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Bayreuther Festspielhaus Sanierung verzögert sich

Am Sonntag enden die Bayreuther Festspiele 2016. Unmittelbar danach sollte der zweite Bauschnitt der Sanierungsarbeiten am Festspielhaus beginnen. Nun gibt es aber Verzögerungen.

Von: Kristina Kreutzer

Stand: 26.08.2016

Königsportal des Festspielhauses am "Grünen Hügel" in Bayreuth  | Bild: picture-alliance/dpa

Der zweite Bauabschnitt wird statt Anfang September wohl erst Ende des Jahres beginnen können, sagte der zuständige Architekt, Detlef Stephan, dem Bayerischen Rundfunk. "Genehmigungsrechtliche Fragen" seien für die Verzögerung verantwortlich und hätten die Planer zum "Umorganisieren" der Arbeitsabläufe und Ausschreibungen gezwungen.

Fassadensanierung geht weiter

Geplant sind im zweiten Bauabschnitt die Sanierung des hinteren Teils der Fassade an der West- und Ostseite sowie die gesamte Nordseite. Ziegel und Beton müssten erneuert werden, so Stephan. Außerdem soll die Fassade des Bühnenhauses saniert werden.

Für das Gerüst wird allerdings eine Sonderkonstruktion benötigt. Ein herkömmliches könne nicht aufgestellt werden, weil der Bereich um das Dach schwer zugänglich ist. Eine Sonderlösung sei aber bereits gefunden, so der Architekt. Bis die komplette Fassade saniert ist, wird es wohl zwei Jahre dauern.

Endtermin soll gehalten werden

Dass es durch den verspäteten Baustart der Abschluss des gesamtes Projekts verzögern wird, wollte Stephan aber nicht bestätigen. Ist die Fassade rundum erneuert, gehen die Arbeiten im Inneren des Hauses weiter. Für die Restaurierung des gesamten Festspielhauses rechnen die Verantwortlichen bisher mit einer Bauzeit von bis zu acht Jahren. Die lange Zeitspanne erklärt sich durch den straffen Zeitplan der Bauphasen. Denn während der Proben und Aufführungen im Festspielhaus kann am und im Haus nicht gearbeitet werden.

Impressionen vom ersten Bauabschnitt


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