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Oktoberfest 2018 Stadt München erhöht Umsatzpacht für Wiesnwirte

Die Wiesnwirte werden dieses Jahr mehr von ihrem Umsatz an die Stadt München abgeben müssen. Der Wirtschaftsausschuss der Landeshauptstadt setzte die Umsatzpacht neu fest. Der Aufschlag ist deutlich.

Von: Tanja Gronde

Stand: 16.05.2018

Eine Bedienung trägt auf dem Oktoberfest volle Maßkrüge mit Bier durch ein Festzelt. | Bild: dpa-Bildfunk/Felix Hörhager

Die großen Zelte müssen 7,8 Prozent ihres Nettoumsatzes abgeben, die kleineren 6,1 Prozent. Der zuständige Wirtschaftsreferent und 2. Bürgermeister von München Josef Schmid braucht Geld für die Sicherheitsmaßnahmen für das Oktoberfest: Bei einem zu erwartenden Nettoumsatz von rund 122 Millionen Euro rechnet die Stadt mit 9,3 Millionen Euro Umsatzpacht. Die Erhöhung sei auch deswegen nötig gewesen , weil man letztes Jahr die Einnahmen durch die Pacht nur schätzen konnte. Ursache dafür war, dass die Wiesnwirte ihre Umsatzzahlen nicht offen gelegt hatten.

Hunderte Ordner auf der Wiesn

Kritik an zu hohen Sicherheitskosten wies Schmid zurück. Für die Taschenkontrollen und die Überwachung des umzäunten Geländes brauche es viele Ordner, teilweise seien über 700 auf der Theresienwiese im Einsatz. Es habe genau ein Unternehmen gegeben, das sich für die Ausschreibung beworben hätte. Die Kosten allein für die Bewachung werden auf 5,2 Millionen Euro geschätzt. Dass damit automatisch der Wiesnbesuch und die Mass Bier teurer werden müsste, verneinte Schmid jedoch.

Erhöhung soll Familien nicht treffen

Lorenz Stift, Sprecher der Kleinen Wiesnwirte, zeigte Verständnis für die Erhöhung der Umsatzpacht, er werde mit seinen Kolleginnen und Kollegen reden und für eine "moderate Erhöhung" plädieren. Denn man müsse auch bedenken, dass Familien das größte Volksfest der Welt besuchten. Der Sprecher der großen Wiesnwirte Peter Inselkammer wollte heute keine Stellungnahme abgeben. Den Bierpreis bestimmen die Wiesnwirte selbst, er lag letztes Jahr knapp unter 11 Euro. Eine Null-Runde scheint nach der Umsatzpacht – Erhöhung unwahrscheinlich.


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Wolfgang, Mittwoch, 16.Mai, 09:56 Uhr

2. Und wenn es wegen Preiserhöhungen nur 100 Mio Umsatz werden ist das auch gut.

Weniger Bier, weniger Lebeschäden, ein volkswirtschftlicher Gewinn!

Weniger Bier gleich weniger Sanitätereinsätze.

Weniger Bier gleich weniger Schlägerei und wildpieseln.

Weniger Bier gleich weniger vollgekotzte U-Bahnen.

Handwerker, Dienstag, 15.Mai, 18:51 Uhr

1. Die Bewachung wird auf 5,2 Millionen Euro geschätzt.

Da werden einige Wirte überlegen, ob ein Bewachungs- Unternehmen mehr einbringt als ein Festzelt Betrieb mit viel mehr Aufwand?