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Heute im Stadtplanungsausschuss Regensburg bekommt eine Moschee mit Minarett

Der Regensburger Stadtplanungsausschuss beschäftigt sich heute mit dem Bau einer Moschee mit Minarett. Der Turm hat nur Symbolcharakter, ein Muezzin wird nicht zum Gebet rufen. Es wäre der erste Bau dieser Art in Regensburg.

Von: Veronika Meier

Stand: 30.01.2018

Entwurf für die Regensburger Moschee | Bild: Architekturbüro Yilbirt

Es wäre die erste Moschee mit Minarett, also einem Turm, durch den normalerweise die Gläubigen zum Gebet gerufen werden, in Regensburg. Hier soll er zur Zierde dienen. Dass der Antrag im Stadtplanungsausschuss besprochen wird, ist eine Routine-Angelegenheit, sagt Stadt-Sprecherin Juliane von Roenne-Styra. Bereits im Dezember vergangenen Jahres wurde der Bauantrag genehmigt. Inklusive des 21 Meter hohen Minaretts. Das sei allerdings nur als symbolischer Bau angedeutet, so von Roenne-Styra: "Dort wird kein Muezzin sitzen und zum Gebet rufen."

Alte Räume wurden verkauft und finanzieren Neubau

Das bestätigt auch Ercüment Baysal. Er ist der ehemalige Vorsitzende der Regensburger Gemeinde der "Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion" - kurz DitiB, die die Moschee als neues Kulturzentrum bereits seit zehn Jahren plant. Zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Euro soll der Bau nahe der Straubinger Straße kosten. Finanziert wird er aus eigenen Mitteln, vor allem durch Spenden der Gemeindemitglieder, aber auch durch den Verkauf der alten Gebetsräume in der Lindnergasse in der Regensburger Altstadt. Die wurden an die katholische Kirche verkauft. "Von Gotteshaus zu Gotteshaus", sagt Baysal.

Zu wenig Platz

Nötig geworden ist die neue Moschee, weil es in Regensburg immer mehr Muslime gibt, die Gebetsräume brauchen. Laut Stadt leben hier gut 1.500 türkische Staatsbürger. Baysal schätzt, dass es drei- bis viertausend Muslime in Regensburg gibt. Für sie ist das ehemalige Zentrum in der Altstadt zu klein geworden. Auf dem Grundstück im Stadtosten wird die neue Moschee laut Entwurf auf etwa 600 Quadratmeter gebaut. Auch Parkplätze wird es dort geben.

Keine Politik in der Moschee

Der türkische Moscheeverein DITIB ist immer wieder in der Kritik: DITIB-Imame sollen als Spitzel für die türkische Regierung arbeiten. Den Vorwurf, dass durch die neue Moschee das Regime des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan Einfluss auf Deutschland ausüben wolle, weist Baysal aber von sich. "Politik interessiert uns überhaupt nicht und wir achten auch darauf, dass die Politik nicht ins Gotteshaus hineinkommt", sagt Baysal. So werde die Gemeinde in der neuen Moschee ein Auge auf Fremde haben.

Generell sei die Gemeinde für eine offene Informationspolitik. Jedes Jahr veranstaltet sie einen Tag der offenen Tür und lädt auch immer wieder Schulklassen in das Gebetshaus ein. Das wird auch im Neubau so weitergehen, beteuert Baysal. "Jeder kann zu uns reinkommen und sich informieren."


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Maria, Dienstag, 30.Januar, 16:59 Uhr

28. Eigentlich ganz praktisch ..

Zur Not kann man später auch ein Arbeitsamt daraus machen. Eigentlich ganz praktisch.
Obwohl ich mir persönlich eher eine Blumenwiese für die Bienen gewünscht hätte, wo man auch sehr schön sinnlich verweilen kann. *_*

Barbara, Dienstag, 30.Januar, 16:41 Uhr

27. Wenn man diesen Moschee-Bau anschaut, dann könnte man meinen,

da steht ein Messer davor, das senkrecht zum Himmel zeigt. Möglicherweise ist das die Erklärung dafür, daß so viele Moslems mit dem Messer auf andere losgehen und "im Namen Allahs" töten.

Wolf, Dienstag, 30.Januar, 16:17 Uhr

26. Thematischer Deppenmagnet

Und wer von den islamophoben Verteidigern des ach so christlichen Abendlandes war in den letzten Wochen in der Kirche? (Weihnachten gilt nicht,ätsch) Echt,soooo wenig? Ja dann.... Denn ein aktiver,echter,gläubiger Christ wird mit Sicherheit nicht gegen die Kirche eines andersgläubigen Stänkern.

  • Antwort von Rosl, Dienstag, 30.Januar, 16:21 Uhr

    Wolf, wie immer nichts verstanden. Uns geht es um Deutschland, die christlichen Pfaffen sind bereits übergelaufen.

Peter M, Dienstag, 30.Januar, 16:12 Uhr

25.

In meiner Heimatstadt Oxford, wir haben Moscheen, auch mit Minarette. Dieses Exemplar ist sehr klein in Vergleich zu Gebäude, ich finde es gut.

  • Antwort von Barbara, Dienstag, 30.Januar, 16:17 Uhr

    Wir reden von der Stadt Regensburg, und nicht von Oxford. Regensburg wurde vor über 1000 Jahren vom Hl. Wolfgang christisnisiert und zivilisiert. Darum legen wir Wert auf eine christliche Kultur.

  • Antwort von Leo Bronstein, Dienstag, 30.Januar, 16:31 Uhr

    @ Peter M,
    >In meiner Heimatstadt Oxford, wir haben Moscheen, auch mit Minarette. Dieses Exemplar ist sehr klein in Vergleich zu Gebäude, ich finde es gut.<

    .
    Wie weit das Vereinigte Königreich bereits fortgeschritten ist zeigt, dass bei fast jeder Kirche die Fenster mit Gittern geschützt werden müssen.
    Und das nicht wegen der Klima-, oder Wetterkapriolen.
    Und da lege ich meine Hand drauf, wenn es um Islam geht müsste es ja eigentlich Hand ab lauten, dass ich nicht dafür bin, dass ähnlich Zustände diesbezüglich, wie in GB eintreten.
    In London wurden im selben Zeitraum ca. 500 Kirchen geschlossen und ca. 450 Moscheen errichtet.
    Wer homophob ist wird sicher seinen Gefallen daran finden. Ich jedoch nicht.

Oliver M., Dienstag, 30.Januar, 16:07 Uhr

24.

Wenn die Muslime uns gegenüber genauso tolerant sind, wie wir denen gegenüber - auch dann, falls deren Einfluss im Deutschland mal deutlich zunimmt - habe ich kein Problem damit ...

  • Antwort von H.E., Dienstag, 30.Januar, 16:53 Uhr

    ich habe (und werde immer haben) ein Problem mit dem Islam, schon wegen der aggressiven Ausbreitung des Islam.