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Vergleich vor Arbeitsgericht Augsburg Mobbingvorwurf in Großbäckerei: Geschäftsführung muss handeln

In den Gersthofer Backbetrieben - und damit bei Lechbäck - sollen vor allem ältere Mitarbeiter gemobbt worden sein, weshalb die Gewerkschaft NGG geklagt hat. Jetzt muss die Geschäftsführung die Probleme angehen - und die Personalchefin schulen.

Von: Barbara Leinfelder

Stand: 20.07.2018

Der Bäckerladen der Firma Lechbäck in Augsburg | Bild: BR/Barbara Leinfelder

Das Augsburger Arbeitsgericht hat heute (20.7.) in seiner Verhandlung den Gersthofer Backbetrieben und der klagenden Gewerkschaft NGG einen Vergleichsvorschlag gemacht, der auch angenommen worden ist. Demnach müssen sich nun Vertreter der Geschäftsführung und des Betriebsrates binnen zwei Monaten zusammensetzen und versuchen, die Probleme abzustellen. Die Waren der Gersthofer Backbetriebe werden von den Lechbäck-Filialen vertrieben.

Mobbing ging laut Gewerkschaft vor allem von einer Führungskraft aus

Viele ältere Mitarbeiter hätten über einen überaus harschen Ton im Umgang geklagt, dabei habe es vor allem Probleme mit einer Führungskraft gegeben. Diese soll nun, nach der Vorgabe des Richters, einen Fortbildungskurs in Sachen Personalführung belegen. Für die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten ist das ein guter Kompromiss, so ein Sprecher zum BR.

Schlichtungsstelle kann Mobbing-Vorwürfe überprüfen

Sollten die Gespräche allerdings ergebnislos bleiben, muss nach Maßgabe des Gerichts ab 1. Oktober eine Schlichtungsstelle eingerichtet werden. Diese prüft dann, wie hoch die Belastung und psychische Gefährdung für die Mitarbeiter ist.


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