsfahrenden Autos genügend zu tun bekommen.


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