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Umstrittenes Gewerbegebiet Papierfabrik erteilt Thiersheim eine Absage

In dem umstrittenen geplanten Gewerbegebiet zwischen Thiersheim und Wunsiedel wird keine Papierfabrik gebaut. Das zuständige Unternehmen hat Oberfranken eine Absage erteilt.

Von: Theresa Greim

Stand: 17.05.2018

Flächen eines geplanten Gewerbegebietes in Bernstein/Fichtelgebirge | Bild: BR/Lorenz Storch

Die Progroup AG, ein Papierhersteller mit Sitz in Landau, wird ihre neue Papierfabrik nicht in Oberfranken bauen, sondern in Sachsen-Anhalt. Zuletzt waren für die Anlage zwei Standorte im Rennen: ein geplanter gemeinsamer Gewerbepark der Stadt Wunsiedel und des Marktes Thiersheim, sowie ein Standort in Sandersdorf-Brehna bei Bitterfeld in Sachsen-Anhalt. Letzterer hat nun den Zuschlag bekommen, teilte das Unternehmen nun mit.

"Aufgrund der infrastrukturellen und planerischen Rahmenbedingungen, die für ein derartiges Investitionsvorhaben am Standort vorhanden sein müssen, konnten wir uns leider nicht für Wunsiedel entscheiden."

Der Papierhersteller Progroup in einer Mitteilung

Da Progroup in seinem neuen Werk bereits 2020 produzieren müsse, sei nur ein Standort in Betracht gekommen, der planerisch, infrastrukturell und eigentumsrechtlich verfügbar ist, so das Unternehmen weiter.

Bedauern aus Wunsiedel und Thiersheim

Die Stadt Wunsiedel, der Markt Thiersheim und die Entwicklungsagentur des Landkreises Wunsiedel bedauern die Entscheidung, heißt es in einer Mitteilung. Schließlich werden die Arbeitsplätze nun nicht im Fichtelgebirge entstehen. Die Progroup AG spricht von 140 direkten und rund 350 indirekten Arbeitsplätzen im Umfeld der Anlage.

Gewerbepark wird trotzdem weiterentwickelt

Trotz der Absage von Progroup soll für die Zukunft der geplante Gewerbepark weiterentwickelt werden. Es gebe immer wieder Standortanfragen potentieller Investoren auf der Suche nach geeigneten Gewerbeflächen. Auf diese wollen sie vorbereitet sein, so die einhellige Meinung aller Verantwortlichen.

Gegen die Pläne für die Papierfabrik und das zugehörige Gewerbegebiet hatten Naturschützer und Landwirte protestiert.


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