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Trinkwasser-Skandal bei Altötting Stillende Mütter können Muttermilch auf PFOA testen lassen

Findet sich die Chemikalie PFOA auch in der Muttermilch? Nach dem Skandal um verunreinigtes Trinkwasser können Mütter aus den Gemeinden Kastl und Tüßling ab heute ihre Muttermilch untersuchen lassen. Das Trinkwasser ist nach wie vor mit der Chemikalie belastet.

Von: Christine Haberlander

Stand: 19.06.2018

Mutter und Kind zur PFOA-Belastung | Bild: Bayerischer Rundfunk 2018

Acht besorgte Mütter aus Tüßling und Kastl haben sich beim Gesundheitsamt Altötting angemeldet, um dort eine kleine Menge Muttermilch abzugeben. Die Proben werden vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf PFOA hin untersucht.

Ergebnis in "einigen Wochen"

Die Ergebnisse der Analysen sollen die Mütter in einigen Wochen erhalten. Auf Wunsch soll es auch ein Beratungsgespräch geben. Der BR hatte berichtet, dass die möglicherweise Krebs erregende Chemikalie PFOA beim Stillen auf den Säugling übertragen werden kann.  

"Reine Vorsichtsmaßnahme"

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat bereits bekannt gegeben, dass es weiterhin empfehlen will Babys zu stillen. Die Untersuchungen der Muttermilch seien eine reine Vorsichtsmaßnahme um die Mütter zu beruhigen.

Muttermilchanalyse nur in zwei Gemeinden

Die Bürgerinitiative Netzwerk Trinkwasser ist nach wie vor empört darüber, dass stillende Mütter aus lediglich zwei Gemeinden Proben abgeben und überprüfen lassen können. Auch werden bei Kindern unter sieben Jahren keine Blutproben für eine Untersuchung genommen. Als Grund für die Beschränkung vermutet die Bürgerinitiative die anfallenden Kosten.


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Politi, Dienstag, 19.Juni, 13:05 Uhr

2. Sauberes Wasser ist kein Grundrecht

Trotzdem sollte die Regierung alles tun, um zu verhindern dass Schadstoffe ins Trinkwasser gelangen.

Es kann nicht sein, dass das Dreckwasser solang verdünnt wird mit sauberen Wasser, bis die Belastung unterhalb eines ohne wissenschaftliche Belege festgelegten Grenzwertes ist.

Oder wollten Sie Abwässer solange verdünnen, bis es gerade noch die Normen einhält?

Wir wissen aus wissenschaftlichen Untersuchungen, dass es Jahre dauer,t bis Nitrat aus Gülle im Trinkwasser ankommt. Trotzdem dürfen die Bauern odeln was das Zeug hält...Aber das gehört ja zum Heimatbegriff!

Unmöglich, Dienstag, 19.Juni, 09:56 Uhr

1. Gibt es wohl was zu verbergen?

PFOA, wie Glyphosat auch, wohl doch nicht so gesund für uns Menschen, oder warum versucht man hier den Zustand klein zu reden?
Ist sauberes Wasser nicht ein Grundrecht?
Wo ist Merkel mit ihrer Richtlinienkompetenz? Hier geht es um die Gesundheit von Menschen?
Haben wir in Byern nicht auch einen MP, der wieder gewählt werden will?