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Im Allgäu gefasst Prozess gegen Asylbewerber in Traunstein wegen Vergewaltigung

Ein mutmaßlicher Vergewaltiger muss sich vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem 34-jährigen Asylbewerber eine Vergewaltigung in Traunstein und zwei Fälle der versuchten Vergewaltigung zur Last, einer davon im Allgäu.

Von: Christine Haberlander

Stand: 26.02.2018

Gerichtsgebäude in Traunstein | Bild: picture-alliance/dpa/Uwe Lein

Der Angeklagte, der im Gazastreifen geboren wurde, soll im April 2016 eine Frau in Traunstein überfallen und sie vergewaltigt haben. Das Opfer war gegen 5 Uhr früh auf dem Heimweg von einer Diskothek und durch einen erlittenen Schlaganfall körperlich stark eingeschränkt.

Anderes Opfer kann Täter in die Flucht schlagen

Fünf Monate davor, im November 2015, soll der Angeklagte schon einmal versucht haben, eine Frau auf dem Parkplatz eines Traunsteiner Lokals zu vergewaltigen. Weil sich das Opfer jedoch mit Tritten und Schlägen wehrte und schrie, ließ der Täter von ihr ab.

Versuchte Vergewaltigung in Kempten

Im November 2016 kam es erneut zu einer versuchten Vergewaltigung, dieses Mal in Kempten im Oberallgäu. Dort soll der 34-Jährige eine Joggerin überfallen haben. Auch hier wehrte sich die Frau nach Leibeskräften und begann, um Hilfe zu schreien.

Erst als in einem nahen Gebäude ein Licht anging, soll der Angeklagte von der Frau abgelassen haben. Das Opfer erlitt unter anderem Würgemale und Hämatome im Augenbereich von den ihr zugefügten Schlägen.

Bei Personenkontrolle in Zug gefasst

Die Ermittler kamen dem mutmaßlichen Vergewaltiger nach einer Personenkontrolle in einem Zug im Allgäu auf die Spur. Bei einem DNA-Abgleich gab es erste Hinweise auf den Vergewaltigungsversuch in Kempten. Im Prozess am Landgericht Traunstein, der am Montag begann, sind drei Verhandlungstage angesetzt. Das Urteil soll am 13. März gesprochen werden.


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