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Großraum München Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke wieder aufgehoben

Über Stunden ging nichts mehr: Die S-Bahnstammstrecke in München war seit dem Morgen gesperrt. Nun wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Doch im gesamten S-Bahnverkehr ist weiterhin mit Verspätungen zu rechnen.

Von: Erich Wartusch

Stand: 26.02.2018

Feuerwehrleute helfen Menschen aus der S-Bahn | Bild: Feuerwehr München

Die Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke in München ist aufgehoben. Nach Auskunft der Deutschen Bahn ist jedoch im S-Bahn-Verkehr weiterhin mit Verspätungen, Teilausfällen und geänderten Linienführungen zu rechnen.

Noch nicht behoben ist die Oberleitungsstörung zwischen Langwied und Pasing. Der Zugverkehr in Richtung Augsburg ist aber wieder auf direktem Weg möglich, vereinzelt halten die Züge auch wieder in München-Pasing.

Evakuierung auf freier Strecke

Am Morgen waren zwei Züge der Linien S3 und S6 auf freier Strecke liegen geblieben und mussten bei eisigen Temperaturen evakuiert werden, wie ein Bahn-Sprecher sagte. Jeweils rund 160 Fahrgäste saßen in diesen Bahnen. Die Evakuierung dauerte angesichts der Kälte länger als sonst, deshalb kam es erst recht zu erheblichen Behinderungen. Die Bahn stellte mehrere Taxen sowie Schienenersatzverkehr zur Verfügung.

Nicht Kälte sondern Kurzschluss

Gegen 8 Uhr hatte es zunächst einen Kurzschluss an der Oberleitung der S3 zwischen Pasing und Langwied gegeben, später kam es zu mehreren Fahrzeugstörungen im Bereich München.

Vermutlich war an dem Oberleitungsschaden nicht die Kälte schuld, so Michael-Ernst Schmidt, Pressesprecher der Deutschen Bahn. Eine andere Ursache konnte er allerdings auch nicht benennen.

Wetterbedingt waren aber wohl diverse Beeinträchtigungen auf den Außenästen der S-Bahn: In Geltendorf gab es eine Signalstörung, in Giesing funktionierte eine Weiche nicht mehr, auch an einem Bahnübergang in Seefeld-Hechendorf führte ein technisches Problem zu Verzögerungen.

Bei der U-Bahn Feststellbremsen festgefroren

Auch im Münchner Stadtverkehr gab es am Morgen Schwierigkeiten: Zwar hatte die MVG versucht, möglichst viele U-Bahn-Züge über Nacht unterirdisch unterzustellen. Am Morgen konnten dann aber trotzdem zwölf Züge wegen festgefrorener Feststellbremsen zu spät oder gar nicht ausrücken. Außerdem gab es auch Weichenstörungen auf oberirdischen Abschnitten. Das führte auch bei der U-Bahn zu Zugausfällen und Verspätungen.


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muggi, Montag, 26.Februar, 19:49 Uhr

7. S-Bahn

Russland: Moskau - Eisenbahn - Wladiwostok, 5 min Verspätung ??- Ehrensache, gibt´s nicht
München: Stachus -S-Bahn - Marienplatz ??? Viel Glück, gruß, muggi

  • Antwort von Truderinger, Montag, 26.Februar, 20:41 Uhr

    Von der Sowjetunion lernen, heißt Siegen lernen! Übrigens, das Land ist groß und bietet sicher auch Ihnen genügend Platz! Auf geht's! Sie werden begeistert sein, wie perfekt dort alles läuft. Nehmen Sie noch ein paar Kameraden mit!

  • Antwort von Russlandkenner, Montag, 26.Februar, 20:44 Uhr

    Das Einzige, das uns die Russen voraus haben, ist Ihre Zähigkeit. Die jammern bei Weitem nicht so viel wie viele hier! Die kämen sonst aus dem Jammern gar nicht mehr raus!

