34

Oktoberfest 2018 Wiesnwirte sagen Reservierungs-Wucher den Kampf an

Über tausend Euro für eine Tischreservierung auf dem Oktoberfest? Gegen solchen Wucher wollen die Münchner Wiesnwirte jetzt vorgehen. Im Gespräch ist eine Schwarze Liste.

Stand: 05.05.2018

Reservierte Tische auf der Wiesn | Bild: pa/dpa

Jedes Jahr entbrennt rund um die Münchner Wiesn ein regelrechter Kampf um die besten Tische in den Bierzelten. Zum Teil werden die Reservierungen von Graumarkthändlern im Internet für Wucherpreise angeboten. Dagegen wollen Wirtesprecher Peter Inselkammer und sein Stellvertreter Christian Schottenhamel vorgehen. Wer beim Weiterverkauf erwischt wird, soll nach ihren Worten von keinem Wirt auf der Wiesn mehr eine Reservierung bekommen - das soll eine "Schwarze Liste" sicherstellen.

Gefahr: Geld weg und doch kein Tisch

Inselkammer warnt: Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen legen fest, dass der Anspruch auf den Tisch bei einem Weiterverkauf verfällt. Wer also eine Reservierung im Internet kauft, läuft Gefahr, viel Geld zu zahlen und trotzdem keinen Platz im Zelt zu bekommen. Für eine Reservierung muss bei den Wirten ein Verzehrgutschein erworben werden - je nach Zelt für 40 bis 80 Euro. Im Internet aber wird ein Tisch für acht Gäste zuweilen für bis zu 2.000 Euro gehandelt - manchmal sogar ohne Gutschein.


34

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

HinterTürkisch, Sonntag, 06.Mai, 15:29 Uhr

6. Wieso?

Wäre das Oktoberfest nicht so drastisch überlaufen, wäre u.U. kein "Tischreservierungshandel" nötig. So aber hat man (un)gewollt eine Marke geschaffen, die eben grau-bis-schwarz-gehandelt wird...Oder ist das nur von Nordbayern aus betrachtet so...??

wolfgang , Sonntag, 06.Mai, 09:11 Uhr

5. Was ist denn so schön bei diesem Massenbesäfniss.

Mehr als andere anglotzen und trinken geht nicht, für Gespräche ist es zu laut. Dieser Kommentar wurde von der BR-Redaktion entsprechend unseren
Kommentar-Richtlinien bearbeitet.

SchorschHh, Sonntag, 06.Mai, 07:50 Uhr

4. Kommerz

Mit Volksfest hat die Wies'n eh nix mehr zu tun. Germoney tanzt um's goldene Kalb.

  • Antwort von tell, Sonntag, 06.Mai, 08:24 Uhr

    Wie Fussball und Sport generell auch.

Cosi , Samstag, 05.Mai, 22:16 Uhr

3. Wiesn Wirte. ... Respekt!

Das find ich echt gut von den Wiesnwirten.Viel Erfolg!
Mein Sohn ist in München geboren und hat es nur einmal geschafft in den letzten 15 Jahren überhaupt in ein Zelt zu gelangen geschweige einen Tisch zu reservieren. Ich finde es sowieso abartig was in den Zelten abgeht.Ausländische Gäste berichten sie kommen nur weil man auf den Tischen tanzen kann.Die müssen ja ein tolles Bild von uns Bayern in der Welt haben.
Vor 30 Jahren konnte man gemütlich im Zelt sitzen .Heute ist das ein einziges Grölen- und Sauffest.Das gefällt mir gar nicht und deshalb gehe ich seit Jahren nicht mehr hin.

  • Antwort von Josef, Sonntag, 06.Mai, 06:07 Uhr

    Wow, in 15 Jahren nur einmal ins Zelt, da hat er sich eine Menge Geld angespart. Komme jedes Jahr von Schwandorf und bekomme immer einen Platz im Zelt. Muss man halt auch was verzerren und gute Beziehung zur Bedinung aufbauen die hebt dir dann schon einen Platz auf, da sie den Umsatz von dir schon weis. Wenn man am Abend nur an einer Maß nibbelt dann bist du kein Geschäft für sie sondern nur ein Platzbesetzer!

Handwerker, Samstag, 05.Mai, 21:47 Uhr

2. Allgemeine Geschäftsbedingungen...

Last doch die anderen auch was verdienen, es schade doch keinem, wer 2.000 € für einen Tisch bezahlt wird es schon verkraften können. Prost.