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Baden-Württemberg Reichsbürger wehren sich gegen Stromzähler - drei Polizisten verletzt

Wegen dem Einbau eines Stromzählers haben mehrere sogenannte Reichsbürger in Baden-Württemberg heftigen Widerstand geleistet. Nach dem Installateure und ein Gerichtsvollzieher nicht weiterkamen, musste die Polizei anrücken. Insgesamt drei Beamte wurden verletzt. Der Zähler konnte schließlich installiert werden.

Stand: 13.07.2018

Auf einem Polizeiauto der Münchner Polizei steht der Schriftzug "POLIZEI". Symbolbild Polizei | Bild: BR/Fabian Stoffers

Sogenannte Reichsbürger haben sich in Baden-Württemberg massiv gegen den Einbau eines neuen Stromzählers gewehrt. Weil Installateuren und einem Gerichtsvollzieher der Zugang zum Gebäude verweigert wurde , rückte die Polizei an. Drei Beamte wurden bei dem Einsatz in Erlenbach verletzt, wie die Polizei in Heilbronn am Freitag mitteilte. "Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an.

Die Bewohnerin verwehrte den Installateuren den Zugang

Dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten der Bundesrepublik sprechen sie die Legitimität ab. So akzeptieren sie auch keine amtlichen Bescheide. Trotz richterlicher Anordnung wollte die Bewohnerin des Anwesens dem Gerichtsvollzieher und den Installateuren eines Energieversorgers den Zutritt zu ihrem Grundstück verwehren. Als die Polizei anrückte, leisteten mehrere Menschen auf dem Gelände Widerstand.

Die Stimmung bei den Reichsbürgern war aggressiv

Sie gehören laut Polizei der Reichsbürger- und Selbstverwalterszene an. Die Stimmung sei aggressiv gewesen, hieß es. Ein Mann stemmte sich demnach von innen gegen ein Eingangstor und verletzte dabei die Polizisten leicht. Von den acht Menschen, die sich auf dem Grundstück aufhielten, nahm die Polizei die Personalien auf.

Diejenigen, die Widerstand leisteten, erwarte nun ein Ermittlungsverfahren, sagte ein Polizeisprecher. Gegen wie viele Menschen genau die Polizei ermittelt, war zunächst nicht bekannt. Die Arbeiter konnten schließlich den neuen Zähler installieren.


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