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Gedenkorte Waldlager und Massengrab KZ-Gedenkstätte Mühldorfer Hart ist eröffnet

Im Mühldorfer Hart ist am Freitag das Waldlager und das Massengrab als Gedenkorte an das ehemalige KZ-Außenlager feierlich eröffnet worden. Für die Erinnerungsorte im Wald bei Waldkraiburg haben sich Überlebende, Vereine und Institutionen eingesetzt, darunter der frühere Münchner OB Hans-Jochen Vogel sowie Max Mannheimer.

Von: Christine Haberlander

Stand: 27.04.2018

Ein betonierter Weg führt nun zum Waldlager, wo zwischen 1944 bis zum Ende des 2. Weltkriegs vorwiegend ungarische Juden interniert waren und in Erdhütten hausen mussten.

Informationen für die Besucher

In einem eigens errichteten Raum am Gedenkort werden die Besucher mit Texten und Bildern darüber informiert, was an diesem Ort Unmenschliches passiert ist. Einen Kilometer vom Waldlager entfernt befindet sich der zweite Gedenkort, das ehemalige Massengrab, in dem die Nazis verstorbene KZ-Häftlinge notdürftig verscharrt hatten.

Tote wurden umgebettet

Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Toten umgebettet und in umliegenden Friedhöfen beerdigt. Kultusminister Bernd Sibler und Charlotte Knobloch, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, werden heute die Erinnerungsstätten im Wald besichtigen und für die Öffentlichkeit freigeben. Ministerpräsident Markus Söder sollte ursprünglich auch kommen, hat seine Teilnahme aber kurzfristig abgesagt.

Überreste einer Bunkeranlage

Der dritte Gedenkort im Mühldorfer Hart mit Überresten einer riesigen Bunkeranlage wird voraussichtlich erst in zwei Jahren eröffnet. Auf dem Gelände befand sich ein Sprengplatz, auf dem nach Kriegsende Munition, Granaten und Bomben zerstört wurden. Deshalb muss der Platz aufwändig saniert werden.


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Karlchen, Freitag, 27.April, 10:52 Uhr

6. Ideologien kommen nicht vom Mars

sondern sie haben einen Wurzelgrund.

Charly, Freitag, 27.April, 10:51 Uhr

5. Gedenkorte

Durch die deutsche Gründlichkeit wurden diese Verbrechen so dokumentiert, daß sie heute - Gott sei Dank - beweisbar sind. Es ist sehr gut, daß all dieses Furchtbare durch Gedenkstätten sichtbar wird und nicht nur theoretisch behandelt wird. Wenn ich aber auf die heutige Lage blicke, wo manche meinen sie müssen die Meinungshoheit mit allen Mitteln verteidigen, macht mir das. Sorge. Wir haben eine Lage, die durchaus kritisch zu betrachten ist. Übrigens: mein Vater wurde im April 1945 -als Verwunderter - noch zum Endkampf im Osten geholt. Seitdem keine Spur mehr von ihm. Also : bei aller Sorge - Nazis nein !,!!

  • Antwort von Truderinger, Freitag, 27.April, 12:55 Uhr

    Falls Sie mit Meinungshohheit den Willen einer demokratisch legitimierten Mehrheit meinen, dann ja! Der wird mit allen Mitteln verteidigt, denn so naiv wie die Weimarer sind wir nicht noch einmal!

Raymond, Freitag, 27.April, 10:32 Uhr

4. sicherlich nie vergessen

doch braucht es dazu immer noch neue Mahnmale ? eines sollte doch klar sein ....es wird ein Teil der Geschichte bleiben , und wie z.B. auch der 30 jaehrige Krieg und viele andere Massenmorde unvergessen bleiben . Doch derzeit haben ganz andere neue Probleme , die sich mehr aufbauen .

  • Antwort von Mut, Freitag, 27.April, 14:53 Uhr

    Ja

nachgespürt, Freitag, 27.April, 09:31 Uhr

3. Was sollen wir noch aus schlimmen Zeiten lernen?

Neben den Nichvergessen der schlimmen Qualen der Opfer sollten und dürfen wir nicht vergessen, wie überhaupt so ein Regime entstanden ist und an die Macht kommen konnte. Da war viel Not und Leid im Volk nach dem 1.Weltkrieg, Unterdrücken durch die Siegermächte usw. Und dann die Versprechungen und Lügen, die Stimmungsmache durch die zukünftigen Machthaber. Die Gewalttaten, Morde an denen, die schon gesehen haben wohin das führt und aufgestanden sind und die vielen vielen Mitläufer, die sich arrangierten und sich machtlos fühlten. Der Polizeistaat, die Überwachung, die Denunziation usw. usw.

Einige oben erwähnte Punkte wollen Politiker heute auch wieder haben. Nun zeigt sich, ob wir aus der Geschichte lernen und welche Werte vertreten werden und ob sich genügend Bürger finden die über den Tellerrand hinaus schauen, die gegen Unrecht aufstehen und die dann auch Gehör finden in fairen Diskussionen mit dem Ziel, der Gemeinschaft zu dienen, damit die Welt ein wenig besser wird.

  • Antwort von Truderinger, Freitag, 27.April, 10:02 Uhr

    Geschichtsverdrehung der übelsten Sorte! Sie vergleichen auf infame Weise eine demokratische Regierung mit einem rechtsextremen Regime und stellen die geistigen Nachfahren dieses Regime als potenzielle Opfer dar!

  • Antwort von Gegenstimme, Freitag, 27.April, 10:53 Uhr

    @Truderinger Man kann Täter und Opfer sein, man kann sogar Antisemit sein, ohne Nazi zu sein.

  • Antwort von Truderinger, Freitag, 27.April, 12:54 Uhr

    @Gegenstimme: Hat irgendjemand behauptet, nur Nazis wären Antisemiten? Das Gegenteil ist der Fall: "Nicht-Nazis" behaupten stets, nur Muslime wären Antisemiten und hofieren sie in ihren eigenen Reihen (Höcke, Gedeon)

Klaus Wiedemann, Freitag, 27.April, 09:25 Uhr

2. Danke für die Eröffnung

Da freue ich mich sehr und gratuliere uinseren Vereinskollegen, die wie wir für so eine Gedenkstätte und Dokumentationsort gekämpft haben.

Lange hat es gedauert.

Ein würdige Einweihung wünscht

Klaus Wiedemann
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