5

Asylhelferempfang im Landtag Stamm will mit Innenminister über Arbeitserlaubnisse sprechen

Auf Einladung des Landtags haben sich gestern Abend ehrenamtliche Flüchtlingshelfer über ihre Arbeit ausgetauscht und der Politik mitgeteilt, wo sie gerne mehr Unterstützung hätten.

Von: Regina Kirschner

Stand: 29.11.2017

Barbara Stamm | Bild: picture-alliance/dpa

Viele ehrenamtliche Flüchtlingshelfer wünschen sich von der Politik vor allem weniger bürokratische Hürden. Außerdem ärgern sich die Ehrenamtlichen darüber, dass viele Asylbewerber nicht arbeiten dürfen. Es könne nicht sein, dass jede Ausländerbehörde nach eigenem Ermessen darüber entscheidet, klagten mehrere Ehrenamtliche.

Fairness statt Zufall

Dem pflichtete auch Landtagspräsidentin und CSU-Vize Barbara Stamm bei. Es dürfe nicht davon abhängen, in welcher Ausländerbehörde man zufällig ist, stattdessen müssten die rechtlichen Gegebenheiten ausschlaggebend sein, so Stamm.

Dank an Ehrenamtliche

Sie kündigte an, darüber noch einmal mit dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann zu sprechen. Stamm bedankte sich zudem bei den vielen Helfern für ihre Arbeit und versicherte, dass sie deren Kritik ernst nehme. Auch in die Arbeit der Enquete-Kommission "Integration" des Landtags würden die Ergebnisse des Dialogabends einfließen, betonte die Landtagspräsidentin.


5

Keine Kommentare mehr möglich. Hinweise zum Kommentieren finden Sie in den Kommentar-Spielregeln.)

Barth, Peter, Sonntag, 03.Dezember, 23:55 Uhr

2. Keine Arbeitsverbote

Staatlicherseits wird Integration leider mehr und mehr verhindert (durch die Trennung zwischen Asylbewerbern (AB) mit und ohne Bleibeperspektive) und Abschiebungen werden höchste Priorität eingeräumt.
Wieso belegen wir AB mit einem Arbeitsverbot,
-dessen Asylverfahren zwei, drei, inzwischen vier Jahre dauert?
-die diese Zeit genutzt haben um die staatliche Berufsintegrationsklassen zu besuchen?
-die einen Mittelschulabschluss erworben haben?
-die eine Ausbildung angefangen haben?
Warum lassen wir sie nicht unbeschwert Ihre Ausbildung beenden und danach zwei Jahre arbeiten und später selber entscheiden ob sie weiterhin hier bleiben wollen oder eines Tages gut gerüstet in ihr Heimatland zurück kehren wollen?
Statt einer effizienteren Rückkehrpolitik brauchen wir mehr Zugang zu Bildungsmaßnahmen, Ausbildung und Arbeit für Flüchtlinge mit guter und mit weniger guter Bleibeperspektive.
Wer nicht arbeiten darf vegetiert, lebt erneut in totaler Perspektivlosigkeit.

Ursula Götzinger, Sonntag, 03.Dezember, 20:07 Uhr

1. Landtag im Gespräch - Arbeit für alle

Ich war anwesend und habe auch die verschiedenen Aussagen zu Arbeit/Ausbildung/Altfälle gehört und hoffe sehr auf gleiche Bedingungen für alle Asylbewerber, solange sie in Deutschland sind.
Des weiteren hoffe ich auf eine Aufenthaltsregelung für straffreie Migranten, die eine Arbeitsstelle nachweisen können (auch im Niedriglohnsektor) oder über andere Integrationsleistungen bereits gezeigt haben, dass sie in Deutschland leben wollen und können und ihren Beitrag zu einer gelingenden Integration leisten.
Intensive, sachliche Diskussionen sind dringend geboten zum Thema: Schwere Straftaten u. Gefährder > Abschiebung ja oder nein? Was sind die Folgen? Kommen sie unerkannt zurück? Beteiligen sie sich an der Vorbereitung v. Straftaten in Europa vom Ausland aus? Tragen sie zur weiteren Destabilisierung instabiler Länder bei? Ja - alle Szenarien sind möglich und müssen verhindert werden! Es muss eine andere Lösung als die Abschiebung geben zum Schutz der Menschen, egal, wo auf dieser Welt!