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Regensburg Phobien behandeln in der virtuellen Realität

Angst vor Spinnen, Flugangst oder soziale Ängste: An der Universität Regensburg wird mit ungewöhnlichen Mitteln versucht, Menschen von ihren Phobien zu befreien - und zwar mit Hilfe von virtueller Realität.

Von: Kari Kungel

Stand: 17.05.2018

Eine Probantin geht in Regensburg ihre Spinnenangst mit der Virutal-Reality-Brille an. | Bild: BR/Kari Kungel

Acht wuselnde Beine und ein schwarzer, haariger Körper - Spinnen sind für viele der Albtraum schlechthin. Menschen, die ihre Spinnenangst im Alltag zu sehr belastet, können sich in Regensburg behandeln lassen.

Hier konfrontiert der Psychotherapeut Andreas Mühlberger seine Patienten mit Hilfe von virtueller Realität mit ihren Phobien, mittels einer 3D-Brille. Expositionstherapie nennt sich die Methode. Der Therapeut sagt: Wer auf diese Weise lernt, seine negativen Emotionen auszuhalten, kann seine Ängste dauerhaft überwinden.

Einzigartig in Deutschland

Bis jetzt ist Professor Mühlberger der einzige Psychotherapeut in Deutschland, der diese Form der Behandlung anbietet. Informationen für Betroffene gibt es an der Hochschulambulanz der Universität Regensburg (Tel: 0941/943 60 80) in der Landshuter Straße 22.


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Rolf Krämer, Donnerstag, 17.Mai, 16:53 Uhr

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Expositionstherapie - nie zuvor gehört. Toller und informativer Beitrag der zeigt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk doch gut gemachte Beiträge bietet und dass Wissenschaft doch zu etwas nutze sein kann. Viele Menschen mit neurotischen Ängsten werden von dieser Therapieform profitieren.