3

Trinkwasserskandal bei Altötting Muttermilch-Untersuchungen auf PFOA abgeschlossen

Die PFOA-Konzentration in der untersuchten Muttermilch war zwar höher als bei Vergleichsproben. Laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) könnten die Mütter aber weiterhin ihre Babys stillen.

Von: Anton Rauch

Stand: 09.08.2018

Eine stillende junge Mutter hält die Hand ihres Kindes - Symbolbild | Bild: picture alliance/dpa-Zentralbild/ Hans Wiedl

Es bestehe kein Anlass von der bereits bestehenden Stillempfehlung abzurücken, teilt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Derzeit gebe es keine internationale Organisation, die bei einer vergleichbaren Situation Mütter vom Stillen ihrer Babys abraten würde. Der Bayerische Rundfunk hatte berichtet, dass die Chemikalie PFOA beim Stillen auf Babys übergehen kann.

Stillempfehlung trotz erhöhter PFOA-Konzentration in der Muttermilch

Im Ergebnis war die PFOA-Konzentration in der Muttermilch aus Kastl und Tüssling höher als bei Vergleichsproben aus München, so das LGL. Die Behörde hat die Untersuchungen durchgeführt.

Behörde bietet Müttern Gespräch an

Insgesamt haben 13 Mütter aus den beiden Gemeinden im Landkreis Altötting Muttermilchproben abgegeben, die auf verschiedene perfluorierte Substanzen untersucht wurden. Die genauen Befunde wurden an die Mütter verschickt, denen außerdem ein Gespräch angeboten worden sei, so die Behörde.

Bürgernetzwerk Trinkwasser forderte Milchanalyse für alle Mütter im Landkreis

Das Bürgernetzwerk Trinkwasser im Landkreis Altötting hatte gefordert, allen Müttern die Milchanalysen zu ermöglichen und nicht nur Frauen in den beiden Gemeinden. PFOA war vermutlich Jahrzehnte lang im Trinkwasser der Region und hat sich in den Körpern zahlreicher Menschen angereichert.


3