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Polizeieinsatz und Festnahmen Erneut Zwischenfall in Erstaufnahmeeinrichtung Donauwörth

Bei dem Polizeieinsatz in der Erstaufnahmeeinrichtung Donauwörth sind etwa 30 Asylbewerber festgenommen worden. Gegen sie wird nun wegen Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

Von: Lena Deutsch und Judith Zacher

Stand: 14.03.2018

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Donauwörth am 14. März 2018 | Bild: BR/Judith Zacher

Der Einsatz begann am Nachmittag, dauerte aber bis in die Abendstunden. Ursprünglich wollte die Polizei nur einen abgelehnten Asylbewerber aus der Erstaufnahmeeinrichtung zur Abschiebung abholen. Das war bereits in der vergangenen Nacht gegen drei Uhr. Rund 50 Bewohner verhinderten aber die Abschiebung. Der Polizei zufolge verhielten sie sich den Beamten gegenüber so aggressiv, daß diese sich zurückzogen. Verletzt wurde keiner. Wegen Verdachts des Landfriedensbruches erging im Laufe des Tages gegen einen der Rädelsführer Untersuchungshaftbefehl.

Gegen andere Beteiligte wurde Abschiebehaftbefehl erlassen. Deshalb rückte die Polizei gegen 15.00 Uhr erneut in der Erstaufnahmeeinrichung an. Die Beamten wollten zudem noch die Identität einiger Straftäter klären. Allerdings waren die Bewohner laut Polizei wieder sehr aggressiv, zudem beschädigten sie Teile der Einrichtung und Fenster. Die Haftbefehle konnten dennoch vollzogen werden. Wegen ihres aggressiven Verhaltens wurden außerdem weitere Asylbewerber festgenommen.

Bereits im Februar war es mit aus Westafrika stammenden Asylbewerbern in Donauwörth zu Zwischenfällen gekommen. Unter anderem gab es einen größeren Polizeieinsatz am Bahnhof Donauwörth.


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Regina Wurzler, Donnerstag, 15.März, 08:13 Uhr

3. Asylbewerber/Donauwörth

Daran ist bestimmt wieder die AFD schuld!

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 15.März, 13:46 Uhr

    Nein,die cSU,das bayrische System der Abschiebelager funktioniert nicht,man kann nicht hunderte perspektivlose Menschen zusammensperren und erwarten das die Halma spielen und Choräle singen....und wer die Leute dann in der Nacht um Drei aus den Betten reißt wird selbstverständlich Widerstand ernten,da mag hundertmal alles rechtlich in Ordnung sein, menschlich ist es absolut bescheuert.

  • Antwort von Tonia, Donnerstag, 15.März, 16:46 Uhr

    Nein, Wolf, es war auch rechtlich nicht in Ordnung, zigtausende ohne Ausweis ins Land zu lassen. Die hätten von Anfang an in einem Auffanglager sein müssen, wie in anderen Ländern übrigens auch üblich, bis die Identität feststeht und damit auch ein mögliches Asylrecht festgestellt werden kann.

  • Antwort von Lagerhaltung, Donnerstag, 15.März, 17:59 Uhr

    @ Tonja
    Vorbild Australien ?
    Viele der Flüchtlinge bringen sich vor lauter Verzweiflung um.
    Human ? Menschenrechte ?

Sabine Mehr , Donnerstag, 15.März, 06:09 Uhr

2. Sehr aggressiv ...

Also ich habe bis heute nicht verstanden, weshalb sich der Staat von Menschen, die dem Vernehmen nach hier Schutz suchen, dermaßen auf den Nerven herumtragen lässt ...

  • Antwort von Wolf, Donnerstag, 15.März, 07:29 Uhr

    Wer zu viele Menschen zusammenpfercht braucht sich über Aggressionen nicht wundern,würde ihnen genauso ergehen, spätestens dann wenn mitten in der nacht die Polizei kommt um ihren Nachbarn mitzunehmen wie einen Verbrecher.....der bayrische Weg ist falsch und wahrscheinlich sogar verfassungswidrig.

