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Reicht es für Anklage? Otterfinger Giftköder: Polizei ermittelt Tatverdächtigen

Nachdem in Otterfing Mitte Januar an die 40 Giftköder aufgetaucht sind, hat die Polizei nun einen möglichen Tatverdächtigen ermittelt. Ob die Beweislage ausreicht, ist allerdings ist fraglich.

Von: Dagmar Bohrer-Glas

Stand: 27.03.2018

Giftköder | Bild: Bayerischer Rundfunk 2018

Mitte Januar waren rund 40 Giftköder in Otterfing aufgetaucht. Ob die Beweislage gegen den nun ermittelten Tatverdächtigen aber auch ausreicht, ist fraglich. Von einem Ermittlungserfolg will der ermittelnde Beamte explizit nicht sprechen, denn oft würde die Beweiskraft von Spürhunden juristisch nicht ausreichern.

Keine DNA-Spuren

Auf den Ködern konnten keine DNA-Spuren sichergestellt werden. Die Staatsanwaltschaft München II wird heute anhand der Ermittlungsergebnisse entscheiden, ob Anklage erhoben wird oder nicht.

Aufwändige Ermittlungen

Nach dem Fund der rund 40 Köder, die mit Rattengift versehen waren, ermittelte die Holzkirchner Polizei mit viel Aufwand. Drei mal waren Spürhunde im Einsatz und die Beamten investierten viel Zeit für Anwohnerbefragungen gegen den Hundehasser.

Frei verkäufliches Rattengift

Die Wiener Würstchen-Stücke, die als Köder ausgelegt waren, waren mit dem frei verkäuftlichen Rattengift Bromadiolon versehen. Letztendlich litten drei Hunde an Vergiftungserscheinungen.

Ein Hund, der verstorben war, kann nicht mit den Giftködern in Verbindung gebracht werden, so die Polizei.


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BGB, Donnerstag, 05.April, 15:04 Uhr

3. Wo hört es auf und wo fängt es an?

Selbst ich als Hundebesitzer, der ALLE Hinterlassenschaften seines Hundes einsammelt, muss mich über viele rücksichtslose Halter, die das wohl nicht so ernst nehmen, ärgern. Soweit mir die Tüten reichen, sammle ich auch die Hinterlassenschaften fremder Hunde mit ein......

Bloß wohin führt diese Art von Selbstjustiz bitteschön? Ich kann doch nicht alles, was mich stört, einfach auslöschen? Und vor allem - wen treffe ich mit dem Giftköder? Den Hund mit dem Hundebesitzer, der alles wegräumt oder den der alles liegen lässt? Nein Leute, so geht das nicht. Natürlich wäre weniger Rücksichtslosigkeit und mehr Toleranz eine Lösung, allerdings ist die in der heutigen Gesellschaft nicht mehr erwünscht. Mein Garten wird auch von sämtlichen Nachbarskatzen als Klo verwendet, ich habe einen Spielplatz gleich gegenüber und die Kinder sind oft zu faul um heimzugehen für gewisse Dinge und kacken und pinkeln regelmäßig mal hinter die dort stehenden Container. Und nicht nur Kinder, Erwachsene auch....

Leni, Dienstag, 27.März, 17:06 Uhr

2. Hundekotbeutel könnten eine Lösung sein

Ich bin selbst Hundebesitzerin und ärgere mich über die vielen Hinterlassenschaften anderer Hunde.
Ich habe immer und ausnahmslos mehrere Hundekotbeutel dabei, die ich kostenfrei bei der Gemeinde holen kann. Ist also kein Problem, die Kackawurst wegzumachen.
Jeder Hundebesitzer, ob Spass- oder Zweckbesitzer, hat Verantwortung für sein Tier zu übernehmen und sollte seinen Mitmenschen mit Respekt begegnen, dann klappt auch das Miteinander sehr gut. Einzelne kopfkranke Deppen gibt es immer, die haben aber ein ganz anders gelagertes Problem.
Liebe Hundebesitzer, denkt mal drüber nach und brecht Euch keinen ab, wenn ihr Euch 2-3 x am Tag bückt - ist sogar gesund. ;-)

Harald, Dienstag, 27.März, 13:29 Uhr

1. Wenn man mit der gleichen Intensität ...

... gegen diejenigen "Herrchen" und "Frauchen" ermitteln würde, deren (leinenlose) Hunde überall hin sch... und auf Feld und Flur unbehelligt Jagd auf Wildtiere machen, dann gäbe es solche hinterhältigen Giftanschläge wahrscheinlich nicht. Denn dann würden sich diese unangenehmen Nebenerscheinungen der Spaßhundegesellschaft in deutlich kleinerem Rahmen halten.
Solange jedoch kein ausreichend hoher Kontrolldruck herrscht, werden die freizügigen Hundeliebhaber den großen Rest der Bevölkerung weiterhin belästigen. Es ist wie immer im Leben nur eine Frage der Dosierung, bis auch das größte Fass überläuft.

