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Ehrenamtliche wollen Änderung Warum dürfen manche Asylbewerber nicht arbeiten?

Warum dürfen manche Asylbewerber nicht arbeiten? Eine Frage, die sich viele stellen. Ehrenamtliche Asylbegleiter im Landkreis Rosenheim wollen das ändern. Sie setzen sich für eine Arbeitserlaubnis von Asylbewerbern ein und haben ausgerechnet, dass der Landkreis so eine Million Euro im Jahr einsparen könnte.

Von: Dagmar Bohrer-Glas

Stand: 19.12.2017

Ein Asylbewerber als Azubi bei der Firma CERA in Ruderatshofen im Ostallgäu | Bild: BR/Lisa Weiss

Ehrenamtliche Asylbegleiter im Landkreis Rosenheim sehen sie es als erwiesen an, dass es die Steuerzahler teuer zu stehen kommt, wenn Asylbewerber nicht arbeiten dürfen und somit keine Steuern bezahlen können.

So sieht die Rechnung der ehrenamtlichen Asylbegleiter aus: nach einer Umfrage in 17 Gemeinden wurde die Zahl der Betroffenen auf 260 hochgerechnet. Da pro Asylbewerber 350 Euro monatlich an Leistungen anfallen, entstehen dem Landkreis somit Kosten von mehr als einer Million Euro im Jahr durch die Nicht-Genehmigung von Arbeitsverhältnissen, so die Rechnung der Helferkreise.

Appell an Abgeordnete

Sie haben diese Rechnung bereits mehreren Landtagsabgeordneten überreicht und wollen auch an Wirtschaftsministerin Ilse Aigner schreiben. In einem Brief an Landrat Wolfgang Berthaler heißt es:

"Kein Mensch versteht, warum arbeitswillige Leute nicht arbeiten dürfen."

Aus dem Brief der ehrenamtlichen Helfer

Die Helferkreise wollen mit ihrer Aktion erreichen, dass das Landratsamt Rosenheim seinen Ermessenspielraum in dieser Sache nutzt.


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Renate E., Dienstag, 19.Dezember, 20:41 Uhr

3. Hier muss man mal nachhaken...

Seit wann zahlen denn Beschäftigte im Niedriglohnbereich oder da noch in Ausbildung Befindliche Steuern? Das sind ja beinah Ammenmärchen, die man hier serviert bekommt. Aber viele der im Bereich Flüchtlingshilfe tätigen Menschen haben selbst wenig Ahnung von "Soll und Haben", da kommt schon mal Wunsch und Wirklichkeit durcheinander. Man sollte ebenfalls nie vergessen: Alle in diesem Bereich fest Angestellten, egal ob staatlich vergütet oder in Organisationen und Vereinen, zahlen ihre Steuern und Beiträge ja generell von bereits erbrachten Geldern, also Ausgaben von Ausgaben.
Allen Bürgern, egal ob nun Wissende oder Idealisten, gesegnete Adventstage!

B. Sachse, Dienstag, 19.Dezember, 16:33 Uhr

2. Bitte keine Hohlprasen in der besinnlichen Adventszeit.

Diese Rechnung möchte ich schwarz auf weiß sehen! Wir haben schließlich nicht den ersten April, werte Flüchtlingshelfer. Wie Menschen einen gut bezahlten Job ausfüllen sollen, die weder unsere Sprache beherrschen, noch die nötigen Bildungsgrundlagen dafür erworben haben, möchte ich verständlich erklärt haben. Bloße Behauptungen in die Welt zu setzen und indirekt diesen Staat als unfähig zu erklären, obwohl man und seine Zöglinge ja prima von ihm lebt - das ist typisch für den links-grünen Weltverbesserer! Wer wirklich richtig nachdenkt und analysiert, der schaut einfach mal auf die Zahlen der seit Jahrzehnten hier lebenden Migranten aus islamischen Staaten. Da ist die niedrigste Beschäftigungsrate zum höchsten Sozialleistungsbezug vorhanden. Übrigens in allen Industriestaaten Europas, auch in Amerika!

