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Koks mit Bitcoins bezahlt IT-Techniker gesteht Drogengeschäfte im Darknet

Ein IT-Techniker aus Berg am Starnberger See steht derzeit wegen Drogenhandels in München vor Gericht. Bei seinen krummen Geschäften im Darknet soll ihm auch seine 68-jährige Mutter geholfen haben, die ebenfalls angeklagt ist. Beide haben inzwischen ein Geständnis abgelegt.

Von: Birgit Grundner

Stand: 21.02.2018

Computertastatur - Symbolbild | Bild: picture alliance / Silas Stein/dpa

Der 27-jähriger Mann hat demnach ein ausgeklügeltes System entwickelt, um die Drogengeschäfte abzuwickeln. Er hat im Darknet, dem anonymen Internet, bestellt und mit der digitalen Währung Bitcoin bezahlt. Die Ware ließ er nicht nur an sich selbst schicken, sondern auch an seine Mutter und an Freunde.

Drogen an Abnehmer in ganz Europa

Die im Darknet bestellten Drogen hat der Angeklagte an mehr als 1.300 Abnehmer in ganz Europa weiterverkauft, laut Staatsanwaltschaft hat er damit mindestens 77.000 Euro Gewinn gemacht. Als Fahnder seine Wohnung durchsuchten, fanden sie auch noch hunderte kinderpornographische Dateien.

Ein Wolfratshausener Bekannter zum Beispiel bekam im Gegenzug Essen, Benzin und Amphetamin, was ihm wohl alles recht war. Er sei „finanziell immer schlecht aufgestellt“, erzählte der Familienvater als Zeuge vor Gericht.

Strafe von höchstens sieben Jahren

Am Donnerstag (22.02.) soll das Urteil verkündet werden. Nach dem Geständnis darf der IT-Techniker mit einer Strafe von höchstens sieben Jahren rechnen.


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