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Glaube Tausende Teilnehmer auf Fußwallfahrt von Regensburg nach Altötting

Am Donnerstag sind wieder Tausende Pilger zur Wallfahrt von Regensburg nach Altötting aufgebrochen. Es handelt sich um die größte Fußwallfahrt Deutschlands. Ziel ist nach drei Tagen die Schwarze Madonna in Altötting.

Von: Katharina Häringer

Stand: 17.05.2018

17.05.2018, Bayern: Tausende Pilger nehmen bei starkem Regen an der größten Fußwallfahrt Deutschlands teil. Bis 19.05.2018 wollen die Gläubigen von Regensburg aus ins 111 Kilometer entfernte Altötting laufen. Unterwegs schließen sich immer wieder Pilger dem kilometerlangen Zug an. | Bild: picture-alliance/dpa/Peter Kneffel

Die größte Fußwallfahrt begann am Donnerstag bei strömendem Regen: Zum Start in Regensburg kamen laut Polizeizählung rund 2.900 Gläubige. Sie nehmen zum Teil schon seit vielen Jahren teil. Unterwegs stoßen dann immer mehr Wallfahrer zu der Prozession hinzu, sodass nach drei Tagen und 111 Kilometern Wegstrecke am Samstag mehr als 8.000 Wallfahrer in Altötting ankommen. Etappen-Ziel für den ersten Tag ist Mengkofen im Landkreis Dingolfing-Landau.

Voderholzer geht erste und letzte Etappe mit

Bevor es um 8 Uhr in Regensburg losging, fand für die Pilger zuvor ein Gottesdienst in der Albertus-Magnus-Kirche statt. Bischof Rudolf Voderholzer erteilte noch den Pilgersegen. Dann reihte er sich selbst in den Pilgerzug ein, ging die erste und geht die letzte Etappe mit.

Motto: "Ohne Kreuz geht es nicht"

Die Fußwallfahrt findet in diesem Jahr zum 189. Mal statt und steht unter dem Motto "Ohne Kreuz geht es nicht". Dieses sogenannte Leitwort stammt vom Heiligen Bruder Konrad, dessen Geburtstag sich heuer zum 200. Mal jährt. Vorbeter und geistlicher Beirat Hannes Lorenz freut sich, das das Motto gerade so aktuell ist.

"Wir haben das Motto bewusst ausgewählt, weil es mehrdeutig ist, weil wir auch sagen wollten, dass das Kreuz in unserer Gesellschaft und der Zeit seinen Platz haben muss. Dass die Kreuz-Diskussion uns jetzt so aktualisiert, freut uns."

Hannes Lorenz

Bruder Konrad stammte aus Parzham bei Bad Griesbach. 41 Jahre lang war er Pförtner im Kloster in Altötting und kümmerte sich um die Versorgung der Wallfahrer.

Autofahrer müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen

An der Wallfahrt nehmen rund 15 Priester teil, bei denen die Pilger die Beichte ablegen können. Mit 55 Doppellautsprechern werden Gebete und Gesänge in den mehrere Kilometer langen Zug übertragen. Die Pilger übernachten in Privatquartieren. Am ersten Tag sind die Quartiere auf 20 Orte verteilt, am zweiten Tag auf zwölf. Die Pilger werden mit Bussen in die Übernachtungsorte gefahren und auch wieder zum Pilgerzug zurückgebracht.

Der Pilgerzug wird von Polizisten geschützt. Die Wallfahrer kreuzen zum Teil auch Bundesstraßen, wie die B15 in Obertraubling (Lkr. Regensburg). Autofahrer müssen sich auf Verkehrsbehinderungen einstellen.


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Barbara, Freitag, 18.Mai, 13:48 Uhr

6. Eine Wallfahrt ist Balsam für Leib und Seele!

Jeder sollte mindestens einmal in seinem Leben eine Pilger-Reise oder Fuß-Wallfahrt mitgemacht haben. Das erweitert den geistigen Horizont, pflegt die Seele und heilt sogar manche Krankheiten, vor allem dann, wenn auch noch eine persönliche Beichte abgelegt wird. Man kann dies auch "geistige Müllentsorgung" nennen.

BRA, Donnerstag, 17.Mai, 17:51 Uhr

5. Mittelalter

Wenn man um 4 Uhr früh durch furchtbaren Megaphon-Lärm geweckt wird, geht das zu weit.
Man kann auch still glauben, dieser sektenhafte Versuch die Leute zu beeinflussen ist schrecklich.
Aber gut, es ist 2018. Wo man zum Mars fliegt, es selbstfahrende Autos gibt und man diskutiert, ob man Kruzifixe in Behörden aufhängt während ein Amazon-Gründer 130 Milliarden Dollar auf dem Konto hat und irgendwo immer noch Kinder verhungern und verdursten müssen.

  • Antwort von Wolfgang, Freitag, 18.Mai, 13:34 Uhr

    @BRA:

    In Regensburg liefen dort anfangs 2900 Personen. glauben sie das es leiser gewesen wäre wenn die 2900 Personen ohne Gebetslautsprecher aber mit je Personen einem, also 2900 PKW, an ihrer Haustür vorbeigefahren wären.

  • Antwort von Bernhard, Montag, 21.Mai, 21:37 Uhr

    Es herrscht Meinungsfreiheit, aber sektenhafter Versuch bezeichne Ich als falsch und komplett unpassend. Es ist ein Glaubenszeugnis.

