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Proteste gegen Essen und Unterbringung Polizei löst Asylbewerberdemo in Fürstenfeldbruck auf

Bei einer Demonstration haben Asylbewerber in Fürstenfeldbruck gestern Morgen die Kreuzung vor dem Rathaus blockiert. Rund 150 Bewohner der Unterkunft am Fliegerhorst demonstrierten gegen die ihrer Meinung nach unzumutbaren Lebensbedingungen und gegen die Streichung ihres Taschengeldes.

Von: Kristina Thiele und Anton Rauch

Stand: 19.04.2018

Ein Polizeihund der Münchner Polizei-Hundestaffel sitzt vor einem Einsatzwagen. | Bild: BR/Fabian Stoffers

Wegen Verkehrsbehinderung rückt Polizei mit Diensthunden an

Bei der Demonstration haben Asylbewerber in Fürstenfeldbruck am Mittwochmorgen die Kreuzung vor dem Rathaus blockiert.

Die Polizei löste die Kundgebung auf, weil die afrikanischen Asylbewerber den morgendlichen Verkehr in der Innenstadt lahmlegten. Die Flüchtlinge seien weggeschoben und weggedrückt worden, erklärte ein Sprecher der Polizei. Zudem sei dem Willen der Polizisten mit bellenden Diensthunden Nachdruck verliehen worden.

Ein Beamter wurde bei der Aktion verletzt. Über verletzte Demonstranten lagen keine Informationen vor.

Asylbewerber beklagen sich über Essen und Unterbringung im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck

Die Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung am Fliegerhorst protestierten gegen aus ihrer Sicht unzureichende Geldleistungen, das Essen in der Unterkunft und die Unterbringung, wie der Sprecher weiter sagte. Sie proestierten vor allem auch gegen die Streichung ihres Taschengeldes.

Asylbewerber müssen nach Italien zurück, von wo sie gekommen sind

Das kann das Landratsamt veranlassen, wenn Flüchtlinge nicht bereit sind, Deutschland wieder zu verlassen. In der Unterkunft leben rund 1000 Asylbewerber , die über Italien einreisten. Dorthin müssen sie zurück.


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