  • Antwort von Leonard, Donnerstag, 15.März, 08:32 Uhr

    @Wolf
    Schön, dass es immer jemanden gibt, der Verständnis hat. Hinter den meisten kriminellen Handlungen stehen Beweggründe, die man nachvollziehen und verstehen kann, aber das erlaubt es noch lange nicht, diese zu tun.

  • Antwort von Kanja, Donnerstag, 15.März, 08:32 Uhr

    Sorry, Wolf, aber die Flüchtlinge sind in Massen herangezogen oder hergekarrt worden. Die hatten eine leichte Ahnung davon, wie viele sie waren. Haben die echt geglaubt, jeder von ihnen bekäme für lau noch in der nächsten Woche 100m² Wohnfläche?
    Sind wir verpflichtet, das einzuhalten, was sich andere von uns versprochen haben?

  • Antwort von Aha, Donnerstag, 15.März, 08:51 Uhr

    @Wolf
    Und wer fast zeitgleich mit hunderttausdenden in einem Land ankommt, darf sich nicht wundern, wenns ein bisschen eng wird.

  • Antwort von Leyla, Donnerstag, 15.März, 09:13 Uhr

    @Wolf
    Was heißt da, die Polizei nehme den Nachbarn mit wie einen Verbrecher.
    Dieser Nachbar hatte ein Asylverfahren und wurde abgelehnt, wie es in einem Rechtsstaat, in den ja offensichtlich eingewandert werden wollte, üblich ist.
    Folge der Ablehnung (wie im Rechtsstaat üblich): Abschiebung.
    Gern auch: Ausreise bis zum...
    Eigentlich sollte da gar keine Polizei nötig sein. Jemand ist offiziell amtlich abgelehnt und hat bis zu einem Stichtag das Land zu verlassen. So einfach könnte es sein!
    So einfach ist es bei der Mehrheit der gemeldeten Bevölkerung: Wir haben Auflagen, wenn wir die nicht bis zu bestimmten Ultima erfüllen, gibt es entsprechende SAnktionen. Auch die sind in einem Rechtsstaat festgelegt. Da brauchts nur selten die Polizei, normalerweise genügen behördliche Anschreiben, vielleicht mal einen Gerichtsvollzieher.
    Ich kann nicht in ein Land einwandern wollen, dessen Rechtsstaatlichkeit ich so toll finde, und dann genau dagegen gewaltsam angehen.

  • Antwort von Bertram, Donnerstag, 15.März, 09:31 Uhr

    Wolf, seh ich wie "Leyla".
    Auch Ihre Nachbarn stellen ständig Anträge, die nach entsprechender Prüfung abgelehnt werden: Bauanträge, Kreditanträge, Versetzungsanträge,...
    Gehen Sie da ständig rüber und unterstützen die? Falls Sie überhaupt davon erfahren.
    Wir bekommen auf der Rückseite des Ablehnungsschreibens meist eine Rechtsbehelfsbelehrung.
    Aber jeder Einspruch kostet Zeit und eine Menge Geld.
    Ich frage mich, WER überhaupt diese Asylklageanwälte finanziert!
    Ich selber habe derzeit ein arbeitsrechtliches Problem. Das zieht sich in die Länge, kostet, und weil ich nicht rechtsschutzversichert bin und derzeit eben auch sehr wenig verdiene, hat der Anwalt irgendwie auch keinen so großen Antrieb, sich mehr als unbedingt nötig reinzuhängen. Den muss man selber ständig anschieben. Trotzdem hab ich schon einiges an Geld gelassen.
    Also, von wem werden diese Flüchtlingsanwälte mit diesen ewig dauernden Verfahren bezahlt?

Wanda, Donnerstag, 15.März, 02:36 Uhr

1. erneut ?

Ach ja. vermutlich war die Polizei wieder unverhältnismässig korrekt ?