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Verdacht auf Nähe zu Reichsbürgern Ermittlungen gegen Bolsterlanger Bürgermeisterin sind abgeschlossen

Die Ermittlungen der Landesanwaltschaft gegen die Bolsterlanger Bürgermeisterin Monika Zeller sind abgeschlossen. Noch steht aber nicht fest, ob eine Disziplinarklage gegen Zeller erhoben wird. Sie steht unter Verdacht, der verfassungsfeindlichen Gruppierung der Reichsbürger nahe zu stehen.

Von: Andrea Trübenbacher

Stand: 02.03.2018

Symbolbild: Ein Mann hält ein Heft mit dem Aufdruck "Deutsches Reich Reisepass" in der Hand.  | Bild: dpa-Bildfunk/Patrick Seeger

Der Oberlandesanwalt Jörg Spennemann teilte auf BR-Anfrage heute mit, dass Zeller noch im März oder dann im April zum Ergebnis der Ermittlungen angehört werden soll. Sollte die Landesanwaltschaft dann zum Ergebnis kommen, dass ein zu ahndendes Dienstvergehen vorliege, wäre eine Disziplinarklage beim zuständigen Verwaltungsgericht München zu erheben, hieß es weiter.

Landesanwaltschaft unter Druck

Da die Untersuchungen lange gedauert hatten, war in den vergangenen Monaten Kritik laut geworden. Darauf angesprochen, verwies die Landesanwaltschaft auf die aufwändigen Untersuchungen und "überraschende Gesichtspunkte", denen sie nachgehen musste.

Nähe zu den verfassungsfeindlichen Reichsbürgern?

Seit nun rund elf Monaten wird gegen die Bolsterlanger Bürgermeisterin Monika Zeller ermittelt. Sie steht im Verdacht, der verfassungsfeindlichen Gruppierung der Reichsbürger nahe zu stehen, nachdem sie und mehrere Gemeinderäte aus Bolsterlang den so genannten "gelben Schein", also einen Staatsangehörigkeitsausweis, beantragt hatten.


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