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Aurelium Höcke-Auftritt in Lappersdorf: Örtliche CSU kritisiert schlechte Informationspolitik

Nachdem ein geplanter Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke im Aurelium Lappersdorf für Aufsehen gesorgt hatte, fordert die örtliche CSU nähere Informationen von der Verwaltung. Dazu hat sie einen Dringlichkeitsantrag gestellt.

Von: Kilian Neuwert

Stand: 28.05.2018

Aurelium in Lappersdorf | Bild: BR/Katharina Häringer

Der geplante Auftritt des AfD-Politikers Björn Höcke in einem Veranstaltungszentrum der Gemeinde Lappersdorf bei Regensburg hat für Aufsehen gesorgt. Jetzt fordert die örtliche CSU-Gemeindetagsfraktion nähere Informationen von der Verwaltung. Dazu hat sie einen Dringlichkeitsantrag an den Bürgermeister gestellt, den die Fraktion am Sonntag auch an die Medien sandte. Sie erhofft sich eine Informationsveranstaltung, in der neben den geplanten Sicherheitsvorkehrungen unter anderem dargestellt werden soll, wann die Veranstaltung genehmigt wurde und wer involviert war.

CSU spricht von Imageschaden

An der Arbeit der Verantwortlichen übt die örtliche CSU-Fraktion in dem Antrag heftige Kritik: So sei der Marktgemeinde Lappersdorf "durch die nicht vorhandene Informationspolitik im Vorfeld und die schlechte Kommunikationsarbeit nach Bekanntwerden der Veranstaltung" ein erheblicher Imageschaden entstanden.

Höcke und Mitglieder der rechten Gruppierung "Der Flügel" 

Der Auftritt Höckes ist für den 2. Juni geplant. Gastgeber ist der AfD-Kreisverband Regensburg. Neben Höcke sollen Redner der rechten Gruppierung "Der Flügel"  dabei sein.

Der AfD-Politiker war im vergangenen Jahr wegen seiner Äußerungen zum Berliner Holocaust-Denkmal kritisiert worden. Auf einer Veranstaltung hatte Höcke in diesem Zusammenhang von einem "Denkmal der Schande" gesprochen. Ein Parteiausschlussverfahren, das der Parteivorstand daraufhin einleitete, wurde abgewiesen.


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