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Sieben Jahre nach Fukushima Bürgerinitiative warnt erneut vor Atommüll-Endlager im Fichtelgebirge

Die Atomkatastrophe von Fukushima liegt mittlerweile sieben Jahre zurück. Im Fichtelgebirge nimmt eine Bürgerinitiative das zum Anlass, gegen ein mögliches Atommüll-Endlager in der Region zu protestieren.

Von: Christiane Scherm

Stand: 12.03.2018

Einigung im Atommüllstreit | Bild: pa/dpa/Christian Ohde

Am 11. März vor sieben Jahren ist es zur Atomkatastrophe im japanischen Fukushima gekommen. Diesen Jahrestag nimmt die Bürgerinitiative "Kein Endlager im Fichtelgebirge" zum Anlass, um erneut vor einem Atommüll-Endlager im Fichtelgebirge zu warnen. Sie lädt deshalb die Bevölkerung zu einer Informationsveranstaltung am Abend (12.03.18, 19.30 Uhr) ins Hotel Meister Bär in Marktredwitz (Lkr. Wunsiedel) ein.

Deutschlandweite Standortsuche

Im Fichtelgebirge dürfe auf keinen Fall Endlager für Atommüll entstehen, betonen die Aktivisten in einer Pressemitteilung. Die deutschlandweite Standortsuche für ein tiefengeologisches Lager für radioaktiven Atommüll geht in diesen Tagen in die nächste Runde – und der Landkreis Wunsiedel ist nach wie vor im Rennen. Er sei zwar noch nicht von offizieller Seite ausgewählt, käme aber aufgrund seiner geologischen Voraussetzungen und des Vorkommens von Granit in Frage, befürchtet die Bürgerinitiative.

Poröser Granit

Geologen hatten in der Vergangenheit bereits davor gewarnt, dass der Granit im Fichtelgebirge zu porös sei und dass das Fichtelgebirge erdbebengefährdet sei. Eine solche Region sei nicht geeignet für ein sicheres Atommüll-Endlager.


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