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Bayreuther Festspiele Positive Bilanz trotz Restkarten

Am Sonntag enden die Bayreuther Festspiele. Schlagzeilen machten in diesem Jahr das eingezäunte Festspielhaus und die scharfen Sicherheitskontrollen. Insgesamt ist die Bilanz positiv. Aber: Nicht alle Tickets gingen weg.

Stand: 24.08.2016

"Parsifal" Bayreuhter Festspiele 2016, inszeniert von Uwe Laufenberg | Bild: Enrico Nawrath

Die Bayreuther Festspiele sind in diesem Jahr nicht alle Opernkarten losgeworden. Die Zahl der Restkarten ist mit unter 40 aber gering. Für Festspiel-Geschäftsführer Holger von Berg "Marginalien". Im Grunde gelte das als ausverkauft.

Teure Tickets bleiben an der Abendkasse liegen

Dass nicht alle Karten für die Richard-Wagner-Festspiele verkauft würden, sei auch in vergangenen Jahren schon vorgekommen. Oft handele es sich um bestellte, aber nicht abgeholte Tickets, die dann an der Abendkasse wegen des hohen Preises nicht verkauft werden konnten, erklärte Berg.

"Da gibt es so eine magische Grenze von 200 Euro, mehr bezahlt dann an der Abendkasse keiner."

Holger von Berg, Geschäftsführer Bayreuther Festspiele

Trotzdem sind die Festspiele mit der Saison auch in finanzieller Hinsicht zufrieden. Auf den vierteiligen "Ring des Nibelungen" in der Inszenierung von Frank Castorf sei der Ansturm nicht ganz so groß gewesen, wie auf die anderen Opern. "Es kann auch mal sein, dass Leute Karten haben, aber nicht in alle vier Vorstellungen gehen," sagt von Berg. Aber für die Festspiele allgemein gelte: "Wir erleben eine große Begeisterung."

Nach Angaben der Bayreuth Marketing & Tourismus GmbH kommen immer mehr internationale Gäste nach Bayreuth, seit Festspielkarten auch im Internet zu haben sind.

Sicherheit: Zäune bleiben stehen

Auch im kommenden Jahr wird die Sicherheit nach Ansicht von Bergs eine Rolle spielen. Der Zaun, der in diesem Jahr aus Angst vor terroristischen Anschlägen rund um das Festspielhaus errichtet wurde, soll stehenbleiben. Im Oktober werde man zusammen mit Stadt und Polizei auswerten, wie die diesjährige Saison gelaufen ist. Anschließend soll über das Sicherheitskonzept für nächstes Jahr entschieden werden.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken lief alles "bislang völlig problemlos". Die Besucher hätten Verständnis für die schärferen Sicherheitsvorkehrungen, etwa Taschenkontrollen, gehabt.

"Veranstaltungen dieser Größe brauchen heutzutage immer ein Sicherheitskonzept, und es wird in Bayreuth auch im nächsten Jahr wieder eines geben. Ich hoffe aber und gehe davon aus, dass die Weltlage besser sein wird und wir an dem einen oder anderen Punkt werden abspecken können."

Holger von Berg, Geschäftsführer Bayreuther Festspiele

Festspiele enden mit Parsifal

Die Bayreuther Festspiele enden an diesem Sonntag so, wie sie am 25. Juli begonnen haben: mit Richard Wagners Oper "Parsifal" in einer Inszenierung von Regisseur Uwe Eric Laufenberg.


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