Herta Stimpfl, Montag, 26.Februar, 19:09 Uhr

6. 2. Mail - 1. Mail von vorhin Oberleitungsstörung

So, nun Fortsetzung: mußte auf U-Bahn umsteigen bis Sendlinger Tor und dann in U6 bis Harras, dann Bus 134 bis nach Solln. Ich war somit über 4 Stunden unterwegs - meine Arbeitsfehlzeiten sammeln sich somit. Vor ca. 14 Tagen - 3 Wochen war auch eine Oberleitungsstörung, da wurden wir in Mammendorf gebeten, den Zug zu verlassen, kein Weiterkommen. Wir sollten mit der S-Bahn bis Maisach und dann zum Schienenersatzverkehr nach Lochhausen gehen und dann weiter mit der S-Bahn wieder nach Pasing. SEV ist ja ganz ok, aber vorerst für Unmengen an Leuten ein kleiner blauer Bus, dann Bustaxis, Wartezeit ca. 2 Stunden und ich war wieder ca. 3 1/2 Stunden unterwegs in die Arbeit. Aber als Antwort bekomme ich sicher wieder mal eine Mitteilung, dass das Jahresabo wieder um einige % erhöht werden muß.

Herta Stimpfl, Montag, 26.Februar, 19:02 Uhr

5. Bahnverbindung Mering-St.Afra und München-Pasing, dann weiter mit S-Bahn 26.2.18

Sehr geehrte Damen und Herren,ich weiß,dass Pendler viel aushalten müssen,aber in letzter Zeit werden wir auf eine harte Probe gestellt.26.02.2018: Ich wollte mit dem Zug um 7.53 Uhr fahren dieser kam verspätet und blieb dann mal in Mammendorf stehen - Oberleitungsstörung,so die Durchsage! Um 9.00 Uhr dann endlich Weiterfahrt mit immer wieder Stopps und dann die Durchsage: wir fahren vom Norden her zum Hbf. in München,Pasing wird nicht angefahren. Dann machten wir eine Rundreise um München herum. Zug blieb dann auch am Ostbahnhof stehen,inzwischen war es 10.30 Uhr. Die Türen wurden aber nicht geöffnet,da es keinplanmäßiger Halt war. Dafür blieben wir wieder kurz nach dem Ostbahnhof lange Zeit stehen - Gleisbelegung zum Hbf.,15 Minuten später: wir bleiben stehen - Notarzteinsatz in unserem Zug wegen eines Kreislaufpatienten Nach 1/2 Stunde endlich Weiterfahrt, da der Notarzt doch am Hbf. auf den Patienten wartet.Mit der S-Bahn war dann auch kein Weiterkommen.Mußte auf U-Bahn u.Bus umste

Squareman, Montag, 26.Februar, 18:25 Uhr

4. Winter

Da ist es einmal etwas kälter und beim Nahverkehr stehen die Räder still. Wie haben die das nur früher gemacht als solche Temperaturen nicht die Ausnahme sondern die Regel waren.

  • Antwort von Münchner, Montag, 26.Februar, 18:39 Uhr

    Ich kann mich erinnern, vor 30 Jahren gab es auch schon Probleme mit zugefrorenen SBahntüren.
    Beim Auto können ja auch die Türen zufrieren bei dem Wetter.

  • Antwort von Truderinger, Montag, 26.Februar, 19:06 Uhr

    da war es wie heute, nur konnte man sich noch nicht im Internet auslassen!

  • Antwort von PeterZä, Montag, 26.Februar, 19:25 Uhr

    Hauptsache ein Kommentar dagelassen...
    Errinnern sie sich bitte mal richtig.
    Zum einen war früher die Technik deutlich spartanischer (da konnten keine Klimaanlagen kaputtgehen weil es keine gab) und zugleich robuster.
    Die Hersteller , etwa SAG, AEG, Lorenz haben ihre Systeme selbstverständlich auch für derartige Minusgrade konstruiert.
    Zum anderen gab es in jedem Bahnhof Ersatzlokomotiven inklusive Personal die notfalls liegengebliebenes Material schnell erreichen und abschleppen konnten.
    Weiterhin war die Zugfolge bei weitem nicht so dicht also waren Folgebehinderungen deutlich geringer und die Wartezeiten an den einzelnen Stationen waren deutlich länger, man konnte also Verspätungen notfalls mit verkürzten Halten aufholen.

