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Filmfestival gerettet Selb kauft Kino-Center

Das Kino-Center in Selb bleibt bestehen. Die Stadt kauft das in die Jahre gekommene Lichtspielhaus und will es zum Kulturzentrum mit Kino umbauen. Damit sind auch die Grenzlandfilmtage gerettet.

Von: Theresa Greim

Stand: 17.05.2018

Kinosaal (Symbolbild) | Bild: colourbox.com

Der Selber Stadtrat hat am Mittwochabend (16.05.18) nach langer Diskussion mehrheitlich beschlossen, das Kino-Center zu übernehmen. Damit haben sich Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch und seine Fraktion der Aktiven Bürger mit ihrem Vorschlag durchgesetzt. Das neuartige Konzept, ein von der Stadt betriebenes Kulturzentrum inklusive Kino, wird durch die große finanzielle Beteiligung mehrerer ortsansässiger Firmen möglich.

Ab Mai 2019 in kommunaler Hand

Oberbürgermeister Pötzsch zufolge wird die Stadt das Kino-Center in zwei Ratenzahlungen für insgesamt 350.000 Euro kaufen. Für die nötigen Umbaumaßnahmen kalkuliert der Stadtrat zusätzlich mehr als eine Viertel Million Euro. Der Großteil dieses Geldes, nämlich 180.000 Euro sollen aus der freien Wirtschaft kommen. Die Stadt selbst habe für die Umbaukosten eine Deckelung von 80.000 Euro festgesetzt, so der Oberbürgermeister. Das neue Kino soll ab Mai 2019 von der Stadt Selb betrieben werden. Vom vierten Quartal 2018 bis einschließlich April 2019 wird es der ehemalige Besitzer, Michael Thomas, weiterführen.

Filmfestival gerettet

Damit sind die Grenzlandfilmtage Selb auch im kommenden Jahr gesichert. Deren Vorsitzende Dagmar Franke hatte die Stadtratssitzung mit Spannung erwartet. Sie und ihr Team sind bereits mit den Vorbereitungen für das nächste Filmfest Ende April 2019 beschäftigt. Der Beschluss bedeutet für sie Planungssicherheit, denn einen Plan B, also eine Alternative zum Kino-Center Selb habe es nicht gegeben, so Franke. Das Lichtspielhaus und die Grenzlandfilmtage verbindet eine fast 40-jährige Kooperation und diese wird durch den Stadtratsbeschluss auch weiterhin fortbestehen.

Bürger, Vereine und Unternehmen sollen sich einbringen

Die Zukunft des Kino-Centers war seit Monaten völlig ungewiss, nachdem der Betreiber das Kino nach den Grenzlandfilmtagen geschlossen hatte. Am 30. April war die vorerst letzte Vorstellung gelaufen. Oberbürgermeister Pötzsch sieht in der großen finanziellen Unterstützung aus der Selber Wirtschaft eine Bestätigung dafür, dass ein Kino für die Bürger der Stadt von größtem Interesse sei. Dies könne mit einem Kulturzentrum noch gefestigt und erweitert werden. In dem neuen Kino-Kulturtreff könnten sich Unternehmen, Vereine und Schulen in die Nutzung mit einbringen.


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Wolfgang, Donnerstag, 17.Mai, 09:06 Uhr

1. Warum umbauen wenn bisher die Filmtage dort stattfinden konnten?

Das soll keine Argumentation gegen Schönheitsreparaturen sein wie abgenutzten Teppiche, angeschrammte Türstocke usw., oder für neue Filme braucht man wohl auch digitale Projektionstechnik.