CRA, Donnerstag, 17.Mai, 15:44 Uhr

4. Suboptimal

Ich finde es gut wenn Glauben heutzutage friedlich gelebt wird.
Ich finde es nicht gut, wenn dies ausgerechnet zur größten Rushour in sowieso schon am Verkehr kollabierenden Regensburg gemacht wird. Der Spaß hat mir und ca. 70 anderen Pendlern heute Morgen 55 Minuten Standzeit im Stau beschert.

  • Antwort von Wolfgang, Donnerstag, 17.Mai, 22:18 Uhr

    In Regensburg 2900 Pilger, wäre da weniger Stau wenn die Pilger so wie sie und die 69 naderen mit 2990 PKW je einzeln unterwegs gewesen wären.

    Nach STVO braucht es keine Begründung der Wertigkeit der Straßennutzung, egal ob zum Donau anschauen, Spusi besuchen, Altötting oder zur Arbeit, niemand muß sich rechtfertigen warum und wann er eine Straße nutzt.

Barbara, Donnerstag, 17.Mai, 12:47 Uhr

3. Wallfahrten sind das sichtbare Zeichen des pilgernden Gottesvolkes!

Wer noch nie dabei war, der sollte einmal teilnehmen und diese besonderen Wallfahrts-Erfahrungen machen.

  • Antwort von Elisabeth, Freitag, 18.Mai, 07:46 Uhr

    Liebe Barbara , ich bin vor Jahren mitgelaufen und bin dabei fast vom Glauben abgekommen .

    Die tollen Momente sind das Laufen in den Sonnenaufgang hinein ,
    die Gastfreundschaft der Menschen bei denen man übernachten darf, das war wirklich einmalig .

    Aber auch damals hab ich mich schon gefragt was kommt nach dem Beten und Halleluja-Singen ?
    Wie lebt und agiert der Crist, die Christin Im Alltag ? Nachwievor viel zu brav und dem Kapitalismus angepasst

    Solange meine Mitchristen sich nicht bemühen nachhaltiger und bewußter zu leben tu ich mich schwer mit solchen Massenveranstaltungen

    ich möchte das der Großteil der
    Christen ihren Konsum überdenken und dadurch ein Zeichen setzen ,Biobaumwolle Augenauf beim Kleiderkauf beim Lebensmittelkauf Tierwohl und Umweltschutz und natürlich Spenden für die wichtigen Projekte in der armen Welt

    Und was schön wäre wenn sich unsere Herren Würdenträger ehrlich durchleuchten würden und erkennen wie sie wirklich ticken

  • Antwort von Barbara, Freitag, 18.Mai, 13:55 Uhr

    Sie sollen nicht auf Ihre "Mitchristen" schauen, was diese machen, sondern Sie sollen in Ihre eigene Seele schauen. Denn am Tage X wird jeder Mensch von Gott nur danach gefragt werden, wie er selbst gelebt hat, aber niemand wird danach gefragt, wie "die anderen Mitchristen" gelebt haben. Eine Wallfahrt ist eben auch eine Möglichkeit, das eigene Gewissen "Schritt für Schritt" zu erforschen.

Mende Paul, Donnerstag, 17.Mai, 11:12 Uhr

2. Pilger

Kann mman sowas nict am Wochenende veranstalten? Verursacht das volle Verkehrschaos! Ich steh nur im Stau!
Is doch Schwachsinn, wenn andere darunter leiden müssen!

  • Antwort von Klaus_1, Donnerstag, 17.Mai, 14:10 Uhr

    sagen Sie einfach wann es Ihnen passt, dann kann sich der Rest der Welt danach richten

  • Antwort von Wolfgang, Donnerstag, 17.Mai, 22:14 Uhr

    2000 Pilger und sie, kämen sie schneller voran wenn die 2000 mit dem gleichen Recht wie sie je in einem PKW unterwegs wären?

  • Antwort von Wolfgang, Freitag, 18.Mai, 11:32 Uhr

    @ Pilger:

    wollen sie eine Regel der Straßenverkehrsordnung daß von Montag bis Freitag Straßennutzung nur gewerblich und für Arbeitswege zulässig wäre? Alos auch nicht zum shoppen, Kinon, Stammpizzeria, Hallenbad, Oma besuchen usw.

    Alle Straßen sind entsprchend ihrer Widmung jederzeit frei zur Benutzung. Und die Pilger sind so rücksichtsvoll z.B: nicht diekürzeste Strecke über die Bundesstraße zu nutzen. Dann bliebe nur hinterherfahren und nächste Abzweigung. Auch Fußgängern, Ppferdefuhrwerken, Eseslkarren, Bollerwagen usw. sind Bundesstraßen gewidmet, es sei als Kraftfahrtstraßen ausgeschildert, nur dann nicht.

    Und wenn die zum Schluß ca. alle 8000 Wallfahrer wirklich alle im eigenen PKW allein anch Altötting unterwegs wären, das Recht dzu habne die, kämen sie dann besser mit weniger Behinderung zurecht?

  • Antwort von Bernhard, Montag, 21.Mai, 21:33 Uhr

    Das kann eben nicht am Wochenende gemacht werden, weil Pfingstsamstag das Ziel erreicht werden muss. Immerhin wissen Sie jetzt Bescheid Donnerstag vor Pfingsten wird in Regensburg gestartet, und das wird so bleiben.