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Nach sexuellem Missbrauch Missbrauchs-Urteil gegen Linus Förster rechtskräftig

Das Urteil gegen den früheren Augsburger SPD-Landtagsabgeordneten Linus Förster ist rechtskräftig. Der frühere Politiker hatte zugegeben, sich an zwei Frauen vergangen zu haben. Von zwei Freundinnen und einer Prostituierten hatte er zudem heimlich Sex-Videoaufnahmen gemacht. Auf seinen Computern fand die Polizei hunderte von Kinderpornos.

Stand: 19.12.2017

ARCHIV - Der Angeklagte Linus Förster (l) steht am 18.09.2017 im Landgericht Augsburg (Bayern) neben seinem Verteidiger Walter Rubach. Der ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete soll nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehrfach schlafende Frauen missbraucht und dabei teilweise auch heimlich Videoaufnahmen gemacht haben. Förster hatte wegen der Vorwürfe zum Jahresende 2016 sein Landtagsmandat aufgegeben, außerdem war er aus der SPD ausgetreten. Der Prozess wird am 28.09.2017 fortgesetzt. Foto: Stefan Puchner/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Bild: dpa-Bildfunk/Stefan Puchner

Zunächst hatten Försters Verteidiger wie auch die Staatsanwaltschaft Revision beantragt. Inzwischen haben sie aber ihre Anträge zurückgenommen, teilte ein Sprecher des Landgerichts Augsburg mit. Der 52-jährige Förster war Ende September von dem Gericht zu drei Jahren und zehn Monaten Gefängnis verurteilt worden - wegen sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen, heimlicher Sex-Aufnahmen und wegen Kinderporno-Besitzes.

Förster legte Mandat nieder

Förster war wegen der Vorwürfe seit Ende 2016 in Untersuchungshaft. Als die Affäre um illegale Sex-Aufnahmen bekannt wurde und sich ausweitete, legte Förster sein Landtagsmandat nieder und trat aus der SPD aus. Er saß seit 2003 als Augsburger Abgeordneter im Maximilianeum.


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