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Antwort auf Grünen-Anfrage KZ-Steinbruch Flossenbürg könnte weiter verpachtet werden

Der Pachtvertrag für den KZ-Steinbruch Flossenbürg läuft eigentlich nur bis 2024. Leiter von Gedenkstätten wollen danach einen Ort des Erinnerns daraus gestalten. Der Freistaat hält jedoch eine Verlängerung der Pacht für möglich. Das ging aus einer Grünen-Anfrage beim zuständigen Ministerium hervor.

Von: Thomas Muggenthaler

Stand: 12.07.2018

KZ-Steinbruch in Flossenbürg | Bild: BR/Thomas Muggenthaler

Der Freistaat Bayern hält eine weitere Verpachtung des KZ-Steinbruchs in Flossenbürg (Lkr. Neustadt an der Waldnaab) für möglich. Das geht aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Verena Osgyan hervor. "Das klingt nicht gut", kommentiert Verena Osgyan das Schreiben, das sie heute erhalten hat.

Steinbruch soll in Gedenkstätte einbezogen werden

Derzeit wird die zukünftige Gestaltung der KZ-Gedenkstätte mit allen beteiligten Ministerien abgestimmt, heißt es in dem Schreiben. "In diesem Zusammenhang wird auch die Frage einer möglichen Weiterverpachtung des Steinbruchs betrachtet", heißt es da wörtlich. Allerdings hätten seitens der Bayerischen Staatsforsten keine Verhandlungen zu einer Verlängerung des Pachtvertrages geführt. Der Pachtvertrag mit den Granitwerken Baumann endet 2024.

KZ-Gedenkstätten-Leiter Jörg Skribeleit

Die Grünen lehnen eine weitere Verpachtung des Steinbruchs ab und plädieren für eine würdige Einbindung in das Gedenkstättenkonzept. Verena Osgyan verweist auch darauf, dass sich der frühere Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) vor einem Jahr gegen eine weitere Verpachtung ausgesprochen hat.

Sowohl der Leiter der Gedenkstätte Flossenbürg, Jörg Skriebeleit, als auch der Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin, Johannes Tuchel, haben sich ebenfalls dafür stark gemacht, den Abbau zu beenden und den Steinbruch in die Gedenkstätte einzubeziehen.


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Bürger, Donnerstag, 12.Juli, 15:53 Uhr

3.

Es muß auch mal Schluß sein. Der Teil der Gedenkstätte ist reicht für die Ermahnung.

Der Rest muß weiter wirtschaftlch genutzt werden sonst ist er in 2-3 Jahren von Streuchern und Unkraut zugewachsen und kann an nichts mehr errinnern!!!

Oberpfälzer , Donnerstag, 12.Juli, 15:14 Uhr

2. Arbeitsplätze

Denkt doch auch mal an die Leute die in diesem Steinbruch ihr täglich Brot verdienen. Die leben nämlich in und um Flossenbürg. Sollen sie vielleicht als Statisten in der Gedenkstätte rumstehen wenn es keinen Steinbruch mehr gibt. Die Gedenkstätte ist richtig und wichtig, aber irgendwann is auch mal gut!!!

Wagnerr Norbert, Donnerstag, 12.Juli, 12:31 Uhr

1. Noch eine Gedenkstätte?

Hallo HILFE, bitte jetzt mal die Kirche im Dorf lassen (mit 2S). Haben denn solche Personen ihre Daseinsberechtigung nur darin, immer nur zu "ermahnen" und Gedenkstätte hier und Gedenkstätte dort und dort auch noch Gedenkstätte.
Diese Leute sollten mal eroieren (aber nicht auf Steuerzahlerkosten ! Hallo!) wie viele Gedenkstätten der Amerikaner(Upps) errichtet hat.
Natürlich nicht für die eigenen Leute, sondern für die, über die er schon UNheil gebracht hat.
Das sollte mal eine Aufgabe für die Lauthalsgedenkstättenschreier sein. Das nimmt ja mittlerweile uferlose Ausmaße an. Ja wo leben wir denn mittlerweile?
Lauter Selbstdarsteller in jeder Beziehung, welche nichts selber auf die Reihe kriegen. Und deshalb, just aus diesem Grunde wähle ich keine GRUENEN (mehr)

  • Antwort von kein Platz für Nazis, Donnerstag, 12.Juli, 13:28 Uhr

    Es kann gar nicht genug Mahnmale gegen das Nazi-Terror-Regime geben. Aber ihr Hinweis mit den zwei s (SS) ist an Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten, besonders bei dem Themen-Hintergrund Konzentrationslager. Ihr Kommentar ist einfach nur ekelhaft!