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Von Schlappentag bis Brunnenfest Die Franken und ihre Feste: "Heimatpreis Oberfranken" in Bayreuth verliehen

Kerwa, Schützen- oder Bierfest: Die Oberfranken wissen, wie man feiert. Sechs dieser traditionsreichen Feste sind nun in Bayreuth von Heimatminister Füracker mit dem "Heimatpreis Oberfranken" ausgezeichnet worden.

Von: Christiane Scherm

Stand: 17.07.2018

Annafest Forchheim 2016 - Bieranstich mit Forchheims Oberbürgermeister Uwe Kirschstein (SPD) | Bild: Ulli Raab/ www.alladooch-annafest.de

Heimatminister Albert Füracker (CSU) hat gestern Abend in Bayreuth den "Heimatpreis Oberfranken" verliehen. Ausgezeichnet wurden das Annafest Forchheim, der Hofer Schlappentag, das Kronacher Freischießen, die Limmerdorfer Lindenkirchweih (Lkr. Kulmbach), die Lichterprozession Pottenstein (Lkr. Bayreuth) und das Wunsiedler Brunnenfest.

"Heimatpreis Oberfranken" für Erhalt der Traditionen

"Wir ehren Menschen, die sich in Oberfranken um unsere Lebensart verdient gemacht haben. Sie setzen sich mit Verantwortungsbewusstsein, Leidenschaft und Kreativität für den Erhalt unserer Traditionen ein und sorgen dafür, dass sie an zukünftige Generationen weitergegeben werden", sagte Füracker bei der Preisverleihung. Heimat bedeute mehr als wirtschaftlich gute Rahmenbedingungen. Erst durch gemeinsame Traditionen entstünde Zusammengehörigkeit, so Füracker weiter.

Annafest Forchheim

Das Annafest in Forchheim bekommt den Preis beispielsweise verliehen, weil es ein Paradebeispiel für die fränkische Volksfesttradition sei und dem Erhalt der Feierkultur diene, so Füracker. 24 Bierkeller bieten beim Annafest ein spezielles Starkbier an. 30.000 Menschen haben Platz auf den Bierkellern.

Hofer Schlappentag

Der Hofer Schlappentag ist das älteste Zunft-, Bier- und Schützenfest Deutschlands und existiert seit mehr als 580 Jahren. Er geht auf die Schießübungen im Jahr 1430 zurück, zu denen die Handwerker wenig begeistert in Arbeitskleidung und Schlappen erschienen waren.

Freischießen Kronach

Das Freischießen in Kronach gilt als ältestes und größtes Volksfest im Frankenwald. Es ist eine Mischung aus modernem Sportschießen, Brauchtum und Volksfest. Es stärke die Heimatverbundenheit, so Füracker.

Limmersdorfer Lindenkirchweih

Die Limmersdorfer Lindenkirchweih ist ein urfränkisches Kirchweihfest und gehört bereits zum immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Bei der Kirchweih tanzen Paare um eine 300 Jahre alte Linde herum.

Lichterprozession Pottenstein

Die Lichterprozession am Dreikönigstag in Pottenstein ist mit 2.000 Gläubigen und 1.000 Feuerstellen die bekannteste und größte Prozession in der Region. Sie symbolisiere das aktiv gelebte katholische Christentum, so der Minister.

Wunsiedler Brunnenfest

Beim Wunsiedler Brunnenfest schmücken die Brunnengemeinschaften mehr als 30 Brunnen im ganzen Stadtgebiet mit Blumen und Lichtern. Diese Gemeinschaften sind ein Zeichen für Gemeinschaft, Tradition und Heimatverbundenheit.

Sambafestival Coburg

Auch das Sambafestival Coburg ist ausgezeichnet worden. Bereits am Freitag hat Ministerpräsident Markus Söder den Bayerischen Heimatpreis an das Festival verliehen. Etwa 200.000 Menschen hatten das Festival mit Samba-Künstlern aus aller Welt am vergangenen Wochenende besucht.


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