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Schädling vermehrt sich explosionsartig Kirschessigfliege zum ersten Mal im Unterallgäu entdeckt

Die Kirschessigfliege ist nun auch an einigen Stellen im Landkreis Unterallgäu zum ersten Mal entdeckt worden. Der Schädling aus Ostasien befällt Beeren, Trauben und Zwetschgen und kann sich explosionsartig vermehren.

Von: Viktoria Wagensommer

Stand: 05.09.2016

Kirschessigfliege im Unterallgäu entdeckt | Bild: picture-alliance/dpa

Markus Orf, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege im Unterallgäu, rät, betroffene Früchte sofort zu entfernen.

"Typisch für einen Befall ist eine tropfende Frucht, die nach Most riecht und einfällt. Befallenes Obst darf nicht kompostiert oder über die Restmüll- oder Biotonne entsorgt werden, denn dort können sich Eier und Maden ungestört weiterentwickeln."

Markus Orf.

Kein zugelassenes Pflanzenschutzmittel

Um die Eier und Maden abzutöten, empfiehlt er, befallene Früchte in einen luftdichten Behälter oder in eine Tüte zu geben und mehrere Tage in die Sonne zu legen. Alternativ könne man das Obst mit kochendem Wasser überbrühen oder mehrere Stunden in reichlich Wasser mit etwas Spülmittel stehen lassen.

Ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel gegen den Schädling für den Haus- und Kleingarten gibt es nach Angaben des Experten nicht. Vorbeugen könne man, indem man reifes Obst inklusive der beschädigten Früchte zügig aberntet. Außerdem empfiehlt Orf, dichte Baumkronen und Sträucher auszulichten. Das sorge für eine gute Durchlüftung und könne dem Schädling ebenfalls vorbeugen.

Seit 2014 vermehrt in Süddeutschland

Die Kirschessigfliege stammt aus Ostasien und tritt nach Angaben der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau seit 2014 vermehrt in Süddeutschland und unter anderem im Landkreis Lindau auf. Der Schädling ähnelt den heimischen Frucht- oder Essigfliegen. Anders als die heimischen Arten legt die Kirschessigfliege ihre Eier jedoch nicht nur in überreife und verletzte Früchte, sondern befällt bereits reifendes und gesundes Obst.


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