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Öffentlicher Nahverkehr Regensburg bekommt die Straßenbahn - und eine S-Bahn?

Aufwind für den Schienenverkehr in und um Regensburg. In der Stadt soll wieder eine Straßenbahn fahren. Das hat jetzt der Stadtrat beschlossen, über 50 Jahre nach ihrer Einstellung. Für das Regensburger Umland dagegen wird der Ruf nach einer S-Bahn laut.

Von: Marcel Kehrer

Stand: 29.06.2018

Für die Region Regensburg wird der Ruf nach einer S-Bahn laut.  | Bild: picture-alliance/dpa/ Frank Mächler

Neue Impulse für den Schienenverkehr in und um Regensburg. In der Stadt soll wieder eine Straßenbahn fahren. Für das Regensburger Umland dagegen wünschen sich Kommunalpolitiker aus der Region jetzt eine S-Bahn.

Die Tram kommt frühestens in zwölf Jahren

Der Regensburger Stadtrat hat am Abend für den fast 250 Millionen Euro teuren Neubau einer Straßenbahn gestimmt. Es sollen zunächst zwei Linien gebaut werden, die bis zu 130.000 Menschen am Tag transportieren könnten. Nach Einschätzung der Stadtverwaltung dürften allerdings zwölf bis 15 Jahre vergehen, bis erste Baumaßnahmen abgeschlossen sind.

Regensburg hatte seit Beginn des 20. Jahrhunderts schon einmal ein Trambahnnetz, in der Hochzeit verkehrten vier verschiedene Linien im Stadtgebiet. 1964 wurde die Straßenbahn aber stillgelegt.

Traum vom S-Bahn-Netz für Großraum Regensburg

Die Landrätinnen und Landräte von Regensburg, Schwandorf, Neumarkt, Kelheim und Cham sowie die Regensburger Stadtspitze wollen ein S-Bahn-Netz für den Großraum Regensburg aufbauen. In einer gemeinsamen Erklärung fordern sie die bayerische Bau- und Verkehrsministerin Ilse Aigner auf, sich für eine zügige Realisierung einzusetzen.

Ziel der Erklärung, die kommenden Dienstag unterschrieben werden soll, ist ein so wörtlich "S-Bahn-ähnlicher Betrieb im Stadt- und Umlandverkehr von Regensburg". Aus Sicht der Kommunalpolitiker sind erhebliche Verbesserungen beim Personennahverkehr auf der Schiene nötig.

Zugverkehr wird ausgebaut

Vorerst wird aber der Zugverkehr ausgebaut, ein befristetes Angebot während des Ausbaus der Autobahn A3: Ab Dezember fahren zusätzliche Züge zwischen Schwandorf und Regensburg, der Regionalexpress hält öfter in Undorf, und aus Straubing und dem östlichen Landkreis Regensburg kommt man künftig noch früher nach Regensburg.


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Helmut, Montag, 02.Juli, 11:25 Uhr

18. Trambahn

Wer im Bus im Stau steht , kann schon mal von einer Tram mit eigenem Gleisbett und Vorrang an den Kreuzungen träumen, oder nach München ziehen, wie es viele Leute auch machen.

  • Antwort von Nürnberger, Montag, 02.Juli, 14:03 Uhr

    Wer mit der Tram im Stau steht, kann auch vom Bus in der eigenen Busspur träumen.

    Ich träume auch immer von einem reibungslosen Trambetrieb, bleibt aber immer ein Traum. Ein Verkehrsunfall (sowas passiert sehr oft) und schon ist der Trambetrieb unterbrochen und es geht nichts. Der Bus kann an der Unfallstelle meistens vorbeifahren oder über die Parallelstraße ausweichen. Aber die Tram nicht.

Hansemann52, Montag, 02.Juli, 09:16 Uhr

17. Straßenbahn, S-Bahn???

Zwischenzeitlich muss ich mich fragen, was haben die Planer der Stadt Regensburg, des Landkreises und der Bahn
eigentlich in all den Jahren gemacht. Sie haben doch gesehen, das die Industrieansiedlungen in und um Regensburg zugenommen haben und auch die Zahl der Bevölkerung hat zugelegt. Jetzt, schnell ' mal eine Straßenbahn oder eine S-Bahn aus dem Hut zu zaubern,
dass ist wirklich eine Kunst?
Man sollte sich die Millionen sparen und eher die Vertaktung des Busverkehrs verbessern und ausbauen.
Vor allem sind die Busse verschiedentlich einsetzbar und könnten auf jeder Straße fahren und umgeleitet werden.
Haben die Stadtoberen, die Planer auch schon einmal darüber nachgedacht???
Man könnte mit diesem Geld sinnvoll den Wohnunsbau in und um Regensburg fördern.

Planungsexperte, Sonntag, 01.Juli, 08:20 Uhr

16. Tram in Regensburg

also Erstens: Die möglichen Fahrgastzahlen von 130.000 P. sind absichtlich/ in guten Glauben natürlich, hochgerechnet,
und Zweitens die Kostenschätzungen /-planungen, wie bei absolut JEDEM öffentlichemProjekt geschönt kleingerechnet worden.
Es wird mehr als das Doppelte kosten und weniger als die Hälfte Personen werden mitfahren, weil die ganzen Anbindungen zu den Haltestellen immer zugestaut sein werden, da ändert niemand etwas daran.

