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Neuer Russland-Beauftragter Dirk Wiese, SPD: "Wir suchen mit Russland Inseln der Kooperation"

Der neue Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Dirk Wiese (SPD), hat sich nach seinem Besuch in Russland zuversichtlich geäußert, was die Gesprächskultur zwischen Berlin und Moskau anbelangt. "Es gibt immer wieder Themenfelder, wo wir konstruktiv zusammenarbeiten können."

Stand: 05.06.2018

Dirk Wiese | Bild: picture-alliance/dpa

Bei einigen Themen, wie die Iran-Politik, gebe es durchaus Schnittmengen mit der russischen Regierung, so Wiese in der radioWelt am Morgen auf Bayern 2. "Es gibt bestimmte Themen, da sind wir mit der russischen Seite anderer Auffassung, zum Beispiel im Falle der Krim-Annektion. Bei anderen Themen können wir durchaus konstruktiv zusammenarbeiten. Ich erinnere an das Iran-Dossier. Hier verläuft es mit Russland sehr konstruktiv. Darum muss man sich immer wieder Inseln der Kooperation suchen."

Die Wiederaufnahme der Gespräche im sogenannten "Normandie-Formats" zur Lösung des Konflikts in der Ostukraine werde in Moskau sehr positiv gesehen, betonte Wiese: "Ich habe gemerkt, dass das auf russischer Seite durchaus anerkannt wird, dass hier nach Möglichkeiten gesucht wird, wieder miteinander zu reden."

Am kommenden Montag wird es in Berlin ein Außenminister-Treffen im "Normandie-Format" geben - dazu gehören neben Russland und der Ukraine die Länder Frankreich und Deutschland.


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