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Den Wirten ist es bierernst Offizieller Antrag: Wiesn-Maß bis zu 11,50 Euro

Jetzt ist es klar: Die Wiesnwirte haben für die Maß auf dem nächsten Oktoberfest eine Preisspanne von 10,70 bis 11,50 Euro festgelegt. Die Stadt München muss nun formal zustimmen, was allerdings erwartet wird.

Von: David Herting und Christoph Dicke

Stand: 13.06.2018

Wiesnbesucher mit Maßkrug | Bild: Bayerischer Rundfunk

Damit ist die 11-Euro-Schallmauer durchbrochen. Die Bierpreise auf der Wiesn 2018 steigen damit um durchschnittlich 3,57 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wirtschaftsreferat der Stadt München hat den Antrag der Wiesnwirte nun in einer Pressemitteilung bekannt gegeben.

Wiesnwirte: Umsatzpacht um 53 Prozent gestiegen

Wiesnwirte-Sprecher Peter Inselkammer begründete die schon vor Wochen angekündigte Preissteigerung mit höheren Ausgaben: So sei die Umsatzpacht im Vergleich zum Vorjahr um 53 Prozent gestiegen. Fast acht Prozent des Nettoumsatzes fließen künftig an die Stadt.

Nicht alle neuen Sicherheitsmaßnahmen "auf Wirte umlegen"

Außerdem sei auch der Sicherheitsdienst teurer geworden. Hinzu kämen noch die Zahlungen für den Sicherheitszaun um die Theresienwiese und die neue Lautsprecheranlage auf dem Festgelände. Inselkammer forderte die Stadt erneut auf, die Kosten für alle neuen Sicherheitsmaßnahmen nicht stets auf Wiesnwirte und Fahrgeschäfte umzulegen.

Schwacher Ausgleich: Limopreis sinkt um 20 Cent

Weniger große Preissteigerungen und sogar Sparmöglichkeiten für die Wiesnbesucher gibt es bei den alkoholfreien Getränken: Der Preis für einen Liter Limo sinkt um fast 20 Cent auf 9,27 Euro. Das Tafelwasser bleibt mit 8,72Euro im Schnitt auf dem gleichen Niveau. Der Liter Spezi steigt im Durchschnitt um fast 25 Cent auf 9,80 Euro.

Stadt prüft Angemessenheit

Die Getränkepreise werden nicht von der Landeshauptstadt München festgelegt. Die Stadt prüft allerdings als Veranstalterin des Oktoberfestes die vorgeschlagenen Preise auf ihre "Angemessenheit". Dazu zieht sie auch die aktuellen Maßpreise im Stadtgebiet München zu Rate. Diese Preise liegen aktuell zwischen 5,50 Euro und 10,40 Euro pro Maß Bier. Eine Zustimmung zu den Erhöhungen der Wiesnwirte dürfte dennoch gewiss sein.


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Handwerker, Mittwoch, 13.Juni, 20:57 Uhr

4. Schwacher Ausgleich

Wenn man sich das mal vorstellt, dass eine Maß Bier heute in DM 23,- kosten würde, ist der Satz der Euro ist kein Teuro nur hon und Spott.

Hans, Mittwoch, 13.Juni, 17:07 Uhr

3. Was soll der Geiz

hauptsach es schmeckt und haut nei

Kerstin von Aretin, Mittwoch, 13.Juni, 15:38 Uhr

2. Grund Sicherheitskosten: Infos?

Warum wird auf den „Hauptgrund für die rund fünfprozentige Preis-Steigerung sind laut Wirten die gewachsenen Sicherheitskosten auf dem Oktoberfest.“, also die >Sicherheitskosten<, nicht weiter eingegangen?

Offen für mich sind folgende Fragestellungen:
- Aus welchen Positionen setzten sich die Sicherheitskosten zusammen?
- Wie hoch waren diese vor 5 Jahren in 2013?
- Aufgrund welcher Ereignisse seit den letzten 5 Jahren ist die Stadt München dazu bewogen, die Sicherheitsvorkehrungen zu erhöhen?
- Wie hoch ist der Anteil der Sicherheitskosten im Vergleich auf dem zweitgrößten (Nürnberger Volksfest) und dem drittgrößten (Gäubodenfest, Straubing) Volksfest in Bayern?
> Für welche Berufsgruppe ist es die Aufgabe, diese Fragen an geeigneter Stelle zu platzieren?

Negan, Mittwoch, 13.Juni, 15:12 Uhr

1.

Völlig egal, auch bei 15 Euro sind die Zelte noch brechend voll, denn dem internationalen Biertourist kommt es darauf kaum an, da Bierpreise in vielen westlichen Ländern ohnehin auf diesem Niveau liegen. Und mal ehrlich, welcher echte Bayer tut sich das noch an? Ich schon lange nicht mehr, die kleineren Volksfeste im Umland haben erheblich mehr Atmosphäre und Gemütlichkeit als dieser ausufernde Trachten-Karneval!

  • Antwort von Handwerker, Mittwoch, 13.Juni, 19:43 Uhr

    An Negan,

    100% Zustimmung und auch das Essen um einiges besser ist.