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Bundesrats-Beschluss Public Viewing während der Fußball-WM möglich

Fußball-Weltmeisterschaft und sommerliche Abende im Freien: Für viele Fans gehört das zusammen. Auch bei der anstehenden WM muss niemand darauf verzichten - die Politik hat für die Dauer der Weltmeisterschaft die Lärmschutzregeln gelockert.

Von: Janina Lückoff

Stand: 27.04.2018

Symbolbild: Fußballfans jubeln am Donnerstag (19.06.2008) im Biergarten am Chinesischen Turm in München (Oberbayern) bei der Übertragung des EM-Spiels | Bild: picture-alliance/dpa

Nicht nur die Übertragung eines Fußballspiels ins Freie ist laut, auch die Zuschauer sind es - vor allem, wenn ein Tor fällt. Da ist absehbar, dass die Vorgaben des Lärmschutzes nicht eingehalten werden können.

Auch Abendspiele im Freien anschauen

Der Bundesrat hat nun einer Regierungsverordnung zugestimmt, die Ausnahmen vom Lärmschutz vorsieht. Nur so ist das abendliche Fußballschauen auf großen Leinwänden im Biergarten oder in einer extra von der Stadt eingerichteten Public-Viewing-Zone auch in den Abendstunden möglich. Gleichwohl sollen Anwohner nicht zu sehr unter der Fußball-Lärmbelastung leiden.

Kommunale Behörden haben das letzte Wort

Die Entscheidung, ob Public Viewing an einem bestimmten Ort wirklich stattfinden darf, liegt bei der jeweiligen Kommune. Die Behörden wägen ab zwischen dem öffentlichen Interesse an einer Übertragung im Freien und dem Schutz der Anwohner. Dabei haben sie nun aber - durch die verabschiedete Verordnung - einen größeren Spielraum.

Mindestschutz für Anwohner gewährleisten

Bei der Genehmigung spielen mehrere Faktoren eine Rolle: Wie weit sind die nächsten Wohnhäuser entfernt? Wie sensibel ist das natürliche Umfeld der Public-Viewing-Zone? Wie oft und in welchem Umfang sind Ausnahmen bereits bewilligt worden? Gibt es Maßnahmen zur Lärmminderung?

Ausnahme gilt nur zeitlich begrenzt

Schon bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland sowie bei den Europameisterschaften 2008 und 2016 haben Bundesregierung und Bundesrat vergleichbare Ausnahmeregeln ermöglicht. Allerdings gelten sie auch diesmal nur zeitlich befristet: Nach der WM soll wieder Ruhe einkehren. Die Verordnung läuft am 31. Juli aus, gut zwei Wochen nach dem WM-Finale.

Beginnen wird die Weltmeisterschaft Mitte Juni. Deutschland trifft in der Vorrunde am 17. Juni auf Mexiko (17.00 Uhr), am 23. Juni auf Schweden (20.00 Uhr) und am 27. Juni auf Südkorea (16.00 Uhr).


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