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Abschiebebescheid Afrikaner demonstrieren vor Donauwörther Bahnhof wegen Ausreise

Etwa 150 Flüchtlinge aus Gambia demonstrieren vor dem Donauwörther Bahnhof. Nachdem viele von ihnen einen Abschiebebescheid bekommen haben, wollen sie nicht auf ein offizielles Flugticket warten, sondern eigenständig mit dem Zug nach Italien fahren.

Stand: 12.02.2018

Polizei und Flüchtlinge am Bahnhof Donauwörth | Bild: pa/dpa/Stefan Puchner

Über 100 gambische Staatsangehörige aus der Donauwörther Erstaufnahme haben sich am Nachmittag im Donauwörther Bahnhof versammelt. Die Stimmung sei anfangs etwas hitzig gewesen, so die Polizei. Daher habe man den Bahnhof sicherheitshalber sperren lassen. Inzwischen habe sich die Lage jedoch beruhigt und die Züge fahren wieder in Schrittgeschwindigkeit durch den Bahnhof. Die Afrikaner sind noch vor Ort.

Abschiebung droht - Menschen wollen selbständig handeln

Laut Polizei haben viele der Gambier in den vergangenen Tagen ihren Abschiebebescheid bekommen. Das heißt, sie müssen zurück nach Italien, wo sie zuerst registriert wurden. Die Flüchtlinge wollen aber nicht abwarten, bis sie auf offiziellem Weg ein Flugticket bekommen, sondern eigenständig mit dem Zug nach Italien fahren. Dies wurde unterbunden.

Regierung von Schwaben will Lösung finden

In den nächsten Tagen will die Regierung von Schwaben versuchen, eine Lösung für das Problem zu finden. Ein Mitarbeiter der Regierung befindet sich ebenfalls vor Ort am Donauwörther Bahnhof. In den letzten Monaten hätte es immer wieder Probleme mit dieser Gruppe der Asylbewerber in Donauwörth gegeben, so die Polizei. Die Afrikaner hätten sie sich vermehrt am Bahnhof aufgehalten, Alkohol konsumiert und zum Teil auch Frauen anzüglich angesprochen.


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