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Schuldneratlas München 2017 Immer mehr Münchner sind überschuldet

München boomt - doch nicht alle profitieren davon, wie der aktuelle Schuldneratlas von Creditreform zeigt. Demnach ist die Zahl der überschuldeten Personen im vergangenen Jahr weiter gestiegen, um 4,6 Prozent.

Von: Gabriel Wirth

Stand: 19.02.2018

Durch eine Lupe sind Briefe und Dokumente und eine Mahnung zu sehen | Bild: Christian Charisius/dpa

In München ist fast jeder elfte Erwachsene überschuldet. Mit insgesamt mehr als 109.700 hat die Zahl der Betroffenen einen neuen Rekordwert in der bayerischen Landeshauptstadt erreicht. Als überschuldet gelten Menschen, deren Ausgaben dauerhaft höher sind als die Einnahmen.

Überschuldungsquote deutlich unter Bundesdurchschnitt

Mit rund 8,9 Prozent liegt die Überschuldungsquote zwar noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, allerdings ist sie zuletzt schneller gestiegen als in anderen Regionen. Betroffen sind alle Stadtteile Münchens, besonders jedoch Berg am Laim und Milbertshofen.

Die niedrigsten Werte weisen dagegen Schwabing-West und Bogenhausen aus. Am stärksten betroffen sind Männer zwischen 40 und 59 Jahren.


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Mihe, Montag, 19.Februar, 14:08 Uhr

3. Überschuldete Münchner

...wen wundert es, wenn man sich einmal die Lebenshaltungskosten (v.a. die Mieten) in München ansieht?
Nicht alle Münchner sind Gut- und Besserverdiener - bei vielen heiß es: wie kann bei so wenig Geld noch so viel Monat übrig bleiben???
Ich finde es schon ganz schön bedenklich, das es nicht wenige Leute gibt, bei denen das Einkommen nicht zum auskommen reicht.
Da sollte sich endlich einmal unsere Politik drum kümmern und nicht nur betroffene Gesichter machen!!!

Mittsechziger, Montag, 19.Februar, 13:19 Uhr

2. Kann ich mir gut vorstellen.

Da könnten, meiner Vermutung nach, auch viele Vertreter "älterer Semester" darunter sein. Man braucht nur mal die Entwicklung der Mieten seit Einführung des Euro zu betrachten. Und dem die Renten gegenüber zu stellen: Eine Rente von 1800 DM war damals Grundlage eines angenehmen Rentnerlebens. Mit der Umstellung wurden 900 Euro draus. Dazu kam nicht viel an Rentenerhöhung in den letzten Jahren. Was man bei den monatlichen Ausgaben nicht sagen kann, denn Mieterhöhungen und ein kontinuierlicher Anstieg der Preise bei vielen Artikeln nach der Euro-Halbierung brachten ein Ungleichgewicht in Soll und Haben. Sicherlich konnte man etliche Jahre aus dem Ersparten zuschießen. Aber irgendwann ist das auch aufgebraucht.

Wolfgang, Montag, 19.Februar, 13:04 Uhr

1. Überschuldung ist immer vermeidbar!

Wenn die Wohnung zu teuer wird, nach Miete vom Netto weniger als der ALG2-Satz bleibt, dann gibt es die Möglichkeiten des Umzuges, Wohngemeinschaft oder Untervermietung.

  • Antwort von Wolf, Montag, 19.Februar, 15:14 Uhr

    Jessas,mehr Schlaumaier braucht das Land.....