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Bahnausbau Bamberger Stadtrat entscheidet sich für ebenerdige Durchfahrung

Mit 29 Ja- zu 13 Nein-Stimmen hat der Bamberger Stadtrat sich nun endgültig auf eine ICE-Trasse festgelegt: Die Ratsmitglieder einigten sich auf die ebenerdige Durchfahrung der Stadt. Diese Variante wird von Bahn, Bund und Bayern favorisiert.

Von: Heiner Gremer

Stand: 06.03.2018

Ein ICE fährt durch Bamberg | Bild: picture-alliance/dpa

Mit der Entscheidung des Stadtrats ist der Weg nun frei, um das Nadelöhr zu beseitigen, das auf der neuen ICE-Strecke zwischen Berlin und München noch besteht. Denn während die Gesamtstrecke viergleisig ist, führen durch Bamberg bisher nur zwei Gleise, was den Verkehrsfluss entsprechend verlangsamt. Mit der nun beschlossenen ebenerdigen Durchfahrung hat sich die Stadt für die von der Bahn, dem Bund und dem Land Bayern favorisierte Streckenführung entschieden.

Der Baubeginn soll nach einem Planfeststellungsverfahren im Jahr 2022 sein. Die reine Bauzeit wird acht Jahre betragen, so dass mit der Fertigstellung im Jahr 2030 gerechnet wird. Die geschätzten Baukosten betragen rund eine Milliarde Euro.

Tunnel hätte mehr gekostet

Auch eine Untertunnelung war als Alternative im Gespräch gewesen. Diese hätte aber rund rund 300 Millionen Euro mehr gekostet und drei Jahre mehr Bauzeit in Anspruch genommen. Wegen der weitreichenden Folgen des Projekts wird der viergleisige Bahnausbau durch Bamberg im Zuge des ICE-Projekts München-Berlin seit Jahren kontrovers diskutiert. Es ist das größte Infrastrukturprojekt in der über 1.000-jährigen Stadtgeschichte.


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