    Und zu guter Letzt hatte die Bahn früher in jedem Bahnhof Dutzende von Leuten in Bereitschaft, die bei Weichenstörungen sofort ausgerückt sind.

    Ich weiss der BR hat dazu tolle Archivaufnahmen, bitte bringen sie doch dazu mal eine Sendung.

  • Antwort von muggi, Montag, 26.Februar, 19:43 Uhr

    Truderinger ist wie Seehofer, wia a Windradl im Wind, gruß, muggi

  • Antwort von Wanda, Montag, 26.Februar, 19:45 Uhr

    Das ist die gleiche Blamage wie die bei "hohen" Temperaturen aufweichenden Strassenbeläge oder die sich verformenden Schienen im angeblich perfekten Deutschland...
    Man sollte sich einmal in den südlichen Zonen Europas und anderer Kontinente umschauen. Da habe ich auf den Autopistas oder im Bahnverkehr noch nie eine Behinderung oder einen Totalausfall aufgrund solcher Ursachen erlebt und ich lebe schon eine Ewigkeit in einem Klima, wo´s sogar im Winter mittags zwischen 25 und 30 Grad hat. Vielleicht sollte man unsere Ingenieure mal in diese Entwicklungsländer schicken ?
    Reiht sich aber nahtlos ein auch in die Pannen deutscher Grossprojekte (siehe Berlin, siehe Stuttgart, siehe den Autobahnbau durch's Moor). Man blamiert sich eben so gut man kann. Un der vormals gute Ruf leidet darunter...

  • Antwort von Handwerker, Montag, 26.Februar, 20:44 Uhr

    An Wanda,

    wenn Heute durch Kälte oder Sturm ein Weichen- oder ein Oberleitungsschaden entsteht, dann empfinde ich es als höhere Gewalt, dass nicht kalkulierbar ist. Wenn aber Deutsche Großprojekte wie Sie schon andeuteten z.b. Berlin oder Stuttgart dann muss ich ihnen 100% zustimmen. Denn bei Großprojekten, ist Kompetenz und können gefragt die aber in Deutschland anscheinend abhanden gekommen ist.

  • Antwort von Wanda, Dienstag, 27.Februar, 00:47 Uhr

    @Hndwerker:
    - ist ja richtig mit den Oberleitungen (ob nun direkt vom Sturm oder wegen der Bäume) - nur: was die Vereisung von Türen und Weichen oder die Anschmelzen des Asphaltes und die Verformung der Schienen angeht, da bleibt meine Kritik und das Unverständnis, diese immer wiederkehrende Problem nicht in den Griff zu kriegen...

Peter K., Montag, 26.Februar, 18:07 Uhr

3. Jedes Jahr die gleiche Überraschung - im Winter kann es kalt werden...

Nach fast 30 Jahren als MVV-Nutzer (den Begriff Kunde möchte ich in diesem Zusammenhang lieber nicht nutzen, da er offensichtlich auch den Verkehrsbetrieben nicht geläufig ist) kann ich diese ewig gleiche Leier nicht mehr hören.
Selbst wenn mal nicht gerade die erste Schneeflocke, Frost, Wind, Starkregen und andere bei uns völlig unbekannte Naturphänomene den Betrieb beeinträchtigen, dann fallen auf meiner Strecke immer wieder mal Züge aus. Das ist mittlerweile beim MVV (insbesondere im Verantwortungsbereich der DB) schon derart zur Normalität geworden, dass man sich nicht einmal mehr dafür entschuldigt.
Ich würde auch lieber umweltbewusst zur Arbeit kommen. Aber nachdem ich dafür täglich nicht nur mindestens eine Stunde mehr opfern müsste, sondern auch jeden zweiten Tag ein nerviges Problem dazu kommt, bin ich inzwischen auch schweren Herzens auf's Auto umgestiegen.