  • Antwort von Baur Holger, Dienstag, 27.März, 14:38 Uhr

    Anmerkung zum vorherigen Kommentar:Wie würden Sie es finden,wenn man Ihnen beim nächsten Restaurantbesuch vergiftetes Essen servieren würde?Dann würden Sie Anzeige wegen Mordversuch stellen oder?Ihr Leben ist nicht mehr oder weniger wert als das Leben unschuldiger Haustiere....

  • Antwort von Anja, Dienstag, 27.März, 14:55 Uhr

    Herr Baur, Ihr Vergleich ist, gelinde gesagt, ein Schmarrn.

    In einem Restaurant zahle ich für einen Service, der dort angeboten wird und gewissermaßen die Geschäftsidee des Besitzers darstellt.
    Ihr Vergleich würde passen, wenn Tiere in einer Tierpension vergiftet worden wären.
    Was hier eher zutrifft ist, wenn ich in einen Garten illegal eindringe, vom Komposthaufen oder eben gespritztem Obst nasche und mich damit vergifte. Da kann ich auch keinen haftbar machen.

    Verstehen Sie mich richtig, ich finde Giftköder auch nicht in Ordnung, aber es regt mich schon auf, dass die leinenlos spazieren geführten Köter der Umgebung ständig durch unsere Lücke in der Hecke wischen und in den Garten kacken.
    Ist natürlich für die Besitzer angenehmer, denn vom Gehweg müssten sie es vielleicht doch wegmachen. Aber so... -hat ja keiner gesehen!

  • Antwort von Baur Holger, Dienstag, 27.März, 15:26 Uhr

    Die schlimmste Beleidigung ist folgende:Dummer Mensch.Dummer Hund nicht,da kein Hund so eine Bestie ist wie der Mensch.Übrigens:Ich habe auch einen Garten mit Hecke.Zusätzlich ist ein Zaun davor.Somit kann kein fremder Hund oder Mensch in meinen Garten kacken....

  • Antwort von Tret-Mine, Dienstag, 27.März, 15:35 Uhr

    Was soll denn diese Diskussion ?
    Es ist mit nichts zu rechtfertigen, dass sogenannte Menschen Giftköder auslegen.
    Der Hund kann am wenigsten dafür, wenn der/die Besitzer/in ein Ignorant/in ist.
    Hunde vergiften gehört somit mit zum übelsten was ich mir vorstellen kann.
    Ich rege mich über die Trretminen auch auf, noch am Rande bemerkt.

  • Antwort von kleinlaut, Dienstag, 27.März, 15:50 Uhr

    Also wenn jeder jeden umbringen würde, von dem er sich belästigt fühlt, hätte die Welt keine Probleme mit Überbevölkerung. Nein, es ist nicht in Ordnung, wenn jemand Autospiegel abtritt, weil ihn der Verkehr nervt oder Hunde vergiftet, weil diese ihn stören. Ich kann auch nicht jedes Klavier in der Nachbarschaft zertrümmern, weil mich das Geklimper nervt. Der Hang dazu, Selbstjustiz für gesellschaftsfähig zu erklären, wird immer größer (und damit auch absurder).

  • Antwort von Leonia, Dienstag, 27.März, 15:57 Uhr

    Wie würde Herr Harald eigentlich urteilen, wenn versehentlich Kinder die Köder gegessen hätten? Würde er die Tat dann auch noch relativieren?

  • Antwort von Vicky, Dienstag, 27.März, 16:00 Uhr

    @Harald
    Klar, wenn mich etwas stört, dann vergifte ich es halt einfach. Bestechende Logik! Gilt das dann nur für Hunde oder auch für Wildpinkler?

  • Antwort von Harald, Dienstag, 27.März, 19:01 Uhr

    An die diversen "Halbleser" meines Kommentars (ohne einzelne Namen zu nennen):
    Wer einigermaßen genau liest, ohne sich gleich blindlings aufzuregen, kann leicht selber feststellen, dass ich die Giftköder auch nicht gut finde. Ich habe das auch zu keinem Zeitpunkt befürwortet. Oder steht das da?
    Ich habe nur aufzeigen wollen, wo das ursprüngliche Problem liegt. Das jedoch wird gerne übersehen, weil die lieben Fiffis so sehr in Mode sind. Dabei ist es kein solch großes Rätsel, wie das von der Henne und dem Ei. Bei der Giftköderproblematik ist es offensichtlich, wer zuerst da war: Der eine oder andere rücksichtslose Hundebesitzer. Wenn es nämlich keine der allseits bekannten "Probleme" mit Hundebesitzern gäbe, käme wohl auch keiner auf die blödsinnige Idee, Giftköder auszulegen.
    (Wahrscheinlich liest auch das hier keiner so ganz, sondern nur soweit, dass es zum Aufregen reicht.)