Warum keine Bushaltestellen in den Pendlerparkplätzen einrichten mit Busspuren (soweit baulich möglich!) in die Innenstadt.
Nordgaustr., Frankenstr. Prüfeninger Str., Landshuter Str. Walhalla Allee, usw. und so weiter. Und BUSSPUR ist halt dann auch nur für den Bus.
Eine bessere Anbindung u. Taktung dazu und schon läuft´s .
Es werden sehr, sehr viele Personen und Kinder in den Schienen auf der Straße zu Schaden / Stürzen kommen. Das ist amtlich, weil Generationen in Rgbg nicht mehr mit dieser Gefahr gelebt haben.

  • Antwort von Josef, Sonntag, 01.Juli, 10:05 Uhr

    ******Es werden sehr, sehr viele Personen und Kinder in den Schienen auf der Straße zu Schaden / Stürzen kommen. Das ist amtlich, weil Generationen in Rgbg nicht mehr mit dieser Gefahr gelebt haben.********

    naja dann dürfte keiner nach München fahren oder wo anders hin!

    Pendlerparkplätze wo gibt es solch noch! schauen wir das Streckennetz mal an, alle Industriegebiete sind an die öffentlichen sehr schlecht angebunden und wenn welche vorhanden aind passen sie nicht mit den Arbeitszeiten zusammen! Die Arbeitgeber wären gefordert und Programme aufzustellen, jede Firma müßte mit einer CO2 Belastung bewertet werden bei denen vermehrt die Leute mit dem Auto in die Arbeit fahren und schon wäre BMW der größte Umweltverschmutzer. So wie das blaue Siegel für Heizungsanlagen gehört ein CO2 Siegel für Firmen eingeführt und Zeitgleich gehören Pendler belohnt welche mit den öffentlichen zur Arbeit kommen.

  • Antwort von Planungsexperte, Sonntag, 01.Juli, 10:56 Uhr

    @ an :Antwort von Josef, Sonntag, 01.Juli, 10:05 Uhr:
    Es geht um den Alltag, nicht wenn Sie mal mit dem Radl nach München oder sonstwo hinfahrn , wie Sie ja selber schreiben.
    Derjenige ist sich der Gefahr ja bewusst.
    CO² - Siegel? Da bekommen Sie den Bayrischen Verdienstorden. Was für eine Riesenidee! Eine detailierte Ausarbeiung Ihrerseits wäre sehr wünschenswert. Danke im Voraus. Pendlerparkplätze gibt es an den meisten Autobahnausfahrten.
    Ab und zu denk ich mir ...

  • Antwort von Josef, Sonntag, 01.Juli, 12:10 Uhr

    meine Pendlerparkplätze mit Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel!
    eine CO2 Belastung für Betriebe ist leicht gemacht wenn ein Betrieb 100 Mitarbeiter hat und jeder mit dem eigenen PKW zur Arbeit kommt ist er extrem Umweltfeindlich und sollte sich überlegen ob er den falschen Standort hat evtl. ohne öffentliche Verkehrsanbindung, dieser Standort ist dann ungeeignet und sollte schon in die Planungsphase aufgenommen werden für die zukünftige Gewerbeerweiterung in diesem Umfeld usw.
    Ein Betrieb mit 100 Mitarbeiter wo 60 mit den öffentlichen kommen nährt sich dem Umweltfreundlichen Betrieb an und die Miarbeiter sollten Bezuschusst werden in dem Fahrkartenkauf da sie auch die Umwelt schützen oder Steuerlich begünstigt werden mit einem Freibetrag zurzeit werden nur Autofahrer belohnt mit der KM-Pauschale welche bei Nutzer von öffentl.Verkehrsmittel bei 4.500 € begrenzt ist und Autofahrer unbegrenzt absetzen können. Normalerweise sollte die umgekehrt sein!

  • Antwort von Planungsexperte, Montag, 02.Juli, 05:43 Uhr

    @an Herrn Josef. Frage: Sie lesen aber schon einen Kommentar, bevor Sie drauf los tippen? Also ich meine lesen UND verstehen?

Zeitungsleserin, Samstag, 30.Juni, 16:29 Uhr

15. Pendler aus dem Umland nach Regensburg

In der Mittelbayerischen 2018 gelesen: Allein aus Kelheim (insgesamt 24 000 Pendler) pendeln täglich 7000 Leute nach Regensburg, und jetzt kommts: es gibt nicht einmal eine direkte Buslinie von Kelheim nach R. Schienen wurden stillgelegt, man muß zuerst nach Saal mit dem Bus, dann mit dem Zug nach R, dann mit dem Bus weiter zum Ziel. Eine Fahrt, z. B. zum Uniklinikum, dauert somit 1,5 Stunden einfach. Alternativlos ist deshalb das Auto, was man am Verkehr über die gefährliche B16 sieht. 25 km von Regensburg entfernt und man kommt sich wie im westlichsten Polen vor. Der täglich Verkehrsinfarkt in und um Regensburg - man muß einem Foristen Recht geben, es gibt keinerlei sinnvolle Verkehrsplanungen im Großraum Regensburg - ein Chaos sondersgleichen. Und wenn man bedenkt, dass seit 40 Jahren kontinuierlich Industrie angesiedelt wurde, ein Universitätsklinikum gebaut mit 4500 Mitarbeitern, kann man nach wie vor nur mit dem Auto zum Arbeitsplatz kommen - ein WAHNSINN!

Almrentner, Samstag, 30.Juni, 10:41 Uhr

14.

Wir bauen für Sie - Nur der Not keinen Schwung.