17

Journalisten nicht eingeladen Suspendierter Regensburger OB Wolbergs diskutiert mit rund 170 Sympathisanten

Er hat seine Ankündigung wahr gemacht: Der suspendierte Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs hat diese Woche vor 170 Sympathisanten seine Unschuld beteuert. Medien waren dabei aber nicht zugelassen.

Von: Bernd Kellermann

Stand: 18.05.2018

Joachim Wolbergs | Bild: picture-alliance/dpa/Armin Weigel

Der suspendierte Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (SPD) hat am Mittwochabend im Saal des Restaurants "Leerer Beutel" in Regensburg mit rund 170 Sympathisanten seine Lage diskutiert. Das erfuhr der Bayerische Rundfunk am Freitag.

Wolbergs will im Prozess Unschuld beweisen

Bei der Veranstaltung beteuerte er erneut, er fühle sich unschuldig und wolle das auch im bevorstehenden Prozess beweisen. Er ergänzte nach den BR-Informationen, dass er weder bestechlich sei noch sich der Vorteilsannahme schuldig gemacht habe. Journalisten waren an dem Abend ausdrücklich nicht erwünscht.

Wolbergs hatte am 3. Mai in einem Kommentar auf der Online-Plattform "Regensburg digital" ein Gesprächsangebot an seine Anhänger gemacht, allerdings ausdrücklich mit dem Hinweis, "dass ein solches Gespräch nicht medienöffentlich sein kann, weil durch die Berichterstattung, auf deren Inhalt ich dann keinen Einfluß hätte, der Vorwurf konstruiert werden kann, ich würde versuchen, vor der Verhandlung öffentlich Stimmung zu machen".

Wieder mehr in der Öffentlichkeit

Bereits in einer E-Mail an SPD-Mandatsträger hatte Wolbergs am Sonntag vor einer Woche angekündigt, angesichts der ihm zugefügten "Demütigungen" werde er wieder "regelmäßig Parteiveranstaltungen besuchen und sich dort einmischen und zu Wort melden". Erst am Mittwochvormittag hatte das Landgericht Regensburg den Termin für den Beginn der Hauptverhandlung gegen Wolbergs und drei weitere Beschuldigte am 24. September offiziell bekanntgegeben.

Neue Kandidatur als OB

Hintergrund von Wolbergs' Äußerungen dürfte sein, dass er einerseits weiterhin von seiner Unschuld überzeugt ist und deshalb an seinem Anspruch festhält, im März 2020 wieder für das Amt des Oberbürgermeisters von Regensburg zu kandidieren. Parteiintern soll die zweite Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer bereits signalisiert haben, sie erfahre als Vertreterin von Wolbergs sehr viel Zuspruch von den Wählern und sei deshalb bereit, 2020 als Oberbürgermeisterin anzutreten. Bei der CSU ist im Moment unklar, wer als Oberbürgermeister kandidiert.


17

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Josef, Sonntag, 20.Mai, 10:26 Uhr

5. Glaub fast Wohlberg

Kann es sein, dass seine eigene Parteifreunde und "Freunde" anderer Parteien und Unternehmer seine Gutgläubigkeit und Unerfahrenheit für sich ausnutzten und ihm jetzt alles anhängen wollen um selbst sich aus der Schlinge zu ziehen. Das schwarze Schaf ist der ungebildete Wohlberg ohne einen Berufsabschluss der jetzt vor der Opfergrube steht und nun wartet bis er rein geworfen wird und mit ihm die ganze Wahrheit in Vergessenheit gerät.

So manche würden sagen, nein das kann nicht sein!

  • Antwort von Geb. Regensburger, Mittwoch, 23.Mai, 11:30 Uhr

    Wolbergs hat der SPD Bayern und der SPD Regensburg nichts zu verdanken.

    Die SPD Regensburg Wolbergs dafür sehr viel wenn nicht sogar alles. Es würde doch nie und nimmer eine SPD Bürgermeisterin an der Spitze einer bunten Koalition an der CSU vorbei Regensburg regieren wenn es Wolbergs gegeben hätte.

    Und das wird der charismatische Wolbergs seinen 12 Prozent Genossen spüren lassen.

Geb. Regensburger , Samstag, 19.Mai, 16:29 Uhr

4. Die SPD wird zittern

wenn Wolbergs Wahlkampf für sich selbst und gegen die SPD macht.

Was ist nur mit der SPD los sie zerlegt sich auf allen Ebenen selber.

Mediator, Samstag, 19.Mai, 11:52 Uhr

3. Mit Wolbergs reden und nicht über ihn!

Herr Oberbürgermeister Wolbergs ist die letzten Monate tief gestürzt und es wurde in der Regel über ihn geredet und nicht mit ihm. Her Wolbergs wurde in Untersuchungshaft genommen, machte Bekanntschaft mit der Psychiatrie und erhielt ein Arbeits- und Kontaktverbot zu vielen Menschen, mit denen er jahrelang eng und auch hart zusammen gearbeitet hat.

Es ist nicht verwerfliches daran, wenn er nun Menschen mit durchaus unterschiedlichstem Background, einläd um ihnen seine Sicht der Dinge mitzuteilen. Das ist ein völlig normales und legitimes vorgehen und jeder von uns würde wohl ähnlich vorgehen. Wenn man sich ungerechtfertigten Vorwürfen ausgesetzt sieht, dann liegt es in der Natur des Menschen sich zu äußern und zu verteidigen.

Der vorwurf der Stimmungsmache durch Herrn Wolbergs ist für mich nicht nachvollziehbar, da diese wohl keine Auswirkungen auf einen Prozess hat. Die Justiz wird die Fakten beurteilen und nicht ob die Regenburger Wolbergs mögen.

Kaspar Borchers, Freitag, 18.Mai, 16:45 Uhr

2. Sympathisantenkreis

Klar, dass die Lügenpresse draußen bleiben muss. Der treuen Gefolgsschar kann man so viel effizienter alternative Fakten andrehen.

Hansemann52, Freitag, 18.Mai, 16:18 Uhr

1. Suspendierter OB Wolbergs

Der suspendierte OB Wolbergs kann es nicht lassen.
Er probiert es immer wieder, um in der Öffentlichkeit sich zu profilieren.
Leider hatte er seine Chance auf eine zweite Legislaturperiode als OB selbst vergeigt.
Wer einmal lügt, den glaubt man nicht vor allem dann, wenn ein Wolbergs, wie er, einmal in der Öffentlichkeit gestanden ist.
Die gegenwärtige Vertreterin Maltz-Schwarzfischer hat das Geschäft als OB ganz gut gemeistert.
Neue und unverbrauchte junge Politiker würde der Stadt Regensburg gut zu Gesicht stehen.
Wolbergs hat so oder so keine Chance als OB.
Er sollte endlich einmal abtreten, um Schaden von sich und seiner Partei, der SPD zu nehmen.
Der Schaden für die Stadt Regensburg ist groß genug.

  • Antwort von Geb. Regensburger, Mittwoch, 23.Mai, 11:26 Uhr

    Natürlich will sich Wolbergs in der Öffentlichkeit und bei Unterstützern profilieren.

    Er möchte ja auch wieder zur nächsten OB Wahl antreten.

    Wolbergs ist so charismatisch wie die komplette bayerische SPD zusammen.

    Da hat die SPD Spitze zu lange zugeschaut vermutlich weil sie selber tief mit drinnen steckt.