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Transrapid-Nachfolgemodell Neumarkter Bauunternehmen baut Magnetschwebebahn-Teststrecke in China

Ein Bauunternehmen aus Neumarkt in der Oberpfalz hat mit einem Nachfolgemodell des Transrapids Fuß auf dem chinesischen Markt gefasst. Der Bau einer 3,5 Kilometer langen Teststrecke ist bereits geplant.

Von: Mathias Flasskamp

Stand: 12.07.2018

Transrapid-Teststrecke in Lathen | Bild: pa/dpa/Ulrich Baumgarten

Dem Neumarkter Baukonzern Max Bögl ist mit einem Nachfolgermodell des Transrapid offenbar der Durchbruch zum chinesischen Markt gelungen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit einem chinesischen Unternehmen sei bereits abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen jetzt überraschend mit.

Verborgene Versuchsstrecke in Segenthal

Unbemerkt von der Öffentlichkeit hat der Baukonzern in den vergangenen zehn Jahren auf eigene Faust das Magnetschwebebahnkonzept weiterentwickelt - offenbar bis zur Marktreife. In Sengenthal, dem Firmenhauptsitz, befindet sich eine hinter Sichtschutzwällen verborgene, gut 800 Meter lange Versuchsstrecke. Dort wurde das komplexe System bestehend aus aufgeständertem Fahrweg, Fahrzeugen und Betriebsleittechnik in über 100.000 Fahrten getestet.

3,5 Kilometer lange Teststrecke in China geplant

Der Kooperationsvertrag mit dem chinesischen Unternehmen Chengdu Xinzhu Road & Bridge Machinery Co. Ltd. sehe den Bau einer über 3,5 Kilometer langen Teststrecke in Chengdu, der Hauptstadt der Provinz Sichuan, vor, um das Magnetbahnsystem in China zulassen zu können. Das Transportsystem Bögl, kurz TSB, ist für den Nahverkehr mit Streckenlängen bis zu 30 Kilometer konzipiert und auf eine Fahrgeschwindigkeit von 150 km/h ausgelegt. Auch für den deutschen Markt läuft bereits das Zulassungsverfahren.


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Michael Hoffmann, Dienstag, 17.Juli, 17:25 Uhr

7. Magnetschwebebahn von Max Bögl

Es ist schon traurig, daß Deutschland, was die Erfindungen betrifft, immer wieder an erster Stelle steht. Sobald es aber um die Vermarktung geht und den Aufbau einer Infrastruktur, werden die Innovationen in die Schublade gesteckt oder - noch schlimmer - die Lizenzen ins Ausland verkauft. Das war schon bei der Telekopie,
bei den Fax-Geräten, bei den Mobiltelefonen, beim Farbfernsehsystem, beim Antrieb mittels Wasserstoff ( bei dem Deutschland vor ca. 10 Jahren führend war ) und
bei der Magnetschwebetechnik so. Man begreift selbst auf höchster politischer Ebene nicht, daß man zunächst in Innovationen und die dafür nötige Infrastruktur
Geld investieren muß, um später bei der Marktreife eine entsprechende Produktion und Referenzsysteme erstellen zu können. Man kann Max Bögl nur zu seinem Coup gratulieren und hoffen, daß sich sein Engagement auszahlt und er mit seiner Bahn ein "Leuchtturmprojekt" in und für Deutschland auf den Weg bringt - super!

Josef, Sonntag, 15.Juli, 17:44 Uhr

6. U-Bahn

dachte die bauen U-Bahnröhren mit Magnetschwebetechnik so das die Ubahnen in 1/2 minütiger Taktung fahren können!

Mary Wagner, Freitag, 13.Juli, 03:33 Uhr

5. Transrapid-Magnetschwebebahn

Dieses System wäre schon super gewesen für Deutschland, aber nicht mit über 300 oder 400 oder gar 500 Kmh. Was sollte das und dann noch dazu vom Hbf München zum Flughafen München ca. 38 Kilometer? Sind 180 und 210 Kmh keine angenehme Reisegeschwindigkeit?
Was war ( und heute noch) das nur für ein Größenwahn der Politiker?
Die Chinesen haben seit Jahren das Teil mit sehr gr. Erfolg in Betrieb, nur wir DEUTSCHEN schaffen das nicht. Traurig.

Maria Kienlein, Donnerstag, 12.Juli, 19:48 Uhr

4. Teststrecke

Die Teststrecke kann jeder sehen. Sie verläuft paralell zur B299 zwischen Neumarkt und Mühlhausen. Da gibt es keinen Sichtschutz.

Edmund Unvergessen, Donnerstag, 12.Juli, 14:18 Uhr

3. Transrapid zum Flughafen

Was gibt es denn da immer noch zu " t e s t e n "?

Das System ist doch schon längst durchgetestet und im kommerziellen Einsatz- sogar im Reich der Mitte.

Warum aber die Chinesen bislang den Zug nur auf einer ausserordentlich kurzen Strecke laufen lassen, lässt schon von selbst Rückschlüsse zu.

  • Antwort von Enrico Pelocke, Samstag, 14.Juli, 20:05 Uhr

    Im Text steht, das System wurde weiter entwickelt. Deshalb braucht es eine neue Zulassung. Das ist bei der Eisenbahn genau so. Jede neue Baureihe muß neu zugelassen werden. Da reicht es nicht, daß es die Eisenbahn schon seit über 200 Jahren gibt. Daß die Teststrecke nur 3,5 km kurz ist, liegt daran, daß man alle Teststrecklen so lang wie nötig und so kurz wie möglich baut. Auch die Eisenbahnteststrecken haben ca. diese Länge.