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Wegbereiter für autonome Elektrobusse Laserscan-Auto kartiert das Oberallgäu

Ausgerüstet mit Kameras auf dem Dach rollt heute ein Laserscan-Fahrzeug durch Oberstdorf und Bad Hindelang. Hintergrund ist ein Modellprojekt, mit dem die Dieselbusse in den Hochgebirgstälern eines Tages durch autonom fahrende Elektrobusse ersetzt werden könnten.

Stand: 24.04.2018

Das Laserscan-Fahrzeug erfasst und kartiert mit vier Kameras auf dem Dach die Umgebung.  | Bild: 3D-Mapping

Autos, in denen der Fahrer die Hände vom Lenkrad lassen kann, Busse, die ganz ohne Busfahrer unterwegs sind – das könnte es bald auch im Oberallgäu geben. In Oberstdorf und Bad Hindelang sind autonome Elektrobusse für einzelne Strecken im Gespräch. Zur Vorbereitung des Projekts ist heute zwischen 11 und 16 Uhr ein Laserscan-Fahrzeug unterwegs, um die Umgebung zu kartieren.

Die Vision: autonom fahrende Busse

Die Strecke zwischen der Fellhornbahn und Birgsau in Oberstdorf zum Beispiel ist aus Naturschutzgründen für den Verkehr gesperrt, nur ein Bus bringt Ausflügler zu den Ausgangspunkten für ihre Wanderungen.

Das sei ein ideales Testfeld für selbstfahrende Fahrzeuge, sagt der Oberallgäuer Klimaschutzbeauftragte Simon Steuer. Denn den nur 15 Stundenkilometer schnellen autonom fahrenden Bussen würde nur Verkehr mit Sondergenehmigung in die Quere kommen, gleichzeitig wäre ein eng getakteter Fahrplan ohne Lärm- und Abgasprobleme möglich.

Laserscan kartiert zwei Strecken

Die Kartierung mit dem Laserscan-Fahrzeug soll jetzt zeigen, wie diese und eine weitere Strecke in Bad Hindelang genau aussehen könnten. Steuer hofft, dass Firmen, die autonome Elektro-Busse herstellen, sie dann als Testfeld nutzen wollen.


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Wolfgang, Dienstag, 24.April, 23:01 Uhr

1. Völliger Unsinn!

1. Die Verkehrsbelastung in den Tälern ist gering, die Abgasbelastung durch kleine Dieselbusse ist dort vernachlässigbar.

2. An den Winter denken, Heizungsbedarf kostet viel elektrische Batteriearbeit! Höheres Batteriegewicht der EL-Busse führt zum Bedarf an Alrad- oder Dreiachstechnik um bei Schneelagen noch fahren zu können oder vor jedem Bus mit 5 Fahrgästen muß ein 7,5t-Diesel-LKW räumen...

3. Battereitraktion taugt nichts fürs Gebirge, ob preussische Akkutriebwagen oder zuletzt ETA515, auf Schienen nur auf fast ebenen Strecken wie Lahntal, Ulm-Donauwörth usw.

4. Gut funktioniert das auf dem Königsse, der ist aber wunderbar wie mit der Wasserwage geebnet, ganz ohne Steigungen....

( Genial zur Gründerzeit um 1900, das Kraftwerk versorgte tags die Bahn Salzburg-Schöna, nachts wurden mit dem Strom die Bootsakkus geladen... )