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So schwer ist Fahrradfreundlichkeit Regierung gibt kein grünes Licht für roten Fahrradstreifen in 'bruck

In Fürstenfeldbruck soll eine Straße saniert werden. Diese Gelegenheit wollte die Stadt nutzen und eine Radspur auf der Fahrbahn einzeichnen – und zwar in roter Farbe, damit man sie gut erkennt. Doch die Regierung von Oberbayern hat das gestopp

Von: Susanne Hagenmaier

Stand: 13.07.2018

Älterer Mann auf dem Rad | Bild: colourbox.com

Fahrradfreundliche Kommunen haben es gar nicht so leicht. Ein Beispiel aus Fürstenfeldbruck:
Autos, Busse und Radfahrer sollen Platz haben auf einer engen Straße aus den 50er-Jahren, die vom Südwesten in die Innenstadt von Fürstenfeldbruck führt. Eine neue rote Radspur soll Unfällen vorbeugen – so wünschte es sich der zuständige Ausschuss im Stadtrat.

Rot nur in ganz raren Fällen

Doch daraus wird vorerst nichts. Stadtbaurat Martin Kornacher berichtet, die Regierung von Oberbayern halte das Vorhaben für rechtswidrig und verweigere daher die Zuschüsse. Auch Vertreter des Bayerischen Innenministeriums und des Verkehrsministeriums haben laut Kornacher in einem Treffen deutlich gemacht, dass die rote Farbe nur an gefährlichen Kreuzungen erlaubt ist und nicht auf der gesamten Spur.

Fürstenfeldbrucker suchen nach Ersatzfarbe für den Fahrradstreifen

Falls die Fürstenfeldbrucker ihren roten Radstreifen trotzdem bauen, könnte es sogar passieren, dass sie von der Regierung von Oberbayern aufgefordert werden, die Farbe wieder zu entfernen. Deshalb sucht man im Stadtrat jetzt nach Alternativen. Eine Lösung könnte sein, die rote Farbe nicht auf den Asphalt aufzutragen, sondern ihn in den Asphalt hineinzumischen. Das wäre erlaubt – aber kompliziert und teuer. Deshalb bekommt die Radspur vielleicht einfach eine andere Farbe.


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Amatör, Samstag, 14.Juli, 22:41 Uhr

3. Rote Farbe

Wenn man die Radspur schwarz einfärben wollte, würde die Regierung von Oberbayern sicher sofort zustimmen. ?

Im Ernst: Dass roter Asphalt erlaubt ist, rote Farbe auf schwarzem oder grauem Asphalt aber nicht, ist eine Art Schildbürgerstreich. Und ich hoffe, der betreffende Ministerialdirigent fällt nicht vor Schreck vom Stangerl, wenn er erfährt, wie viele rot eingefärbte Radwege es in Oberbayern bereits gibt, Da ist jetzt dringender Handlungsbedarf, alle professionellen Entfärber müssen sofort ausrücken.

Egoist, Samstag, 14.Juli, 13:23 Uhr

2.

Unfälle mit Radfahrern gestiegen?

Das wundert mich nicht. Solange Radler von der Aussenwelt durch die Ohrstöpsel "abgekoppelt" unterwegs sind, Rotlichter als Belästigung empfinden, entgegen der Fahrtrichtung fahren, Vorfahrt aus landwirtschaftlichen Strassen falsch als Vorrang interpretieren und offensichtlich vom § 1 STVO nie gehört haben, beim Rechtsabbiegen LKWs als Störer und Stinker betrachten, Gehwege und Fussgängerzonen als Rennstrecke interpretieren, solange wird es einen "natürlichen" Ausleseprozess geben.

Dabei sollte jeder Verkehrsteilnehmer wissen, dass es kaum Alleinschuldige gibt und häufig Radfahrer in die Mithaftung genommen werden. Es kann teuer werden.

maxu, Samstag, 14.Juli, 11:20 Uhr

1. Diese Staatsregierung

Besonders überraschend ist es ja nicht, dass diese Staatsregierung Fahrradfreundlichkeit nur unterstützt, wenn es die sehr viel größere Autolobby nicht stört. Ansonsten gibt es eine Grätsche

  • Antwort von Old-Radlerin, Samstag, 14.Juli, 13:02 Uhr

    @ Maxu Zustimmung !

    Noch eine Anmerkung:
    Werte BR Redaktion,
    was wollen Sie uns mit diesem Bild mitteilen ?
    Nur die Alt 68iger sind auf diesem Vehikel unterwegs ? Immerhin ein Rennrad !
    Ich musste doch sehr lachen.
    Also alle auf die Räder ! Ihr werdet alt damit und könnt das Leben, wenn die
    Autofahrer rücksichtsvoller werden, genießen.
    Und jetzt noch bitte die Straßenmarkierungen...