  • Antwort von anni, Dienstag, 19.Dezember, 22:20 Uhr

    Welche Quelle hat diese Statistik? Und abgesehen davon, ist es denn besser, wenn noch weniger arbeiten? Natürlich findet nicht jeder einen Job, aber was hat die Allgemeinheit davon, wenn es vielen die einen hätten verboten wird? Die Allgemeinheit kann Steuern sparen ... das sollte im Interesse aller zu sein, neben anderen Vorteilen. Wem nützt ein Arbeitsverbot?

Steiner, Dienstag, 19.Dezember, 13:53 Uhr

1. Flüchtlingshasser weiter am Werk! Eine Schande, nicht nur für Rosenheim!

Dieselben behördlich angeordneten Dummheiten gibt es auch anderswo. Ein mir bekannter Schutzsuchender aus Afghanistan wurde für 2 Monate aus seinem Ausbildungsvertrag "gerissen", weil seine afgh. Geburtsurkunde keine 3 Stempel hatte, sondern nur 2. Daduch ist unserem Landkreis ein Schaden von über 1000 Euro entstanden, denn er konnte ja seine Miete mit 180.- Euro von der damit entfallenden Ausbildungsvergütung logischerweise auch nicht bezahlen und die Arbeitsagentur verweigerte das Arbeitslosengeld, weil in diesem Fall der Landkreis zuständig war. Wieviel Dummheit hier zutage tritt, können die meisten nicht Betroffenen nur ahnen. Die Wirklichkeit zeigt die hässliche Fratze jener, die von jeher Flüchtlingshasser waren, sind und bleiben. Hölderlins "Deutschenschelte" ist rund 200 Jahre alt und nicht revidierbar!

  • Antwort von Südsachse, Dienstag, 19.Dezember, 16:40 Uhr

    Das sind doch völlige Ausnahmemodelle! Immer wieder zeigt sich, dass in diesem Land regelrechte Ausnahmenvergottung betrieben wird! Es werden Einzelbeispiele hochgespielt, dabei sind knapp 90 Prozent aller Neumigranten noch ohne Job oder Ausbildung. Wie auch anders? Kennen Sie einen Firmeninhaber, der sich das Einstellen von mindergebildeten jungen Männern leisten kann? Fehlende Deutschkenntnisse übersehen kann oder überhaupt Tätigkeiten vermitteln kann, wofür keinerlei Schriftkenntnisse nötig sind? Wie viele Analphabeten in Deutschland sind denn in verantwortungsvollen Berufen als Facharbeiter tätig? Also, ich kenne keinen ehemaligen Hilfsschüler, der mal Steuern bezahlt hat. Die bekamen früher schon nur Hilfsjobs oder später, nach der Wende, Sozialhilfe.

  • Antwort von anni, Dienstag, 19.Dezember, 22:17 Uhr

    Und woher nehmen Sie ihr Wissen über die Quote von Arbeitern? Haben Sie sich vor Ort schon mal informiert, bei denjenigen, die das wirklich mitbekommen? Ok, wir sprechen in den wenigsten Fällen gleich von Facharbeiterstellen, aber auch jemand in einem einfachen Job spart dem Staat Geld. Zum einen schon mal da er dann keine Sozialleistungen für sich beanspruchen muss, er muss dann auch die Unterkunftskosten bezahlen. Und auch bei einem schlecht bezahlten Job werden Sozialabgaben und Steuern fällig. Ich kenne konkret Firmen, denen Arbeiter "entzogen" wurden, Leute die eben immer noch da sind und nun zum Nichtstun verdammt sind. Und wenn man davon ausgeht, dass einige auch Deutschland wieder verlassen müssen, so schadet es niemandem, wenn sie in der Zwischenzeit etwas verdienen, gleichzeitig öffentliche Mittel einsparen und durch die Arbeit sogar "greifbarer" sind. Ganz abgesehen davon, dass Konflikte vermieden werden und die psychische Gesundheit besser erhalten wird.