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Automobilzulieferer Brose 1.500 Jobs in Gefahr – Brose-Chef droht Werksschließung in Coburg an

Der Coburger Automobilzulieferer Brose droht mit der Schließung seines Werks am Stammsitz Coburg. Michael Stoschek, dem Vorsitzenden der Gesellschafterversammlung, sind unter anderem die Krankheitstage in der Produktion zu hoch.

Von: Andi Ebert

Stand: 01.08.2018

Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks hat Michael Stoschek, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, den Mitarbeitern gedroht, die Fertigung ins Ausland zu verlagern. Im Rahmen einer Betriebsversammlung habe Stoschek den Mitarbeitern eine Verlagerung der Arbeitsplätze von Coburg in die Slowakei angekündigt, wenn der Krankenstand nicht halbiert werden würde.

Zu hoher Krankenstand, zu hohe Personalkosten

Derzeit liege der durchschnittliche Krankenstand im Werk für Autositzproduktionen Coburg bei 26 Arbeitstagen – so hoch wie in keinem anderen Brose-Werk weltweit, so Stoschek auf der Betriebsversammlung. Brose-Sprecher Jürgen Hoffmeister bestätigte dies gegenüber dem BR. Das Unternehmen hoffe aber, das Brose-Werk in Coburg nicht aufgeben zu müssen.

"Bis Ende des Jahres müssen verbindliche Vereinbarungen mit dem Betriebsrat beziehungsweise mit der Belegschaft getroffen sein. Wenn dies nicht gelingt, ist eine Verlagerung unvermeidlich." Jürgen Hoffmeister, Brose-Unternehmenssprecher

Niedrige Lohnkosten im Ausland zwingen zum Handeln

Hintergrund der Überlegungen seien die hohen Arbeitskosten in Coburg, die einen Wettbewerbsnachteil darstellen. Bei Mitbewerbern und auch Brose-Standorten in Osteuropa würden die Lohnkosten nur ein Viertel von Coburg betragen.

"Unsere Kunden akzeptieren keine höheren Preise, nur weil wir in Deutschland produzieren." Jürgen Hoffmeister, Brose-Unternehmenssprecher

1.500 Mitarbeiter in der Produktion betroffen

Brose sei der einzige Hersteller, der Autositze in Großserie noch in Deutschland produziert. Um eine Fertigung in Coburg aufrecht erhalten zu können, sei es notwendig, die Kosten zu senken, so Hoffmeister weiter. Michael Stoschek, dem Enkel des Firmengründers, sei aber daran gelegen, an Coburg festzuhalten: "Jeder am Standort muss seinen Beitrag dazu leisten". Aus dem Unternehmen hieß es weiter, hohe Stundenlöhne und gut verhandelte Verträge seien neben dem hohen Krankenstand der Hauptgrund für die finanzielle Schieflage. Am Standort Coburg beschäftigt Brose eigenen Angaben zufolge rund 3.300 Mitarbeiter, 1.500 davon in der Produktion.


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Kommentare

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Hansi, Freitag, 03.August, 18:05 Uhr

24. Bamberg kann auch auf Ihn verzichten

Hallo

und bitte mach dich auch aus Bamberg gleich mit weg....dort meint der Mann mit zu viel Geld er kann auch machen was er will....wenn er verlagert, soll er mit Sack und Pack auch dort hin umziehen und nicht mit dem Billig Lohn noch mehr Geld in seinen A....stecken.

Seaeaglexy, Freitag, 03.August, 16:10 Uhr

23.

Stoscheck. Mach Coburg endlich dicht. Keiner wird dir eine Träne nachweinen. Deine Sklaven werden dir schon nach Bamberg folgen. Und der Imobilienmarkt in Coburg entspannt sich.

websaurier, Freitag, 03.August, 13:16 Uhr

22. 26 Tage krank...

...das ist schon eine Hausnummer !
Nur die deutschen Beamten liegen mit knapp 30 Tagen noch darüber.
Gründe dafür ???

Bei uns liegt die Quote bei ca. 15 Tagen...

Tobi, Donnerstag, 02.August, 17:05 Uhr

21. Brose

Der feine herr macht mal wieder alles falsch 26 krankentage auf jeden Mitarbeiter das ist ein witz nur weil manche in der firma nicht arbeiten soll der Rest wo arbeitet darunter leiden.
Aber ist halt so er hat warscheinlich angst das er sich seine strafen für fahren ohne nummern schild oder seine andren blödsinn nicjt mehr leisten kann.

Thea, Donnerstag, 02.August, 16:48 Uhr

20. Brose

Herr Stoscheck Respekt kann man nicht kaufen.